ASUS ZenFone 5: Günstiges LTE Smartphone im Test

Asus Zenfone 5 (1)

Das ZenFone 5 war mein erstes Testgerät von ASUS. Da das Gerät eher im Einsteigerbereich anzusiedeln ist, aber trotzdem anständige Hardware bietet, war ich gespannt, welchen Eindruck das Smartphone machen wird. Meine Meinung zum ASUS ZenFone 5 lest ihr in diesem Test.

 

„Das Stylephone mit den exklusiven Extras“ – ASUS

 

Design und Haptik

Asus Zenfone 5 (3)Ich muss sagen, ich war erstmal etwas überrascht, als ich das ZenFone 5 zum ersten mal in der Hand hielt. Es ist wirklich ziemlich groß. Für ein 5 Zoll Smartphone liegt es schon sehr massig in der Hand, dies kann jedoch auch meinen relativ kleinen Händen geschuldet sein. Ansonsten schmeichelt es der Hand, denn die Rückseite ich leicht gewölbt und bietet durch das gummierte Plastik einen festen Griff.

Ja, das gesamte Smartphone besteht aus Plastik, nur die Front besteht aus dem neusten Corning Gorilla Glass 3. Dabei gibt es im wahrsten Sinne des Wortes zwei Kehrseiten der Medaille: Während sich die Rückseite angenehm anfühlte und zwar durchaus keine designtechnische Meisterleistung ist, mir aber trotzdem gefiel, wirkte der Rahmen billig. Auf der Vorderseite besitzt das ZenFone unter den kapazitiven Tasten ein Designelement, das das typische runde Zen-Muster von ASUS besitzt und wie Aluminium wirkt, jedoch ebenfalls aus Plastik besteht. Das gesamte Gehäuse zog übrigens Fusseln wie magisch an.

Asus Zenfone 5 (5)

Auf der rechten Seite des Smartphones befindet sich die Laustärkewippe und der Ein-Aus-Schalter. Beide Knöpfe bestehen aus Metall und sind durchaus gut verarbeitet, nichts wackelt. Der Druckpunkt ist jedoch sehr eigenartig, da man wirklich fest zudrücken muss, um die Tasten zu aktivieren. Ich gab das Handy ein paar anderen Testern in die Hand und auch sie waren von den eigenartigen Druckpunkten überrascht. Mit der Zeit gewöhnte ich mich aber daran.

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Auf der unteren Seite befindet sich der Eigang für den microUSB-Stecker und oben der 3,5mm Klinkenanschluss für Kopfhörer. Auch hier habe ich etwas zu bemängeln, denn die Kopfhörer wollten einfach nicht einrasten. Dauernd hatte ich das Gefühl, ich könnte die Kopfhörer bei jeder Bewegung herausziehen. Am unteren Bildschirmrand befinden sich zum Schluss drei kapazitive Tasten. Hier ist es zwar schade, dass man nicht auf On-Screen-Tasten setzt, doch immerhin befolgt man Googles Richtlinie und verbaut drei Tasten für Zurück, Home und App-Switcher.

 

Hardware und Leistung

Das ASUS ZenFone 5 gibt es in verschiedenen Variationen zu kaufen. Diese unterscheiden sich nur in ihrem Arbeitsspeicher, internen Speicher, der Konnektivität und natürlich auch in ihrem Preis. Für 199€ geht es im ASUS Shop los mit 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internen Speicher. Für einen Aufpreis von 80€ erhält man zusätzlich LTE. Dazwischen gibt es noch eine Version für 259€, die zwar LTE, jedoch nur 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB internen Speicher besitzt. Mein Testgerät kam in eben dieser Version zu mir.

Des weiteren rennt in dem Smartphone ein Qualcomm Snapdragon 400 Quad Core Prozessor mit 1,2 GHz, das 5 Zoll große IPS+-Display besitzt eine Auflösung 1280 x 720 Pixeln, die Rückseitige Kamera besitzt 8 Megapixel, die Frontkamera 2 Megapixel, der interne Speicher ist durch eine microSD-Karte erweiterbar und der Akku 2110 mAh groß.

Obwohl der Akku im Vergleich zu anderen Smartphones in der Größenordnung wirklich sehr klein geraten ist, war das ZenFone ziemlich ausdauernd. Mein Testgerät vor dem ASUS ZenFone, das Huawei Ascend P7, besaß ebenfalls ein 5 Zoll Display, jedoch war der Akku mit 2500 mAh viel größer dimensioniert. Trotzdem erzielte ich mit dem ZenFone 5 zum Teil sogar noch längere Laufzeiten! An einem normalen Uni Tag, den mein Handy fast 15 Stunden lang ohne Ladekabel überstehen muss, hatte das Smartphone nach knapp vier Stunden Display-On-Zeit immer noch einen Restakku von 13%! Ich habe das Gerät im gesamten Testzeitraum kein einziges Mal vollständig leer bekommen und musste mir nie Sorgen mache, dass der Akku wohl nicht mehr reichen wird. Meine Begeisterung rührt da her, dass ich mein Handy sowieso jeden Abend lade und ich nur über den Tag kommen muss. Diesen Ansprüchen genügt das ZenFone 5 voll und ganz.

