Geld per Crowdfunding sammeln: Ein Erfahrungsbericht

 

Neulich schrieb ich ja über meinen Alltag als Blogger und Journalist. Gerade durch letzteres ist man viel unterwegs und bekommt auch den einen oder anderen Blitzer zu sehen – oder er sogar einen selbst. Aus einem dieser Gründe gibt es seit 2012 auch eine Facebook-Seite, auf der ich die entsprechenden Standorte veröffentliche. Hierzu sammle ich aktuell per Kickstarter Geld und will hier einen kurzen Erfahrungsbericht geben.

kickstarter

©Kickstarter

Eins gleich vor weg: Crowdfunding ist nicht einfach, sofern man nicht ein geniales neues Produkt auf den Markt drücken will. Verglichen mit anderen App-Projekten liegen wir zwar mit 450 Euro an Gesamtkosten in einem extrem niedrigen Rahmen, doch trotzdem will diese Summe erstmal eingefahren werden. Die Grundidee des Ganzen dahinter ist natürlich, dass wir uns noch weiter entwickeln können und somit noch mehr Nutzer erreichen – organisches Wachstum halt.

Betrachtet man sich die Entwicklung meiner Seite, ist mir dies seit August 2012 auch sehr gut gelungen. So sind es inzwischen über 12.400 Facebook-Fans, welche mich und mein Team Tag und Nacht mit aktuellen Infos versorgen. Waren es anfangs nur Blitzer, so sind es inzwischen auch Staus, Unfälle oder sonstige Behinderungen. In der breiten Masse kommt dies auch sehr gut an. Auch von Seiten der Polizei bekommen wir immer wieder Zuspruch.

Nachdem wir dann nun mit einigen App-Entwicklern Kontakt aufgenommen hatten, haben wir uns nun entschieden. Hier haben wir den Vorteil, dass wir durch eine Kooperation mit bussgeld.de nur Kosten in Höhe von 450 Euro alles haben. Normal wären hier etwa 2900 Euro. Enthalten sind hier die Apps für Android, iOS und diverse Analytics-Tools. Viel mehr ist da nicht dazu. Also gesagt getan und das Projekt bei Kickstarter erstellt.

Hier ging der Spaß aber schon los. Wir konnten nicht einfach das Projekt einstellen und sofort loslegen. Nein, zuerst musste ich über meinen Ausweis meine Identität bestätigen und auch das ganze Projekt noch von Kickstarter absegnen lassen. Dieser Vorgang dauerte etwa 48 Stunden. Danach konnten wir dann endlich loslegen.

War die Begeisterung im Vorfeld groß, so lief die Finanzierung doch schleppend an. Zwar kamen immer mal wieder Unterstützer, doch der große Ansturm, wie er im Vorfeld prophezeit wurde, blieb aus. Teilweise war tagelang kompletter Stillstand. Zwischenzeitlich wurde aber auch eine Zeitung auf unser Vorhaben aufmerksam und wollte ein Interview mit mir führen. Gesagt, getan. Dieser erschien nun heute auch – zwar unter viel Spott mancher Facebook-Nutzer, aber sei es doch drum.

Was ich eigentlich mit diesem Artikel zur Sprache bringen will ist, dass die Finanzierung eines Projektes über eine Crowdfunding-Plattform zwar attraktiv klingt, doch nicht ganz ohne ist. Allein aus nervlicher Sicht hab ich seit Beginn der Kampagne schon die eine oder andere Feder gelassen. Man sollte sich ja auch überlegen was passiert, wenn die Finanzierung scheitert. Wie geht es dann weiter? Lässt man die Idee sterben? Sucht man sich eine andere Möglichkeit? All diese Fragen stehen natürlich im Raum. Darüber sollte man sich unbedingt im Vorfeld klar sein.

Eins steht aber fest – Crowdfunding-Plattformen sind gut und wichtig. Wer weiß wie viele großartige Plattformen und Gadgets es ohne diese Möglichkeit nicht geben würde. Man sollte sich aber trotzdem vorher unbedingt darüber im Klaren sein, auf was man sich da einlässt.

 

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1 Antwort

  1. 22. Juli 2015

    […] gestern berichtete Björn aus eigener Erfahrung über Crowdfunding auf Kickstarter (zum Beitrag). Heute möchte ich euch ein Projekt vorstellen, welches sehr vielversprechend aussieht. Das UBIK […]

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