Nintendo Switch: Erster Eindruck zur Hybrid Konsole

Am gestrigen Freitag kam endlich die Nintendo Switch auf den Markt und ich musste sie sofort haben 😉 . Persönlich bin ich eher Handheld-Gamer, da ich viel unterwegs sein muss und deshalb kaum Zeit habe zu Hause zu spielen. Über die VerarbeitungsqualitĂ€t und die GrĂ¶ĂŸe hatte ich anfangs sorgen. Klappt alles oder klappert alles? Nach knapp 24 Stunden kann ich sagen, klappt 😀 .

Die Verpackung

Klein, kompakt und leicht zu öffnen. Das hat man auch nicht immer. Aber Nintendo hat irgendwie immer so ein “Verpackungsfetisch”. Das ist fast schon “applelike” 😉 . Verpackung geöffnet und oben auf liegt natĂŒrlich der Star der Verpackung, die Switch, zusammen mit den Joy-Cons. Dann hebt man den Papptrenner hoch und darunter befindet sich das Zubehör. Hier hat man aber, im Vergleich zu den New 3DS, alles beigelegt um sofort loszulegen. Das spartanische Zubehör sonst erinnert auch irgendwie an Apple… Nun back to the topic. Dort befindet sich das LadegerĂ€t, USB Typ-C versteht sich, ein HDMI-Kabel, der Joy-Con Grip, sowie die Handschlaufen und der Switch-Dock. Nicht viel, aber alles benötigte.

Erster Eindruck

Kam die Wii U noch in Hochglanz daher, hat Nintendo klar zugelernt und ein mattes Finish gewĂ€hlt. Damit fallen FingerabdrĂŒcke nicht mehr so stark auf und auch die Wertigkeit wird erhöht. Meine grĂ¶ĂŸte Sorge, die Joy-Cons, fĂŒhlen sich erstaunlich gut an. Sie sind gerade groß genug um sie noch angenehm zu halten. Ein wenig grĂ¶ĂŸer wĂ€re vielleicht nicht schlecht, aber dann wĂ€re die Switch unglaublich groß. Ich finde, Nintendo hat eine gute GrĂ¶ĂŸe gewĂ€hlt. NatĂŒrlich mit Abstrichen gegenĂŒber handelsĂŒblichen Lösungen, aber fĂŒr den Einsatzzweck in Ordnung.

Auch die Tablet-Einheit liegt gut in der Hand und hat mit den Joy-Cons eine angenehme GrĂ¶ĂŸe. Der Touchscreen reagiert außerordentlich gut und die BildqualitĂ€t hat mich umgehauen. Man merkt gar nicht, dass es “nur” ein 720p Bildschirm ist. Knackige Farben und gute Blickwinkel bietet dieses GerĂ€t, wenn auch nicht ganz so gut wie mein Surface. Gut, das Surface war auch 2,5x so teuer 😀 .

Kommen wir nun zurĂŒck zu den Joy-Cons. Noch besser fĂŒhlen sich diese mit der Joy-Con Handgelenkschlaufe an. Dadurch fĂŒhlt man sich irgendwie an den NES-Controller erinnert. Und auch der Joy-Con Grip ist genial. Man merkt fast nicht, dass man 2 Controller hat. Klar, der Pro Controller ist sicherlich nochmal besser, aber fĂŒr das Setup ist dieser Grip gut. Sehr gut finde ich auch das KlickgerĂ€usch, wenn die Joy-Cons angedockt werden. Dies gibt einem das GefĂŒhl, dass es gut hĂ€lt und das tut es auch. Bisschen Schade finde ich, dass man sich gegen analoge Schultertasten entschieden hat. Somit fallen z.B. Rennspiele fast schon wieder raus.

Dockt man das Tablet an, so kann man die Spiele auch auf dem großen Bildschirm in 1080p genießen. Der Übergang zwischen den beiden Modi funktioniert dabei erstaunlich gut. Nach ca. 2 Sekunden liegt das Bild auf dem TV. Von TV Mode in den Handheld Mode geht es sogar fast sofort.

