Motorola Moto G (2nd Generation) – Nachfolger des Volks-Smartphones im Test

Wir hatten nun die Möglichkeit das Motorola Moto G (2nd Generation) einige Zeit im Alltag zu testen. Das Low Budget Gerät verspricht viele Features zu einem rentablen Preis. Ob diese Versprechen gehalten werden und ob das Gerät ein würdiger Nachfolger des ersten Moto G ist, erfahrt ihr hier.

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“Außergewöhnliches Smartphone. Außergewöhnlicher Preis.” – Motorola Mobility

 

Design und Haptik

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Von der Designsprache und der Haptik wirkt das neue Motorola Moto G auf mich deutlich klobiger, als noch der Vorgänger (zum Test). Dennoch hat sich meiner Meinung nach hat sich die Materialwahl deutlich verbessert.  Hochwertige Materialien wie Aluminium oder ein Glas sucht man auf der Rückseite verglich, allerdings kann man dies in diesem Preissegment auch nicht erwarten. Dennoch, vor allem die gummierte Rückseite des Motorola Moto G (2nd Generation) fühlt sich nun deutlich griffiger und hochwertiger an. Dabei ähnelt die Rückseite, meiner Meinung nach, sehr der des Nexus 5 von LG und Google (zum Test). Zum guten Handling des Moto G trägt auch die Tatsache bei, dass die Rückseite abgerundet ist. So schmeichelt das Smartphone der Hand. Mit seinen 5 Zoll passt das Gerät noch gut in eine Hand und lässt sich mit dieser auch wunderbar bedienen. Alle Buttons befinden sich auf der rechten Seite des Gerätes und sind bequem mit dem Daumen zu erreichen. Die Tasten haben allesamt einen guten Druckpunkt und sitzen fest.

Wem die Farben Weiß oder Schwarz nicht gefallen, kann diese einfach durch den Kauf eines alternativen Covers ändern. Hier sind aktuell fünf Farben verfügbar. Um die Cover auszutauschen, muss man lediglich die Rückseite entfernen.

 

Hardware und Leistung

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Im Motorola Moto G (2nd Generation) kommt, wie auch schon beim Vorgänger, der Qualcomm Snapdragon 400 Quad-Core Prozessor zum Einsatz. Die CPU verfügt über eine maximale Taktfrequenz von 1,2 GHz pro Kern. Damit erreicht das Smartphone nur eine sehr geringe Wertung im Geekbench. Mit 339 Punkten im Single-Core Benchmark befindet sich das Moto G auf dem Niveau des Galaxy Nexus und des Nexus 7 von 2012. Ähnlich sieht es im Mult-Core Benchmark aus. Doch als Hochleistungsgerät ist das Moto G auch gar nicht gedacht. Der verbaut Prozessor ist für Alltagsaufgaben gebaut und entwickelt, welche er alle problemlos ohne jeden Ruckler oder Lag meistert.

Auch der Arbeitsspeicher des Smartphones ist stark beschränkt. Gerade einmal 1 GB RAM sind verbaut. Somit kommt das Moto G bei vielen geöffneten Apps schnell in schwitzen. Schließt man diese hin und wieder, fällt diese Einschränkung allerdings kaum auf. Mit insgesamt nur 8 GB Speicher, ist auch der interne Speicher ein wenig eingeschränkt. Nach dem ersten Start stehen dem Nutzer nur noch weniger als 5 GB zur freien Verfügung. Glücklicherweise lässt sich der Speicher des Moto G mithilfe einer microSD ganz einfach erweitern.

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Der verbaute Akku hat eine Gesamtkapazität von 2.070 mAh. Trotz der abnehmbaren Rückseite, kann der Akku leider nicht getauscht werden. Der Akku des Motorola Smartphones hielt dabei ca. 10 – 12 Stunden, überlebte also einen Arbeitstag ohne Probleme. Ein Akkuwunder ist das Moto G allerdings immer noch nicht geworden. Zusätzlich gibt es noch alle gängigen Konnektivitätsarten, wie WLan 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS und HSDPA.

