Motorola Moto G – Das “Volks-Smartphone” im Test

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Wir haben das Motorola Moto G nun eine gute Woche für euch getestet. Ob es wirklich als “Volks-Smartphone” herhält, erfahrt ihr im Folgenden.

Das Moto G gibt es nun bereits seit November 2013. Es wurde damals zu einem Preis von 169€ für die 8 GB Variante, beziehungsweise 199€ für die 16 GB Variante eingeführt. Da dies bereits damals schon ein Spitzenpreis war, hat sich bis dato nicht viel daran geändert. Da das Gerät keine Möglichkeit besitzt den Speicher durch eine Speicherkarte zu erweitern empfiehlt sich für Anwender, die vorhaben eine große Datenmenge an Musik oder ähnlichem zu speichern, zu der 16 GB – Variante zurückzugreifen – wobei auch dies schnell knapp werden kann…

Das Moto G wird derzeit mit Android 4.3 ausgeliefert. Über ein Over-the-air Update kann es auf die neueste Android-Verision 4.4 alias Kitkat aktualisiert werden. Hierbei bekommt man fast ein reines Android , was auch der Performance zugute kommt.

Feeling und Äußeres – gut verarbeitet:

Das Gerät liegt generell gut in der Hand und weißt keine scharfen Ecken oder Kanten auf. Für Leute mit einem etwas längeren Daumen ist es auch durchaus noch möglich das Gerät mit einer Hand zu bedienen. Obwohl das Gerät nur aus Kunststoff besteht wirkt es optisch nicht billig. Einzig und allein der Akkudeckel wird schnell fettig, was man besonders gut sieht, wenn man einen Schwarzen hat.

Moto G - Backcover

Moto G – Backcover

Moto G - Flipcover

Moto G – Flipcover

Den Akkudeckel gibt es in den Farben weiß, schwarz, blau, türkis, gelb, rot und pink und in zweierlei Ausführungen: Als normales Backcover (sog. Shell) und als Flip Cover mit integriertem Frontcover, sodass das Display auch geschützt ist, wenn man das Moto G gerade nicht verwendet. Diese sind auch in verschiedenen Farben verfügbar und können hinzugekauft werden. Sie besitzen einen Magneten, der zum einen das Frontcover auf der Vorderseite fixiert, dieses also nicht einfach so aufgehen kann, und zum anderen das Smartphone darüber informieren, wenn das Cover geöffnet wird, und dieses dann aufweckt. Ich persönlich mag diese Flip Cover nicht so, da das Handy dadurch unangenehm in der Hand liegt und zum anderen das Fotografieren deutlich schwieriger wird, da die Linse überdeckt ist.

Display – scharf, hell, bunt:

Das helle 4,5 Zoll LCD Display (Bildschirmdiagonale 114,3 mm) überzeugt mit kräftigen Farben. Es löst mit 1280 mal 720 Pixel auf und verleiht dadurch die nötige Schärfe. Das findet man bei einem Smartphone in dieser Preiskategorie selten. Auch bei hoher Umgebungshelligkeit, kann man vom Display noch gut lesen. Die Gorillaglas-Technologie schützt das Display vor leichten Kratzern, wer das Display allerdings komplett geschützt haben möchte sollte es mit einer Schutzfolie überkleben, oder das bereits genannte Flip Cover benutzen. Einziges Manko: Schaut man das Display nicht direkt von vorne an sieht mal feine Streifen zwischen den Bildzeilen, das mag etwas unangenehm sein, wenn man darauf achtet, stört aber im generellen Betrieb nicht.

Kamera – für Gelegenheitsfotos optimal:

Die Kamera löst mit 5 MP auf und besitzt einen LED-Blitz um auch dunkle Szenen zu beleuchten. Der Praxistest zeigt: Die Aufnahmen sind nur durchschnittlich gut, und ich nur durchschnittlich zufrieden. Bei guter Beleuchtung werden die Bilder scharf und zeigen natürliche Farben. In Gebäuden werden die Bilder etwas zu dunkel, das ist allerdings zu verkraften. Nur im Dunklen werden die Bilder unscharf und sind zu dunkel – leider ist der LED-Blitz zu schwach um große Flächen zu beleuchten.