Wer denkt, dass moderne Systeme laut sein mĂŒssen, der hat noch nicht die Switch in der Hand gehabt. Durch den Wegfall von beweglichen Laufwerken, ist das System dadurch schon erstaunlich leise. DarĂŒber hinaus ist auch der LĂŒfter keineswegs laut. Im Handheld Mode nur hörbar, wenn man wirklich sehr leise ist oder aber sehr nah an das GerĂ€t geht. Im TV Mode konnte ich es gar nicht hören. Klar, die Switch hat nicht soviel Leistung wie eine PS4 Pro, aber das braucht sie auch nicht. Das, was sie soll, macht sie auch gut.

 

Vergleich mit anderen Systemen

Der Vergleich mit anderen Systemen ist immer auch wichtig. Dadurch bekommt man zumindest optisch auch schon ein Eindruck und kann sich denken, wie sich das System anfĂŒhlt.

ZunĂ€chst einmal der Vergleich mit dem Wii U Gamepad. Von der GrĂ¶ĂŸe her sind beide Teile ungefĂ€hr gleich, nur ist die Switch nochmal dĂŒnner als das Gamepad. DafĂŒr ist es aber auch schwerer. Man muss aber bedenken, dass das Gamepad keine richtige Konsole ist, die Switch schon. Blöderweise liegt die Switch nicht ganz so gut in der Hand wie das Gamepad, da eben jenes ergonomischer geformt ist. Der Grund dafĂŒr dĂŒrfte wohl sein, dass die Switch auch mobil einsetzbar sein soll und das kann sie nicht, wenn sie so dick ist.

Wii U Gamepad und Switch (von oben nach unten)

Optisch erinnert die Switch doch sehr stark an die Playstation Vita und so habe ich mir auch da eine geliehen und optisch verglichen. Die Vita ist ein bisschen kleiner und leichter als die Switch und somit wirklich nur ein Handheld. DafĂŒr hat die Switch natĂŒrlich mehr Leistung. Von der Akkulaufzeit sollten beide in etwa vergleichbar sein, was zeigt, wie weit wir technisch schon sind.

Nintendo Switch und PS Vita (von oben nach unten)

Ein interessantes Detail ist mir dann zu den Cardridges aufgefallen. Die Switch Card ist in etwa genauso groß wie die der PS Vita. Lediglich in der Dicke unterscheiden sie sich. Ansonsten kann man eins fĂŒr das andere halten. Im Vergleich zum 3DS fĂ€llt aber schon auf, dass man den Cards eine Abnehmkur verpasst hat. Wahnsinn, was heutzutage auf so kleinen Raum passt. Was die Dicke angeht, sind sich beide sehr Ă€hnlich. Ach ja, die Cards der Switch schmecken wirklich abscheulich bitter. Als investigativer Journalist muss man das natĂŒrlich auch testen 😛 .

Nun kommen wir final noch einmal zu einem Vergleich der Controller. Im Vergleich zur Wii Mote, sind die Joy-Cons klein, sehr klein. Trotzdem merkt man natĂŒrlich, woher die Controller stammen. Dockt man die Controller in den Grip, so fĂŒhle ich mich persönlich an den Xbox Controller erinnert. Also, Xbox Controller geliehen und siehe da, tatsĂ€chlich. Das Buttonlayout ist sehr, sehr Ă€hnlich. Andererseits gibt es das auch schon vom SNES. Von daher will ich hier niemandem einen Strick draus drehen.

Fazit

Nach meiner anfĂ€nglichen Skepsis, habe ich mich doch ein wenig in die Switch verliebt. Es ist schon cool zu sehen, dass so ein kleines, kompaktes GerĂ€t mehr Leistung hat als eine PS3. Und die PS3 war riesig als sie auf den Markt kam. Nichtsdestotrotz hĂ€ngt jetzt alles an den Spielen und die mĂŒssen zeigen, was sie können. Einen guten Start hat Nintendo auf jeden Fall hingelegt. Hoffen wir mal, dass es so bleibt.

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