Samsung Galaxy S7 edge: Das Premiumsmartphone mit den abgerundeten Kanten

Das Samsung Galaxy S7 edge ist das aktuelle Flaggschiff von Samsung, dessen Hauptmerkmal definitiv die abgerundeten Kanten sind. Wie sich das hochwertige Smartphone schlägt und was die einzigartigen Kanten bringen lest ihr im Test.

Samsung Galaxy S7 edge 1

Das Samsung Galaxy S7 edge war mein erstes Testgerät von Samsung. Es war auch mein erstes Smartphone, dass ich ohne Zweifel in die Kategorie “hochpreisige Geräte” einordnen würde. Insgesamt hat mich das Smartphone absolut überzeugt! Zudem hat Samsung den schlechten Ruf in Sachen Software definitiv überwunden

Rethink what a phone can do – Samsung

 

Design und Haptik

Samsung Galaxy S7 edge 2

Mein persönlicher Eindruck vom Design und der Verarbeitung des Galaxy S7 edge war absolute klasse! Wirklich, ich bin auch jetzt noch absolut überzeugt von dem Teil! 😄 Das vorweg – kommen wir zum objektiven Teil. Die Vorderseite des Smartphones ist wie auch schon beim S6 edge an den Kanten gewölbt, dies hat sicher schon jeder mitbekommen. Doch nicht nur das Glas ist abgerundet, auch das Display fließt über die Kanten. Schaut man frontal auf das S7 sieht es daher so aus, als besäße das Smartphone keinen Raum zwischen Display und Kante. Der Unterschied zur vorherigen Generation besteht jedoch nicht nur in der Größe – das Display ist auf 5,5 Zoll gewachsen – sondern die Kanten auf der Glasrückseite sind nun auch gewölbt. Dieses Designelement ist schon vom Samsung Galaxy Note 5 bekannt. Durch die Wölbung auf der Rückseite liegt das Galaxy S7 edge unglaublich gut in der Hand. Dadurch wird der Rahmen an den Seiten jedoch unglaublich dünn! Dies und die Glasrückseite machen das Smartphone etwas rutschig, sodass ich beim Gehen immer etwas Angst hatte, dass es mir aus der Hand fällt.

Samsung Galaxy S7 edge 5

Soviel zu den Wölbungen auf der Vorder- und Rückseite. Die Anordnung der Bedienelemente sieht folgendermaßen aus: Auf der rechten Seite befindet sich die Standby Taste, auf der linken Seite die Lautstärkewippe und unten der microUSB Port und der 3,5 mm Klinkenanschluss. Auf der Vorderseite wurde zudem ein physischer Home Button platziert, in dem zudem ein Fingerabdrucksensor integriert wurde. Der Druckpunkt sämtlicher Knöpfe ist im wahrsten Sinne des Wortes perfekt! Besser hätte man es wirklich nicht machen können, die Tasten wackeln nicht und bieten einen deutlichen Widerstand. Einzig die Lautstärkewippe ist für meinen Geschmack etwas zu hoch angebracht, sodass man umgreifen muss, wenn man sie bedienen möchte. Kann aber auch positiv sein, da man so nicht aus Versehen die Lautstärke verstellt. Auf der Oberseite besteht die Möglichkeit, eine Sim- und microSD-Karte einzulegen.

Insgesamt ist der Eindruck des Samsung Galaxy S7 edge wie eingangs erwähnt hervorragend. Gerade die gewölbten Kanten vermitteln ein tolles Premiumgefühl.

 

Hardware und Leistung

Samsung Galaxy S7 edge 6

Wie auch die Verarbeitung ist die Ausstattung des neusten Flaggschiffs von Samsung tadellos. Im Inneren des Smartphones werkelt ein Qualcomm Snapdragon 820 Prozessor, der von 4 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Dazu gesellten sich in meinem Fall 32 GB interner erweiterbarer Speicher und die üblichen Schnittstellen wie LTE, NFC, Bluetooth und GPS. Das Galaxy S7 edge läuft absolut flüssig und reagiert prompt auf Toucheingaben. Hier gibt es absolut nichts zu bemängeln!

Das 5,5 Zoll große AMOLED Display mit einer Quad HD Auflösung von 1440 x 2560 Pixeln liefert kräftige Farben und ist schön hell, damit man das Smartphone auch bei direkter Sonneneinstrahlung verwenden kann. Das Display ist wie bereits erwähnt an den Seiten gekrümmt, wodurch es etwas schmaler erscheint. Hier gibt es einen Kritikpunkt: Üblicherweise verfälschen sich die Farben etwas, wenn man Bildschirme von der Seite betrachtet und man erkennt eventuell die Hintergrundbeleuchtung. Dadurch dass die Ränder des S7 edge abgerundet sind ergibt sich dieser Effekt hier schon bei frontaler Betrachtung und es legt sich ein leichter Schatten über die Farben. Die Verfälschung der Farben ist nicht so groß, als dass ich es als störend empfunden hätte, doch gerade wenn das Display von der Seite betrachtet und nun die Farben an der Krümmung „normal“ erscheinen ist der Effekt deutlich sichtbar.