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Wer also sein Smartphone nutzt um ab und an ein paar Fotos zu schießen, wird mit dieser Kamera sicherlich keine Probleme haben. Für schöne Urlaubsfotos wird es allerdings nicht reichen.

Performance – genial:

Für 170€ bekommt man eine Quad-Core CPU die mit 1,2 GHz die das Gerät mit einem flotten Arbeitstempo befeuert. Ab und an sind kurze Ruckler zu bemerken, diese sind allerdings zu vernachlässigen. Leider sind nur 1 GB RAM verbaut, der die Performance bei normaler Benutzung zwar nicht beeinflusst, ich denke jedoch, dass bei starkem Multitasking diese Menge nicht ausreichend ist, und durch ein erhöhtes Swapping die Performance Einbußen erleidet.

Erfahrungsgemäß hat sich außerdem gezeigt, dass zukünftige Android-Versionen mehr RAM benötigen, es ist also möglich, dass die Performance mit zukünftigen Versionen schlechter werden kann. Mit einem 2070 mAh-Akku ist das Moto G perfekt für den gesamten Tag gerüstet. Bei normaler Nutzung hält er ca. 10 Stunden durch, das Aufladen hatte im Test ca. 3 Stunden gedauert. Das induktive Laden wird vom Gerät nicht unterstützt.

Moto G - AnTuTu Ranking
Moto G – AnTuTu Ranking

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Moto G – AnTuTu Score: 17498

Schnittstellen und Klangqualität – ausreichend:

Leider kann das Moto G die Daten nur mit einer Geschwindigkeit von maximal 21,1 Mbps aus dem Web saugen und höchstens mit 5,76 Mbps wieder hochladen. Das entspricht HSPA+, allerdings nicht der maximalen Datenrate, die man mit HSPA+ derzeit ausnutzen kann. Auf den Geschwindigkeitsboost, den LTE bietet muss man ebenfalls verzichten, denn ein LTE Modul ist nicht verbaut. Ebenso sucht man vergebens einen NFC-Chip.

Die Musikwiedergabe über den Lautsprecher ist deutlich und ausreichend. Höhen werden klar wiedergegeben, Tiefen sind jedoch kaum bis gar nicht vorhanden. Die Musikwiedergabe über Kopfhörer stellt qualitativ kein Problem dar. Telefongespäche werden klar übertragen und der Gesprächspartner ist auf beiden Seiten gut zu verstehen.

Lieferumfang – minimalistisch:

Das Moto G kommt mit minimalistischer Ausrüstung: In einem kleinen Karton, einer Bedienungsanleitung und einem USB Datenkabel. Das mitgelieferte Backcover ist schwarz. Ein USB Ladestecker wird nicht mitgeliefert, es gibt allerdings Angebote z.B. auf amazon, denen ohne Aufpreis ein Stecker beigelegt wird.

Technische Daten:

Größe: 130 x 66 x 12 Millimeter
Gewicht: 143 Gramm

Displaygröße: 4,5 Zoll
Displayauflösung: 1280 x 720 Pixel (329 ppi)

CPU: Qualcomm MSM8x26 Quad-Core A7 1,2 GHz
GPU: Adreno 305 450 MHz
RAM: 1 GB

Interner Speicher: 8 GB oder 16 GB

Frontkamera: 1.3 MP
Rückkamera: 5 MP (4:3) / 3,8 MP (16:9)
Videoaufnahme: 720p 30fps

WLAN 802.1 b/g/n
HSPA+ (21,1 Mbps Download/5,76 Mbps Upload)
GPS
Bluetooth 4.0

Akku: 2070 mAh

Fazit:

Die Boulevardzeitung Bild kürt das Motorola Moto G nicht umsonst zum “Volks-Smartphone”. Es ist ein erschwingliches Smartphone, welches die nötige Performance besitzt um alle anderen Smartphones in der Preisklasse zu schlagen. Die durchschnittliche Kamera und das fehlende LTE machen das Gerät alltagstauglich, es ist jedoch nichts für Highend-Anwender, die häufig und lange im Internet surfen und ständig unterwegs sind.

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