Honor Play – Budget Smartphone für mobiles Gaming im Test

Im Rahmen der IFA Anfang September hat Honor ein neues Smartphone auf den Markt gebracht. Dieses ist vollgepackt mit guter Hardware, kommt zu einem echten Kampfpreis und ist auf mobiles Gaming optimiert. Ob das Konzept funktioniert und wie mir das Honor Play gefällt, erfahrt ihr im Testbericht.

Das Honor Play. Honor und Huawei stampfen mal wieder eine Produktlinie aus dem Boden. Zielgruppe des Honor Play: Junge Menschen mit einer Affinität zum Zocken auf dem Smartphone. Dazu benötigt man einiges an Leistung, auch wenn es ‘nur’ Smartphone-Spiele sind. Spiele wie PUBG, Fortnite und Pokemon Go fressen einiges an Ressourcen und sind höchst anspruchsvoll. Da man sich aber vor allem an junge Personen richtet, darf das Smartphone nicht allzu teuer sein.

Deshalb setzt Honor für das Play vor allem etwas ältere Flaggschiff-Technologie ein und nicht ganz das Neuste vom Neusten. Konkret bedeutet das:

  • Kirin 970 Prozessor
  • Octa-Core CPU mit 4x 2,4 GHz und 4x 1,8 GHz
  • 4GB Arbeitsspeicher
  • 3750 mAh Akku
  • 6,3 Zoll Full HD+ Display mit 2.340 x 1.080 Pixeln

Design und Verarbeitung des Honor Play

Das Honor Play wirkt für seine Preis-Kategorie extrem hochwertig. Das Gehäuse besteht zum größten Teil aus kühlem Metall. Das verleiht dem Play eine hochpreisige Haptik und ein wertiges Gewicht.

Insgesamt ist das Honor Play in drei Farben erhältlich. Schwarz, Blau und, die im Bericht getestete Version, Violett. Zusätzlich gibt es noch zwei sogenannte „Player Edition“. Diese verfügt über eine gefräste und gemusterte Rückseite. Farblich sind die Geräte in dieser Sonderversion entweder Schwarz mit roten Akzenten oder Rot mit Schwarzen Akzenten. Optisch auf jeden Fall sehr ansprechend.

Persönlich gefällt mir die Rückseite aus Metall sehr gut. Das verhindert zwar Wireless Charging, macht das Gerät aber gleichzeitig auch deutlich robuster. Außerdem dient das Metall Gehäuse zur besseren Abführung der Wärme, welche im Prozessor beim Zocken entsteht.

Hardware des Honor Play

Hardwareseitig verfügt das Honor Gaming Smartphone über beeindruckende Hardware. Das Herz des Gerätes bildet der starke Kirin 970 Prozessor. Dieser wurde mit dem Huawei P20 Pro eingeführt. Er ist eigentlich erst ein halbes Jahr alt und zum Zeitpunkt der Ankündigung des Honor Play der stärkste Prozessor der Mutter-Firma Huawei.

Zusätzlich gibt es noch 4 GB RAM Arbeitsspeicher. Intern sind 64 GB Speicher verbaut. Dieser lässt sich allerdings problemlos mit einer microSD Karte erweitern.

In Sachen Hardware und Leistung habe ich mich beim Test des Honor Play vor allem aufs Zocken konzentriert. Zum größten Teil hier PUBG, da Honor hier in dem Fall mit den Entwicklern kooperiert. Aber auch Pokemon Go und Asphalt waren mit dabei. Und ich muss sagen: Die Performance ist beeindruckend. Wenn man sich vor Augen hält, was dieses Smartphone kostet und dann leistet… 

Die Frames sind stets relativ hoch und stabil, das Smartphone wird nicht übertrieben heiß und Dank des gigantischen Displays ist trotz Finger davor viel zu erkennen. Zum Display aber gleich noch mehr.

Die gute Performance hat aber auch noch eine andere Ursache. Das Honor Play verfügt, wie einige andere Huawei und Honor Smartphones auch, über einen GPU Turbo. Der GPU Turbo ist ein Software-Feature welches die Grafikberechnung optimiert. Das funktioniert generell bei allen Spielen, allerdings noch besser, wenn die Entwickler dieses Feature supporten. Und hier schließt sich der Kreis wieder mit PUBG Mobile.

Display des Honor Play

Um unterwegs auch entspannt und gut Zocken zu können braucht man ein hochwertiges und vor allem großes Display. Auch hierauf hat Honor geachtet und ein 6,3 Zoll Display verbaut. Wie aktuell üblich verfügt auch das Honor Play über einen Einschnitt im Display für die Frontkamera und die Sensoren.

Im Alltag gefiel mir der Bildschirm eigentlich relativ gut. Nur bei Sonnenschein stieß das Display schnell an seine Grenzen. Bei direkter Lichteinstrahlung ist der Inhalt nur sehr schwer abzulesen. Honor hat hier auf ein LCD und nicht auf ein AMOLED Panel gesetzt. Vermutlich auch eine Preisfrage.

Kamera des Honor Play

Der größte Schwachpunkt des Honor Play ist die Kamera und da sind sich fast alle Tester einig. Für gelegentliche Schnappschüsse mag die Kamera eventuell ausreichen, für mehr aber auch nicht.

Auf der Rückseite gibt es eine Dual-Kamera mit 16 und 2 Megapixeln. Hier einige Beispiel-Bilder welche ich während des Tests aufgenommen habe:

Wie auch beim Honor 10 setzt man hier auf den AI-Fotomodus mit Szenen- und Objekterkennung. Das Honor Play weiß also welche Umgebung aufgenommen wird und passt die Einstellungen entsprechend an.

Das Ergebnis ist häufig allerdings eher mau. Völlig überdrehte Farben und Sättigung sind hier fast Standard. Für bessere Fotos sollte man hier meiner Meinung nach den AI-Modus deaktivieren. Das ist aber glücklicherweise auch nachträglich noch möglich.

Fazit zum Honor Play

Mit dem Honor Play wagt man einen ersten Schritt in das noch relativ junge Segment der Gaming-Smartphones. Honor ist ein guter Kompromiss zwischen Highend Leistung und Budget Preis gelungen. Für ca. 330 € bekommt man mit dem Honor Play wirklich sensationell gute Hardware und eine klasse Performance für Spiele. Bei der Kamera ist allerdings werden dann Abstriche gemacht. Völlig zurecht, da der Hauptfokus des Smartphones auf einem anderen Bereich liegt.

Vor allem für junge Leute die Spaß an langem und performantem Zocken von PUBG, Fortnite, Pokemon GO usw. haben kann ich das Honor Play empfehlen. Dank Honor muss man nicht zwingend zum Razer Phone oder ASUS R.O.G Phone greifen.

Das Honor Play gibt es ab einer UVP von von 329,00 € unter anderem auch bei Amazon.de*.

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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