LG G Flex – Das Curved Smartphone im Test

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Das LG G Flex ist ein sehr unkonventionelles Smartphone.  LG probiert Vieles und erschafft dadurch ein einzigartiges Smartphone. In wieweit sich das LG G Flex von normalen Smartphones unterscheidet zeigt unsere Review.

“Das erste geschwungene Smartphone von LG” – LG Mobile

LGs innovatives Smartphone hat neben einem gebogenem Display und Akku, eine selbstheilende Rückseite. Außerdem ist es ganze 6 Zoll groß und der Akku hält sehr lange. Das ganze hört sich ziemlich gut an, aber es gibt auch einige große Mankos.

Samsung hat bereits zwei Monate vor der Präsentation des LG G Flex das Samsung Galaxy Round vorgestellt. Dieses hat ebenfalls ein gebogenes Display, jedoch ist dies an der vertikalen Achse gebogen. Flexibel ist dieses aber nicht.

 

Das Display

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Dies ist wohl das Spannendste am G Flex. Das Smartphone von LG hat ein 6 Zoll HD Display mit OLED Technologie. Die Auflösung ist mit 1.280 x 720 Pixeln und einer Pixeldichte von 245 ppi vergleichsweise gering. Aufgrund des gebogenen Displays ist keine höhere Auflösung möglich. Bei näherem Betrachten kann man eine leichte Körnung und auch Pixel erkennen. Die Körnung des Displays entsteht durch die OLED Technologie. Durch diese wurde das dünnste, bisher erhältliche Display in einem Smartphone ermöglicht.

Leider kann man so im Hintergrund das Panel erkennen, welches eine Struktur aufweist. Bei sehr hellen Bildschirminhalten kann man diese gut erkennen und dies stört ziemlich. Anscheinend muss man für ein gebogenen Bildschirm einige Opfer in Kauf nehmen.

Die Helligkeit des Bildschirms ist in Ordnung und die Blickwinkel sind stabil. Auch die Reflektion hält sich in Grenzen und somit ist der Inhalt des Bildschirms auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut erkennbar.

Kratzfest ist es leider auch nicht, da hier kein Gorilla Glas verbaut wurde. Dies ist ebenfalls nur bei flachen Geräten möglich. So dürfte das Gerät ziemlich anfällig für Gebrauchsspuren sein und eine Displayfolie ist zu empfehlen.

 

Die Krümmung

Durch das gebogene Display liegt das Gerät trotz der enormen Größe gut in der Hand. Mit einer Hand lässt es sich jedoch nicht bedienen. Dazu ist das G Flex einfach zu groß. Auch passt das Smartphone durch die Beugung angenehm in eine Hosentasche und schmiegt sich an den Oberschenkel.

Ein weiterer Vorteil der Beugung soll beim Telefonieren auftreten. Das Mikrofon soll deutlich näher am Mund liegen, als bei einem geraden Gerät. Dies soll die Sprachqualität beim Telefonieren verbessern.

LG begründet das gebogene Display durch ein besseres Erlebnis beim Film schauen und Fotos betrachten. So soll jeder Punkt des Displays die selbe Entfernung vom Auge haben. Tatsächlich viel mir dies ab und an im Alltag auf. Vor allem beim Lesen von Texten war die Krümmung gut. Auch das Scrollen fühlt sich deutlich natürlicher an.

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Das G Flex verdankt seinen Namen seiner Flexibilität. Man kann das Display flach auf den Tisch drücken. Um das Gerät flach zu bekommen, benötigt man ca. 1,5 kg Gewicht. Nach dem Entfernen des Gewichts biegt sich das Gerät wieder in die Ausgangsform zurück. LG warnt jedoch, dass die Verformung nur in eine Richtung möglich ist und man das Gerät nur begrenzt oft Biegen kann.

Diese Fähigkeit soll bspw. bei einem Sturz die Energie besser absorbieren (ähnlich wie die Knautsch Zone eines Autos) und so allzu große Schäden verhindern.

Wenn das LG G Flex mit dem Rücken auf dem Tisch liegt wackelt es nicht. Die an der Rückseite befestigten Lautstärke Buttons stabilisieren das Smartphone auf einer horizontalen Oberfläche.

 

Die Rückseite

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Wie beim G2, hat LG die Hardware Buttons an der Rückseite des G Flex, direkt unter der Kamera, angebracht. Ich finde die Positionierung teilweise etwas unglücklich. Das Bedienen der Lautstärke Buttons am Rücken des G Flex funktioniert einwandfrei. Doch der Power Button ist dort etwas deplatziert. Wenn das G Flex auf der Rückseite liegt oder sich in der Hosentasche befindet, wird der Power Button oft versehentlich betätigt. Ich finde es trotzdem eine innovative Idee und eine interessante Alternative zur Standard Platzierung. Intuitiv ist sie auf jeden Fall, auch wenn es zu Beginn etwas “komisch” wirkt.

Neben der Kamera befinden sich noch ein LED Blitz für Fotos und Videos und ein Infrarot Sender zum Bedienen von Fernsehern, Klimaanlagen… via der App QuickRemote.

Das zweite besondere Feature, welches LG neben dem gebogenen Display verbaut hat, ist die “selbstheilende” Rückseite des LG G Flex. Die Rückseite ist mit sogenanntem Polyrotaxan beschichtet. Dieser Lack soll kleine Kratzer ausgleichen können um so die Rückseite länger “neu” zu halten.

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Wir haben dieses Feature getestet und waren überrascht, dass dies wirklich geklappt hat. Mit einer Schere haben wir einen kleinen Kratzer auf der Rückseite verursacht. Nach ca. 5 Minuten war dieser restlos verschwunden. Größere Kratzer können jedoch nicht “geheilt” werden. Dies belegt unser Testgerät, welches wir mit einigen großen Kratzern erhalten haben. Nützlich ist dieses Feature aber auf jeden Fall.

