LG G4 mit Leder Cover im Test

LGG4Test_01Das LG G4 ist meiner Meinung nach aktuell das beste Smartphone des Jahres. Warum ich das LG G4 so großartig finde und warum es die Konkurrenz von Apple, Samsung, Sony und HTC in den Schatten stellt, erfahrt ihr hier, im Testbericht.

[adrotate banner=”4″]

Design und Haptik

LGG4Test_08

Mit dem Schwärmen kann ich direkt beim ersten Punkt beginnen. Das LG G4 sieht großartig aus, vor allem mit der Lederrückseite. Ohne die Lederrückseite würde das Gerät vermutlich nur halb so viel hermachen wie mit. Zwar war das LG G3 (zum Test) schon ein relativ schickes Gerät, allerdings sah es mit dem Plastik deutlich “billiger” aus. An das Premium Design eines iPhone 6, HTC One M9 (zum Test) oder Samsung Galaxy S6 (zum Test) kommt das G4 zwar nicht ganz heran, aber dennoch ist es ein echter Hingucker.

Dazu trägt auch das leicht geschwungene Design bei. Das gesamte Smartphone ist auch insgesamt leicht gebogen, lange nicht so stark wie beispielsweise das G Flex, aber die Beugung ist doch erkennbar. Das merkt man vor allem wenn man das Gerät in der Hand hält. Damit wären wir schon beim zweiten Punkt, der Haptik. Durch die vertikale und horizontale Krümmung liegt das LG G4 sehr angenehm in der Hand, es fühlt sich sehr natürlich an. Auch schafft LG es das G4 recht kompakt zu gestalten, trotz des eigentlich großen Displays. Allerdings wirkt sich die Beugung auch negativ aus. Das Smartphone wackelt sehr, wenn es auf dem Tisch liegt und kann dann kaum noch mit einer Hand bedient werden.

Die Buttons sind alle gut erreichbar, dies liegt aber vor allem daran, dass sie sich auf der Rückseite des Gerätes befinden. Für mich ist das bei LG Geräten mittlerweile normal, Nutzer, die noch nie ein LG Smartphone in der Hand hatten, brauchen eventuell eine Eingewöhnungsphase mit den Bedienelementen auf der Rückseite. Diese stören mich eigentlich nur bei einer Funktion, der Aufnahme von Screenshots. Hier ist es wirklich schwer zwei Knöpfe gleichzeitig zu drücken und dann auch noch die richtigen zu erwischen. Dennoch gefällt mir die Aufteilung der Knöpfe insgesamt sehr gut.

 

Hardware und Leistung

LGG4Test_05

Das LG G4 ist eines der wenigen wenn nicht sogar das einzige Flaggschiff Smartphone, welches dieses Jahr keinen Octa-Core bekommen hat. Nutzer des LG G4 müssen sich leider mit “nur” sechs Kernen begnügen. Aufgrund des Qualcomm Skandals mit dem Snapdragon 810 und der Wärmeentwicklung, hat man sich bei LG für den etwas neueren Qualcomm Snapdragon 808 Hexa-Core Prozessor entschieden. Dieser taktet mit 4 x 1,4 GHz und 2 x 1,8 GHz pro Kern. Außerdem ist der Snapdragon 808 Prozessor noch Quick Charge 2.0 fähig, dazu aber später noch etwas mehr.

Als Arbeitsspeicher hat das LG G4 3 GB RAM erhalten, der interne Speicher beträgt 32 GB. Dieser kann über eine micro SD Karte um ganze 2 TB erweitert werden. Das sollte auf jeden Fall für viele Stunden Musik, Filme und Bilder ausreichen.

Die Performance ist, trotz des etwas schwächeren Prozessors, ziemlich gut. Ich konnte während der Testphase eigentlich keinen Ruckler feststellen, egal ob beim Zocken, auf der Systemoberfläche oder beim Videos schauen.

 

Display

LGG4Test_07

Als Bildschirm kommt im LG G4 ein 5,5 Zoll Quad HD IPS Quantum Display zum Einsatz. Dieses beherrscht die neue Quantum Displaytechnologie, welche für eine sehr kräftige, aber dennoch authentische Farbgebung sorgt. Quad HD impliziert eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln.

Die Spezifikationen hören sich nicht nur gut in der Theorie an, auch in der Praxis im Alltag können diese überzeugen. Das Display ist sehr hell und die Farben dank der Quantum Technologie sehr kräftig. Die Farbgebung kommt sogar fast an die eines AMOLED Displays heran, allerdings erkennt man dann beim Schwarzwert wieder die Unterschiede. Außerdem ist der Bildschirm auch noch Blickwinkel stabil und auch bei direkter Sonneneinstrahlung ließ sich der Inhalt auf dem Bildschirm noch gut ablesen.

Zusätzlich lässt sich noch festhalten, dass auch das Display eine geringe Wölbung aufweist. Insgesamt ist das Display also sehr solide, verfügt allerdings über kein besonderes Features oder Alleinstellungsmerkmal.

 

Akku

LGG4Test_06

Auch über den Akku gibt es wenig zu meckern. Mit 3.000 mAh verfügt dieser über eine angemessene Größe und reicht locker über den Tag. In der Regel kam ich bei einer durchschnittlichen Nutzungsrate auf ungefähr 3,5 Stunden Screen On Time und eine Akkulaufzeit von 20 – 24 Stunden. Da ich dann damit allerdings nicht mehr über den nächsten Tag kam, habe ich das LG G4 trotzdem über die Nacht aufgeladen. Allerdings wurde es abends nie knapp mit dem Akku, was ein sehr gutes und beruhigendes Gefühl war.