Nun zur Kamera: Diese löst mit 12 Megapixeln auf und ist so ziemlich die beste Kamera, die mir je unter gekommen ist! Gerade die Farben kommen meiner Meinung nach sehr gut raus. Ich war immer wieder überrascht, wie realistisch diese von der Kamera eingefangen werden. Zwar konnte ich die Kamera nicht bei Dunkelheit testen, doch sogar bei den herausfordernden Lichtverhältnissen im Schwimmbad verwaschen die Bilder nicht und lassen genügend Details übrig! Ähnlich wie beim iPhone handelt es sich meiner Meinung nach beim Samsung Galaxy S7 edge um eine Kamera, mit der man im Urlaub zwar nicht unbedingt die DSLR aber ruhig die Kompaktkamera zuhause lassen kann. Aber überzeugt euch selbst:

Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf und lässt ebenfalls keinen Raum für eventuelle Kritikpunkte.

Samsung Galaxy S7 edge AkkuDer Akku des Galaxy ist 3.600 mAh stark und bringt den Nutzer gut über den Tag. Abhängig von der Nutzung schaffte ich mit dem Smartphone eine Display-on Zeit von vier bis fünf Stunden. Danach war das Handy dann aber auch leer. Es gibt zwar auch Smartphones, die haben am Ende des Tages noch deutlich mehr Akku übrig, da ich mein Smartphone aber eh jeden Abend an die Steckdose hänge, geht das für mich völlig in Ordnung.

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf den Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy S7 edge. Mithilfe des Sensors lässt sich das Smartphone bequem entsperren. Apps wie z.b. Number26 ermöglichen auch einen schnellen Login per Fingerabdruck. Eigentlich sollte dies auch mit der Paypal App möglich sein, doch leider schien die App zum Zeitpunkt des Tests erst noch angepasst werden zu müssen. Insgesamt reagiert der Fingerabdrucksensor flott und zuverlässig, jedoch nicht ganz so „instant“ wie es beim iPhone 6S ist.

 

Software

Nun zur Software des Samsung Galaxy S7 edge. Hier war ich etwas skeptisch, da ich lange Zeit einen schlechten Eindruck von der Software und den Features der Oberfläche hatte, doch ich hatte schon gehört, dass sich Samsung in dem Punkt gebessert haben soll und dementsprechend ware ich auf den Test gespannt.


Beim Einrichten des Smartphones waren erstaunlich wenig Apps vorinstalliert! Hauptsächlich handelte es sich bei den Apps um Programme von Microsoft oder typische Apps wie Facebook, Instagram oder WhatsApp. Hier ist zu erwähnen, dass Samsung immer noch teilweise auf den eigenen App Store setzt, denn die „vorinstallierten” Apps waren nicht wirklich installiert, sondern es handelte sich nur um Links zum hauseigenen App Store, wo jene Apps vollständig heruntergeladen werden konnten. Muss man jetzt nicht unbedingt gut finden, stört aber auch nicht.

Ansonsten hat man die Oberfläche hier und da angepasst, insgesamt orientiert sich Samsung jedoch stark am Material Design, was ich nur gut heißen kann! So begann Samsung mit der S6 Reihe keine Symbole für die Bedienelemente in der Oberfläche zu verwenden, sondern nur noch Text. Finde ich nicht so gut, da so mehr Platz verbraucht wird und Symbole schneller erkannt werden können, als Text. Ab und zu wird auch die Statusleiste in den Apps ausgeblendet, was ich aber nicht störend finde. Im Launcher werden Benachrichtigungen zu einzelnen Apps übrigens anhand einer kleinen Zahl am Icon der jeweiligen App dargestellt. Dies fand ich sehr praktisch und könnte ruhig mal in Stock Android Einzug finden. Ebenfalls praktisch ist die Möglichkeit, Apps zu verkleinern und als kleine schwebende Fenster über andere Apps zu platzieren und zu verwenden. Zudem kann das gesamte Display mit einem Swipe aus einer der oberen Ecke verkleinert werden. Die Health App finde ich ebenfalls sehr gut gelungen. Auch wenn ich die Genauigkeit der Messdaten anzweifle macht es Spaß, seinen Blutdruck und Stresslevel in der App zu messen, Schritte und getrunkene Gläser Wasser zu zählen und den Schlaf (manuell) aufzuzeichnen. Ist natürlich auch Geschmacksache. In der Einstellungen App könnte Samsung jedoch noch an der Darstellung arbeiten, da die Einträge für meinen Geschmack zu unübersichtlich angeordnet sind und sie nicht durch Unterüberschriften getrennt werden.