 

Die Hardware

Screenshot_2014-03-05-14-22-31Im Inneren des LG G Flex werkelt ein Snapdragon 800 Prozessor. Bis vor kurzem war dies noch der leistungsstärkste Smartphone Prozessor. Doch inzwischen gibt es den Nachfolger, den Snapdragon 801. Der Snapdragon 800 ist eine Quad-Core CPU mit einer Taktrate von 2,27 GHz und Adreno 330 GPU. Dieser wird unterstützt von 2 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Der interne Speicher ist 32 Gigabyte groß. Nach dem ersten Start stehen jedoch nur 24 Gigabyte zur Verfügung. Die Software Features, welche LG hinzugefügt hat, fressen also ganz schön viel Speicherplatz. Eine Erweiterung via Micro SD ist nicht möglich.

Im Antutu Benchmark belegt das LG G Flex momentan den ersten Rang. Es befindet sich vor dem Samsung Galaxy Note 2 und schlägt dieses in allen Bereichen. (siehe Galerie)

Das G Flex ist LTE fähig, einen Bluetooth 4.0 Chip, GPS und natürlich NFC.

 

 

Die Kamera

LG hat, wie üblich. zwei Kameras im Smartphone verbaut. Eine Front Kamera und ein Rear Kamera. Die Front Kamera hat ein Auflösung von 2,1 Megapixel. Das ist wenig spektakulär und inzwischen eigentlich Standard.

Die Kamera auf der Rückseite des LG G Flex ist schon deutlich interessanter. Sie hat eine Auflösung von 13 Megapixel.  Die Qualität der Bilder ist auch bei schwachem Licht immer noch gut. Doch den wirklichen Mehrwert bringt die Kamera App von LG. CAM00017

Die App ermöglicht zum Beispiel HDR, Panorama, Sport und Beauty Aufnahmen. Des weiteren kann man Fotos bzw. Videos mit beiden Kameras gleichzeitig aufnehmen.

Videos werden mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln aufnehmen. In Kürze soll es ein Update geben, welches das Aufnehmen von 4K Videos ermöglicht.

 

Der Akku

Der Akku des LG G Flex ist fest in das Gehäuse verbaut und lässt sich somit nicht tauschen. Er ist, wie das restliche Gerät auch, gekrümmt. Mit 3.500 mAh ist der Akku ziemlich groß. Die Akkulaufzeit ist dementsprechend lang. Nach einem Tag mit hoher Benutzung (Video, Nachrichten, Browsen, Spielen) hatte das LG G Flex immer noch eine Akkuladung von 62 %.  Das Gerät hält also ohne Probleme 48h ohne Steckdose durch und dies trotz des riesigen Bildschirms. Ziemlich beeindruckend.

 

Die Software

Auf dem G Flex läuft Android 4.2.2 JellyBean mit einer LG Oberfläche. Ein Update auf Android 4.4 KitKat soll noch in der ersten Hälfte diesen Jahres erscheinen. Durch die Software, welche LG hinzufügt, erhält das G Flex einige sehr nützliche Features.

LG hat einen Gästemodus hinzugefügt, welcher das Ausblenden gewählter Apps ermöglicht, wenn ein Gast das Gerät bedient. Mit der App QuickMemo lassen sich Screenshots aufzeichnen und mit bspw. einem Text oder einer Markierung versehen. Die Applikation QuickRemote ermöglicht es mit dem Infrarot Sender TVs, Stereoanlagen und Beamer zu bedienen.

Ein weiteres Software Feature ermöglich das Ein- und Ausschalten des Bildschirm mit zwei Berührungen des Displays. So muss man nicht den On/Off Button auf der Rückseite betätigen. Eine sehr sinnvolle Erweiterung.

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Mit den QSlide Anwendungn kann man mehrere Apps auf einmal verwenden. Man kann zum Beispiel gleichzeitig eine E-Mail schreiben und im Internet surfen. Auch dies ist ziemlich praktisch.

 

Das Fazit

Alles in allem ist das LG G Flex ein sehr innovatives und interessantes Gerät, welches viel Spaß macht. Es hat jedoch deutliche Schwächen. Vor allem beim Display. Die Krümmung unterstützt das Gerät eher unbewusst und macht einiges angenehmer. Die Größe wirkt jedoch auf viele Nutzer abschreckend und wäre mir persönlich auch zu Groß.

Das G Flex ist zur Zeit für 595 € bei Amazon.de erhältlich und bietet für diesen Betrag einiges. Für den Durchschnittlichen Smartphone Benutzer ist dieses Gerät jedoch nicht gedacht / geeignet.

Wie findet ihr das Konzept und die innovativen Features des LG G Flex? Schreibt doch bitte eure Meinung in die Kommentare!

 

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Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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9 Antworten

  1. Paul Blart sagt:

    Sehr cooles Gerät. Aber mit 6 Zoll doch ein bisschen arg Groß.

  1. 19. März 2014

    […] auch schon beim LG G Flex befinden sich die Hardware Buttons auf der Rückseite des Gerätes.  Die Lautstärke Knöpfe und […]

  2. 26. März 2014

    […] Weitere Informationen findet ihr auch in unserem Testbericht zum LG G Flex. […]

  3. 15. Mai 2014

    […] Seite oder die Front des Gerätes setzt. Wie schon beim LG G2 (zum Test) und auch beim LG G Flex (zum Test) befinden sich die Hardware Buttons auf der Rückseite des Gerätes. Hier sind der Power Button und […]

  4. 16. Juni 2014

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