Asus Zenfone 5 Akku

Beim Display muss man leider etwas Abstriche machen, was jedoch bei dem Preis trotzdem in Ordnung geht. Es ist nicht laminiert, d.h. es besteht eine Lücke zwischen Displaypanel und Glas, weshalb die Lesbarkeit im Freien nicht ganz so gut ist. In diesem Fall muss man die Helligkeit einfach etwas höher regeln. Das Display ist ausreichend hell und die Farben stimmen. Es hat mich nicht umgehauen, aber ich konnte mich auch nicht beklagen. Durch die HD Auflösung ergibt sich auf dem 5 Zoll Display eine Pixeldichte von 294 ppi. Ich muss zugeben, dass mir die geringe Auflösung absolut nicht aufgefallen ist, obwohl ich vor dem Testgerät ein Smartphone mit FullHD Auflösung besaß.

Der Qualcomm Snapdragon 400 Quad Core Prozessor verichtet ausgezeichnete Dienste. Obwohl es sich um einen Mittelklasse Prozessor handelt ruckelte es bei mir in keinem Fall, es gab keine Lags und nie gerat das Gerät ins Stocken. Ich benutze jedoch Smartphones generell nur für einfache Apps, wie WhatsApp, Gmail, Facebook usw. Spiele findet man bei mir keine, deshalb kann ich darüber keine Aussage treffen. Doch selbst wenn hier der Prozessor schwächeln sollte: Lieber spiele ich auf meinem Tablet und erhalte dafür eine ausgezeichnete Akkulaufzeit als anders herum.

Die Kamera überzeugte mich leider nicht besonders. Zwar werden die Bilder bei guten Lichtverhältnissen schön hell, jedoch verwaschen auch hier die Farben sehr stark, wenn man später das Bild vergrößert. Im Dunkeln ist die Verschlusszeit zudem so lang, dass Objekte sehr leicht unscharf werden und verwackeln. Aber macht euch selbst ein Bild:

Die Frontkamera ist leider auch nur durchschnittlich. Hier ist mir aufgefallen, dass der Weitwinkel sehr klein ist und man den Arm sehr weit wegstrecken muss, um ein passendes Bild zu schießen.

 

Software

Wie auch bei der Verarbeitung bin ich bei der Bewertung der Software gespaltener Meinung. Mag sein, dass man dem Käufer eines ASUS ZenFone 5 möglichste viele Apps wie Do it Later, What’s Next, Remote Link, Browser, Share Link, Quick Memo, eigener Messaging Service usw. von Anfang anbieten möchte, damit ein Einsteiger sofort mit der Nutzung des Smartphones loslegen kann. Vielleicht ist das für die einen praktisch, für mich ist es jedoch einfach nur nervig, denn dadurch wird der sowieso schon knappe Speicher unnötig durch Apps belegt, die ich sowieso nicht verwende. Die Apps lassen sich nämlich nicht deinstallieren.

Ansonsten findet man auf dem ZenFone das typische Android vor. Es gibt einen Homescreen, auf den man Widgets und Apps ablegen kann und einen App Drawer, in dem man sämtliche Apps vorfindet.

ASUS hebt sich jedoch nicht nur durch die mitgelieferten Apps, sondern auch durch ein deutlich bunteres User Interface von den anderen Herstellern ab. Mit Android 4.4 KitKat können Entwickler nun auch die Farbe der Statusleiste bestimmen und das nutzt ASUS voll und ganz aus. In den meisten Apps besitzt die Statusleiste dieselbe Farbe wie die App selbst. Dadurch ähnelt die UI der von HTC, wirkt dabei aber nicht ganz so erwachsen.

Über die Leistung habe ich schon geschrieben. Alles ist sehr flüssig und man bemerkt absolut nicht, dass man kein High-End Smartphone in der Hand hält.

 

Fazit

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Die Bewertung des ASUS ZenFone 5 fällt mir deutlich schwerer, als ich gedacht hätte. Zum einen ist es nicht so toll verarbeitet, die Kamera ist nur befriedigend und die Software überladen. Zum anderen liefert ASUS aber ein super Einsteigersmartphone mit solider Hardware und einer tollen Akkulaufzeit, denn beachtet man den günstigen Preis, lassen sich zumindest die Verarbeitung und Kamera relativieren. Vor allem Nutzer, die ein günstiges Smartphone mit LTE suchen, finden hier kein schlechtes Gerät. Benötigt man kein LTE, kommt man sogar noch günstiger weg. In jedem Fall würde ich aber die Ausgabe mit 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internen Speicher empfehlen. Wie bei allen Smartphones in dieser Preisklasse wird das Moto G (2014) von Motorola als Vergleichskandidat herangezogen. Die Version des ZenFone 5 ohne LTE und das Moto G kosten beide 199€, das ZenFone ist jedoch besser ausgestattet. Mit dem Moto G erhält man dafür pures Android und ein meiner Meinung nach besseres Nutzererlebnis. Ist man jedoch auf LTE angewiesen, fällt das Moto G als Konkurrent weg und das ASUS ZenFone 5 ist definitiv keine schlechte Wahl.

 

Das ASUS ZenFone 5 erhält im geekSTR.de Ranking durchschnittlich 3,4 von insgesamt 5 möglichen Punkten.

Bewertung ASUS ZenFone 5

Leon

Schon seit längerer Zeit verfolge ich Nachrichten rund um die Welt der Smartphones. Jedoch interessiere ich mich auch für alle anderen technischen Neuheiten. Ich spiele gerne Tennis, liebe Serien und studiere Wirtschaftsinformatik.

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1 Antwort

  1. 22. Juni 2015

    […] gut. Ich muss sogar sagen, dass mich das Display überrascht hat, vor allem wenn ich es mit einem Asus Zenfone 5 oder anderem günstigen Smartphone der letzten Jahre […]

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