Insgesamt war ich jedoch mit der Software sehr zufrieden – ähnlich wie mit der Oberfläche von Sony. Die Bedienung der Apps geht leicht von der Hand und man fühlt sich sofort „zuhause“.

 

Die edge Kante

Samsung Galaxy S7 edge 3

Eine Besonderheit des Samsung Galaxy S7 edge ist – wie schon häufiger erwähnt – die edge Kanten. Deshalb will ich in diesem Testbericht kurz auf diese besonderen Kanten eingehen, da sie schließlich auch abgesehen von der Displaygröße der Hauptunterschied zum normalen S7 sind.

Im Grunde genommen halte ich die abgerundeten Kanten nur für ein Design Merkmal. Wer meint, die Kanten würden einen praktischen Vorteil bringen, macht sich selbst etwas vor, denn durch die edge Kanten entstehen hauptsächlich nur zwei offensichtliche Features: Zum einen leuchten die Kanten auf, wenn das Smartphone mit dem Display auf dem Tisch liegt und man angerufen wird. Zum anderen ist von der Seite jederzeit ein Slide Menü aufrufbar, in dem Shortcuts zu Apps und Kontakten und kleine Widgets abgelegt werden können. Ersteres ist für mich nur eine nette Spielerei, die Farben lassen sich nur im Dunkeln wirklich gut erkennen und falls ich wirklich für Anrufer erreichbar sein möchte, kann ich doch eigentlich auch einfach das Smartphone mit dem Display nach oben auf den Tisch legen, oder nicht? Letzteres scheint für mich ein sinnvolle Feature zu sein, doch leider nutzte ich das Slide Menü nicht sonderlich häufig. Zudem wäre es ohne Probleme möglich, das Slide Menü auch ohne edge Kanten zu integrieren. Meiner Meinung nach nur ein Feature, dass künstlich auf die edge Version beschränkt wird, um die „besonderen“ Kanten zu rechtfertigen.

Wie gesagt, die abgerundeten Kanten sehen klasse aus! Es ist sieht echt faszinierend aus, wie sich Symbole und Inhalte über das gewölbte Display bewegen. Zu mehr ist das Designelement meiner Meinung nach aber auch nicht nütze.

 

Fazit

Samsung Galaxy S7 edge 4

Beim Fazit zum Samsung Galaxy S7 edge tue ich mich schwer, denn so gut das Smartphone auch ist: Der Preis beträgt auf Amazon derzeit schlappe 660 €. Das ist viel Geld für ein Handy, zudem das normale S7 für über 100 € weniger zu haben ist. Es gibt einige Smartphones, die mit einem ähnlichem Premiumgefühl aufwarten können und trotzdem günstiger sind. Doch wahrscheinlich richtet sich Samsung mit seiner Flaggschiff Reihe nicht an die Sparfüchse, die möglichst viel zu einem möglichst günstigem Preis bekommen möchten, sondern an diejenigen, die gerne so viel Geld für ein Smartphone ausgeben. Auch wenn das S7 edge nicht gerade günstig ist bekommt der Nutzer ein unglaublich hochwertiges Smartphone, das keine Wünsche übrig lässt. Edge oder nicht edge? Wer das Geld hat, soll sich die edge Variante kaufen, aber sich im Klaren sein, dass die Kanten keinen wirklichen Vorteil bringen. Ich würde hauptsächlich aufgrund der Größe zur edge Variante greifen, da mir 5,5 Zoll passender erscheinen, als 5,1 Zoll.

Das Samsung Galaxy S7 edge ist in den Farben Schwarz, Weiß und Gold auf Amazon für rund 660 € erhältlich.

Samsung Galaxy S7 edge

660,00
9.1

Design

9.5/10

Display

10.0/10

Hardware

10.0/10

Software

8.0/10

Akku

8.0/10

Pros

  • Leistungsstarke Kamera
  • Display mit kräftigen Farben
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Aktuellste Hardware

Cons

  • Preis?

Leon

Schon seit längerer Zeit verfolge ich Nachrichten rund um die Welt der Smartphones. Jedoch interessiere ich mich auch für alle anderen technischen Neuheiten. Ich spiele gerne Tennis, liebe Serien und studiere Wirtschaftsinformatik.

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1 Antwort

  1. 19. Juni 2016

    […] Im Antutu Benchmark erreichte mein Exemplar des Huawei P9 85.116 Punkte. Damit landet das Gerät knapp hinter dem Huawei P9 Durchschnitt und Hinter Geräten wie dem iPhone 6s, dem LG G5 und dem Samsung Galaxy S7 edge (zum Testbericht). […]

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