Moto E – Der Einsteiger Androide im Test

Mit dem Moto E hat Motorola vor kurzem ein sehr günstiges Einsteiger Smartphone vorgestellt. Preislich siedelt es sich deutlich unterhalb des Moto G an. Diese Einsparungen sind bei der Hardware zu spüren. Wie sehr man dies spürt und ob es sich lohnt die Differenz zum Moto G einzusparen, erfahrt ihr in unserem Test zum Moto E.

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“Geschaffen, um zu bestehen. Bezahlbar für alle.” – Motorola

 

Design und Haptik

MotoE_2Vom Aussehen ähnelt das Moto E sehr dem großen Bruder, dem Moto G (zum Test). Leider fühlt es sich um einiges dicker und schwerer an. Dennoch liegt das Gerät angenehm und weich in der Hand. Die Rückseite ist gewölbt und mit einem gummiartigem Material überzogen. Dieses fühlt sich sehr warm an und schmeichelt der Hand. Alle Kanten sind abgerundet. Das Smartphone hat die perfekte Größe um mit einer Hand bedient zu werden. Alle Tasten sind bequem mit dem Daumen zu erreichen. Das Design ist gut geplant und auch umgesetzt. Für eine so günstiges Smartphone sieht es hochwertig aus und fühlt sich auch so an. In diesem Punkt überzeugt das Moto E.

 

Hardware und Leistung

Screenshot_2014-06-02-22-22-03In puncto Hardware zeigen sich dann die ersten Schwächen des Motorola Moto E. Der Bildschirm des Moto E hat 4,3 Zoll und 540 auf 960 Pixel. Das ergibt 256 ppi. Geschützt wird das Display durch das Corning Gorilla Glass 3. Das günstige Smartphone ist mit einem Qualcomm Snapdragon 200 Dual-Core Prozessor ausgestattet. Die CPU taktet mit 1,7 GHz pro Kern. Mit dem Prozessor kommt außerdem noch eine Adreno 302 Grafikeinheit mit einem Kern und 400 MHz. Der Arbeitsspeicher ist mit 1 GB RAM sehr knapp bestückt. Dies macht sich häufig in der Performance bemerkbar. Beim Scrollen im Browser muss das Moto E häufig nachladen und es stockt häufig. Trotzdem ist die Hardware stärker als die der meisten Einsteiger Smartphones und dank der neusten Android Version, Android 4.4 KitKat, laufen die meisten Apps flüssig. Anspruchsvolle 3D Games sind mit dem Moto E jedoch unmöglich zu spielen.

Im Antutu Benchmark erreicht das Gerät 12.537 Punkte und somit nur ca. 2.000 Punkte mehr als das Samsung Galaxy S2.

MotoE_3Der interne Speicher ist 4 GB groß und kann durch eine MicroSD Karte um bis zu 32 GB erweitert werden. Beim Moto G und beim Moto X (zum Test) ist eine Speichererweiterung nicht möglich. Motorola hat hier wohl die eigene Philosophie überdenken müssen, um die Ausgaben zu senken, da ein großer interner Speicher teurer ist als ein MicroSD Slot.

Mit 1.980 mAh ist der Akku großzügig bemessen. Motorola gibt die Akkulaufzeit mit 24 Stunden bei gemischter Nutzung an. Unser Test hat dies sogar übertroffen. Das Moto E hielt durchschnittlich 34 Stunden bei mittlerer bis hoher Benutzung.

Ein starker Kritikpunkt ist meiner Meinung nach die Kamera des Motorola Moto E. Erstmal sei zu bemerken, dass das Smartphone nur eine Hauptkamera auf der Rückseite besitzt. Diese löst mit 5 Megapixeln auf und hat keinen LED Blitz. Das macht die Benutzung bei mittleren bis schlechten Lichtverhältnissen fast unmöglich. Die Bilder sind dann kaum zu gebrauchen. Das ist äußerst schade, aber anscheinend anders nicht möglich, bei diesem Preis. Hier zwei Beispielfotos, welche dies sehr gut belegen.

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Software

Sofwareseitig kommt die aktuelle Android Version Android 4.4.2 KitKat zum Einsatz. Motorola hat das Android nur geringfügig angepasst. Das Moto E stammt noch aus der Zusammenarbeit von Motorola und Google. Deshalb ist die ROM des Motorola Moto E dem Stock Android von Google sehr ähnlich. Apps wie Motorola Assist, Alert und Migration unterstützen Android mit einigen nützlichen Funktionen. Mit Motorola Assist lassen sich bspw. Ruhezeiten und ein Besprechungsmodus einrichten. Diese Features sind äußerst nützliche, blähen das Betriebssystem aber nicht unnötig auf wie zum Beispiel Samsung Apps es tun.

Motorola gibt das Versprechen, dass auf jeden Fall mindestens ein Update auf die nächste Android Version (4.4.3 /4.4 oder 5.0) kommen wird. Alles weitere bleibt ungewiss.

 

Fazit

Insgesamt ist das Moto E ein schickes Gerät zu einem guten Preis. Für 119 € (Moto E bei Amazon.de in weiß / Moto E bei Amazon.de in schwarz) bekommt man Top Verarbeitung und ein schlichtes Betriebssystem. Man muss aber auch mit relativ schwacher Hardware und Kamera auskommen. Für einen Preis zwischen 100 € und 150 € ist das Motorola Moto E das beste Smartphone auf dem Markt. Persönlich würde ich jedoch ca. 80 € mehr investieren und zum Motorola Moto G greifen.

 

Das Motorola Moto E bekommt im geekSTR.de Ranking 3,28 von 5 Punkten.

MotoE_Bewertung

 

Was haltet ihr vom Moto E? Oder würdet ihr das Moto G bevorzugen?

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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5 Antworten

  1. BurtonMan sagt:

    Cooles Teil. Aber das Moto g lohnt sich glaub mehr.

  2. Lion sagt:

    Wobei man natürlich beachten muss, dass das Moto E für Entwicklungsländer gedacht ist und dort sind 80€ eine Menge Geld.. Hier in Deutschland wird wahrscheinlich trotzdem nahezu jeder zum Moto G greifen 😉

  1. 5. Dezember 2014

    […] einer verhältnismäßig so potenten Hardware kommt. Lediglich 99€ kostet das Motorola Moto E (zum Test). Motorola will nun noch einmal einen drauf setzen und den Nachfolger weiter verbessern. Das Moto […]

  2. 25. Februar 2015

    […] gibt es nun eine VGA Frontkamera, welche beim ersten Moto E (zum Test) noch nicht vorhanden war. Vermutlich besser als nichts, aber mit einer VGA Auflösung auch nicht […]

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