Die Kamera des Motorola Moto G befindet sich ungefähr auf dem gleichen Level, wie die des großen Bruders (Moto G (2nd Generation)). Sie löst immerhin mit 8 Megapixeln auf und verfügt nun auch über einen Autofokus. Ebenfalls neu ist der LED Blitz auf der Rückseite des Smartphones. Wie gewohnt werden die Bilder bei guten Lichtverhältnissen auch ziemlich gut. Wenn es dunkel wird, zeigt die Kamera schwächen und die Bilder werden häufig unbrauchbar. Auch der Blitz hilf hier nicht mehr allzu viel. Hier ein Beispielbild:

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Software

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Aktuell läuft auf allen deutschen Motorola Moto G (2nd Generation) Geräten noch Android 4.4.4 KitKat. In den USA wird aktuell bereits das Update auf Android 5.0 Lollipop verteilt. Das Moto G war das erste Geräte, welches das Lollipop Update erhielt. Dies war möglich, da man bei Motorola auf ein nahezu reines Stock Android setzt, welches nur minimal verändert wurde. Sogar der Google Now Launcher ist standardmäßig vorinstalliert. So kommt schon beinahe das Nexus Feeling auf. Von Motorola selbst wurden lediglich drei Apps vorinstalliert, AlertAssist und Migrate. Diese Apps kann man allerdings kaum als Bloatware bezeichnen, da die Apps kaum Speicher verwenden und alle äußerst nützlich sind.

 

Mit Motorola Alert kann man Notfallkontakte festlegen, welche bei einem bestimmten Trigger oder Event eine Nachricht mit dem aktuellen Standort des Gerätes erhalten. Motorola Assist erlaubt es Profile auf dem Smartphone anzulegen. In diesen kann definiert werden, was passiert wenn man bspw. Auto fährt oder in einem Meeting ist (Lautlos Modus, GPS, WiFi…). Die letzte installierte App ist Motorola Migrate und unterstützt Nutzer beim umziehen aller Daten auf das neue Smartphone. Egal ob von Android oder iOS.

Alles in allem muss man Motorola ein dickes Kompliment machen. In Sachen Software bleibt der Hersteller unangefochten und sollte von anderen Herstellern wie LG, Samsung und HTC als Vorbild genommen werden.

 

Fazit

MotoG2_02Insgesamt ist das Motorola Moto G (2nd Generation) ein ziemlich gutes Smartphone zu einem noch besseren Preis. Das Preis/Leistung Verhältnis ist nahezu unschlagbar. Der positive Eindruck verstärkt sich durch die flüssige und sehr schlank gehaltene Software, die durchschnittlich bis gute Akkulaufzeit und die für diese Preisklasse wirklich exzellente Verarbeitung. Negativ fallen lediglich die schwache Hardware und vor allem der geringe interne Speicher auf. Das Gerät ist aktuell bei Amazon für 170,00€ erhältlich und steht mit diesem günstigen Preis aktuell ziemlich allein da. Vergleichbare Geräte kosten schnell 100€ – 150€ mehr. Somit kann man das Gerät auch guten Gewissens als Nachfolger des ersten Moto G bezeichnen, da auch diese Kriterien bereits das erste Moto G auszeichneten.

 

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Motorola Moto G (2nd Generation)

170,00€
7.8

Design

8.0/10

Display

6.5/10

Hardware

7.0/10

Software

9.5/10

Akku

8.0/10

Pros

  • Preis/Leistung
  • Nahezu Stock Android
  • Gute Akkulaufzeit
  • Verarbeitung

Cons

  • Display
  • Geringer interner Speicher
  • Kein Ladegerät enthalten

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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3 Antworten

  1. roberto sagt:

    Die Stärken des Gerätes liegen vor allem beim System. Fast pures Android mit ein paar Apps, die vorbildlich regelmäßig über den Playstore aktualisiert werden.
    Der Speicher ist mit 8gb tatsächlich zu klein geraten. Die Kamera erfüllt ihre Aufgabe – mehr nicht. Die Akkulaufzeit ist in meinen Augen sehr gut und deutlich länger als im Test angegeben. RAM wären 2gb natürlich besser, aber wenn man nicht 200+ Apps installiert hat, läuft die Geschichte rund.

  1. 28. Juli 2015

    […] Die einzigen großen Neuerungen gibt es bei der Kamera des Moto G. Diese hat nun eine Auflösung von 13 Megapixeln, eine Blende von f/2.0 und einen Dual-LED Blitz. Damit dürften die Bilder deutlich besser werden, also noch beim Motorola Moto G (2nd Generation) (zum Test). […]

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