Zusätzlich ist das G4, wie eingangs bereits erwähnt, Quick Charge 2.0 fähig. Diese Feature erhält das Smartphone vom Qualcomm SOC, verlangt allerdings einen speziellen Quick Charge Netzstecker. Dieser ist separat erhältlich und im Lieferumfang leider nicht inbegriffen.

Hinzu kommt, das beim LG G4 ein wechselbarer Akku verwendet wird. Trotz des schicken Designs schafft es LG den Akku austauschbar zu lassen. Dicker Pluspunkt dafür!

 

Kamera

LGG4Test_03

Die Kamera hat LG dieses Jahr besonders gut hinbekommen, so dass sie sogar aus dem Gesamtpaket ein wenig heraus sticht. Mit einer Auflösung von 16 Megapixeln, einem Bildstabilisator und einer Blende von f/1,8 ist die Kamera wirklich gut geworden. In unserem Kamera vergleich schlug sie damit auch die Konkurrenz. Zu Unterstützung verfügt das LG G4 noch über einen LED Blitz, einen Farbspektrumsensor und einen Laser Autofokus, welche die Kamera zusätzlich unterstützen. Zusätzlich sollte noch erwähnt werden, dass LG es schafft den Bildstabilisator im Gehäuse unterzubringen, was deutlich ästhetischer aussieht als die “Kamerawulst” beim iPhone 6 und beim Galaxy S6.

Vor allem in der Dämmerung, also bei wenig Licht, kann das LG G4 dank der lichtstarken Blende überzeugen. Durch die große Blende muss das Smartphone weniger lange belichten um ausreichend Licht auf den Sensor bekommen, so verwackeln die Bilder auch weniger. Selbstverständlich waren auch die Bilder bei ausreichend Licht ziemlich gut. Aber auch die Ergebnisse des HDR Modus haben mich beeindruckt. Etwas negativ fiel die etwas zu kräftige Farbgebung und die manchmal detailarmen Ausschnitte auf.

Zum besseren Eindruck habe ich eine kleine Gallerie mit Bildern des LG G4 erstellt:

Außerdem verfügt die Hauptkamera noch über die Möglichkeit 4K Videos aufzunehmen. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen und beim Autofahren auch gleich mal ausprobiert. Zusätzlich war diese Autofahrt auch eine kleine Feuerprobe für den Bildstabilisator:

Die Frontkamera des LG G4 löst mit 8 Megapixeln auf, ist also für Full HD Videotelefonie und knackige Selfies auf jeden Fall geeignet.

 

Software

LGG4Test_10

Zur Software des LG G4 gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu sagen. Zum Einsatz kommt Android 5.1 mit der LG UI, Anpassungen haben also stattgefunden. Veränderungen zur Stock ROM findet man bei LG vor allem in Sachen Design. Nahezu alle Icons wurden ausgetauscht und durch eine Art “Flat Design” ersetzt. Persönlich finde ich allerdings das Material Design deutlich schöner.

Funktionen sind kaum hinzugekommen und auch die Anzahl der vorinstallierten Apps hält sich in Grenzen, was ich überaus befürworte. Eine prägnante und ziemlich coole Softwarefunktion ist er LG Knock Code, welcher seit dem LG G3 in nahezu jedem LG Smartphone verbaut wird. Durch das klopfen eines bestimmten Codes auf das Display lässt sich so das Handy entsperren. Insgesamt bleibt das Betriebssystem aufgrund der fehlenden übermäßigen Bloatware schön schlank und flüssig, was für die Nutzer sehr dankbar ist.

 

Fazit

LGG4Test_04

Insgesamt bestätigt sich meine Aussage vom Anfang also und ich bleibe dabei: Das LG G4 ist das bisher beste Smartphone des Jahres. Zwar gibt es keine großen Innovationen wie ein Edge Display, einen Fingerabdrucksensor oder ein 8K Display, aber das braucht es auch gar nicht. Das LG G4 ist in allen Belangen im Bereich der Spitze zu finden, egal ob Display, Kamera, Akku oder Design und leistet sich keine Fehler. Zusätzlich ist das LG G4 auch noch eines der günstigeren Flaggschiff Geräte, was mich dazu veranlasst eine klare Kaufempfehlung aus zu sprechen.

LGG4Test_02

LG G4

ab 529,00 €
8.9

Design

8.5/10

Display

9.5/10

Hardware

9.0/10

Software

8.5/10

Akku

9.0/10

Pros

  • Hervorragende Kamera
  • Gutes Display
  • Schickes Design (Leder Cover)
  • Großer und wechselbarer Akku
  • Leistungsstarke Hardware

Cons

  • Schwer auf einem Tisch zu bedienen

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

Das könnte Dich auch interessieren …

4 Antworten

  1. 26. August 2015

    […] Laut Android Authority stammen die Spezifikationen allesamt von einem Prototypen des Nexus 5 von LG. Wenn ich mir so die Spezifikationen durchlese, erinnern mich diese sehr an das LG G4 (zum Testbericht). […]

  2. 28. September 2015

    […] ein leistungsstarker Qualcomm Snapdragon 808 Hexa-Core Prozessor, den wir bereits aus dem LG G4 (zum Testbericht) und weiteren Flaggschiff Smartphones kennen. Dieser taktet mit sechsmal 1,8 GHz. Als […]

  3. 4. Februar 2016

    […] LG G4 mit Leder Cover im Test […]

  4. 19. Februar 2016

    […] der großen Mobilfunkmesse vertreten. Zumindest nicht mit einem Flaggschiff Smartphone. Das LG G4 (zum Testbericht) wurde beispielsweise erst Ende April […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.