Sony Xperia Z5: Edles Premium Smartphone im Test

Das Sony Xperia Z5 ist ein ausgesprochen edles Smartphone mit einem klasse Display und einer tollen Kamera, das zudem wasserfest ist und einen Fingerabdrucksensor besitzt. Unsere Meinung zum aktuellen Sony Flaggschiff lest ihr in diesem Test.

Sony Xperia Z5 5

Seitdem Sebastian sein Sony Xperia Z2 hatte, fand ich die Sony Smartphones eigentlich immer klasse – abgesehen davon, dass sie keine Nexus Smartphones waren. Sony bietet eine Reihe solider Geräte an, deshalb wartete ich ungeduldig auf den Test des aktuellen High-End Smartphones.

„Die weltweit beste Kamera in einem Smartphone“ – Sony Mobile Communications

 

Design und Haptik

Als das Sony Xperia Z5 endlich bei mir zuhause ankam und ich die Verpackung öffnete, hatte ich erstmal so ein wow Gefühl. Das Xperia Smartphone sieht wirklich sehr edel aus. Es ist auch überraschend klein! Doch dies kann auch nur mein subjektiver Eindruck sein, da ich mittlerweile das sehr große Nexus 6 als mein Alltagshandy besitze. Fakt ist jedoch, dass das Xperia Z5 dünne Bezels besitzt und so das Display die vorhandene Fläche gut ausfüllt. Sony hat bei dem Smartphone fast ausschließlich Plastik und Glas auf der Front verarbeitet, trotzdem sieht das Gerät super aus und fühlt sich auch gut an!

Sony Xperia Z5 1

Auf der Vorderseite befindet sich das 5,2 Zoll große Display, eine Frontkamera und oben und unten die Stereo Lautsprecher. In diesen sammelt sich erwartungsgemäß sehr viel Staub an, was ziemlich nerven kann. Der Rahmen des Xperias besteht aus Plastik, doch das ist auch bitter nötig, denn die Rückseite ist sehr rutschig. Auf dieser findet man nur die 23 Megapixel Kamera. Unten ist der micro USB – Anschluss zu sehen – trotz wasserdichtem Handy ohne Verschluss! – und auf der linken Seite befindet sich der Einschub für eine nanoSim-und microSD-Karte.

Sony Xperia Z5 8

Standby Button, Lautstärkewippe und dedizierte Kamerataste befinden sich auf der rechten Seite – und hier geht schon die Kritik los: Wie um alles in der Welt kommt man darauf, die Lautstärkewippe so weit nach unten zu setzen? Absolut unverständlich, denn eine angenehme Lautstärkeregelung ist so nämlich absolut nicht möglich. Auch mit dem Standby Button musste ich mich erstmal anfreunden. Da der Knopf nun auch Fingerabdrucksensor dient, musste Sony diesen natürlich umgestalten. Dadurch wurde er etwas größer, der Druckpunkt aber auch schlechter, da der Button relativ tief in das Gehäuse eingelassen worden ist.

Sony Xperia Z5 4

Ein weiterer Punkt, der mir nicht gefiel, waren die Kanten des Smartphones. Die Vorder- und Rückseite ist leicht tiefergelegt als der Rand, sodass sich scharfe Kanten ergeben. Dadurch liegt das Sony Xperia Z5 natürlich auch nicht direkt z.b. auf dem Display auf, weshalb dieser Punkt auch positiv bewertet werden kann. Insgesamt bin ich mit dem Design des Sony Smartphones zufrieden, denn es ist angenehm dünn und leicht, doch das Button Design sollte auf jeden Fall überarbeitet werden.

 

Hardware und Leistung

Wie es sich für ein aktuelles Flaggschiff gehört, besitzt das Sony Xperia Z5 neben einem schicken Äußerem auch ein potentes Inneres. Das Xperia besitzt einen Qualcomm Snapdragon 810 Prozessor, der von 3 GB RAM und 32 GB erweiterbaren internen Speicher unterstützt wird. Von diesen 32 GB sind zu Beginn nur 20 GB verfügbar. Dies ist meines Erachtens etwas wenig. Ansonsten ist gibt es nichts an der Leistung des Smartphones auszusetzen, nichts ruckelt und alles läuft flüssig.

Sony Xperia Z5 AkkulaufzeitDer Akku des Xperia Z5 ist 2900 mAh groß. Aufgrund des relativ (!) kleinen Displays habe ich mir zwar eine etwas längere Akkulaufzeit erhofft, doch ich kam immer gerade so über den Tag. Die screen on time betrug dabei immer gute drei Stunden.

Ich meine mal gelesen zu haben, dass die Displays der Sony Smartphones nie sonderlich überzeugen konnten. Nun, entweder ich habe eine andere Meinung von guten Displays oder Sony konnte den Bildschirm des Flaggschiffs verbessern, denn ich war wirklich beeindruckt. Der 5,2 Zoll Screen mit Full HD Auflösung gibt Farben wirklich toll und naturgetreu wieder und die Blickwinkel sind stabil. Auf jeden Fall sind die Farben um einiges besser, als vom Display meines Nexus 6. Wer trotzdem nicht mit der Farbwiedergabe zufrieden ist, kann sich zusätzlich in den Einstellungen austoben und dort einiges einstellen. Nettes Feature: Beim Sony Xperia Z5 ist double tap to wake bereits eingebaut. Dadurch kann das Smartphone auch ohne Betätigen des Standby Buttons mit einem doppelten Tippen auf das Display eingeschaltet werden.

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Nun zu den Kameras. Die Frontkamera löst mit 5,1 Megapixeln und die Kamera auf der Rückseite mit 23 Megapixeln auf. Sony bewirbt vor allem den Autofokus, der innerhalb von 0,3 Sekunden scharf stellen soll. Ist mir jetzt so nicht unbedingt aufgefallen, aber es gibt auch nichts negatives zu berichten. Begeistert war ich vor allem von dem Auslöseknopf an der Seite. Damit können bequem Fotos geschossen werden, ohne auf dem Display rum zu tippen. Die Qualität der mit der Kamera geschossenen Bilder gefällt mir insgesamt sehr gut. Aber überzeugt euch selbst:

In Sachen Leistung kann das Sony Xperia Z5 auf jeden Fall überzeugen. Hier verhält sich alles, wie es sich für ein High-End Smartphone gehört.

 

Software

Von der Oberfläche des Sony Smartphones war ich sehr positiv überrascht! Hier hat sich bei den Xperia Phones in letzter Zeit sehr viel getan und Sony passt seine Software immer mehr den Vorgaben von Google an. So ähnelt der Launcher unter Android 5.1 etwas dem Google Now Launcher und vermittelt so leicht ein Gefühl von Stock Android. Durch das Design der vorinstallierten Apps zieht sich auch konsequent das Material Design, sodass ich mich als Nexus Nutzer gleich heimisch fühle. Hier eine Übersicht der Kontakte, SMS, Kalender und Dialer App:

Sämtliche Apps orientieren sich stark an den Pendants von Stock Android und wurden nur an ein paar Stellen design- und funktionstechnisch überarbeitet. Von den vorinstallierten Apps gibt es übrigens sehr sehr viele. Dies ist auch ein Nachteil, den ich gleich zu Beginn nennen möchte: Dadurch dass Sony eigene Entertainment Apps besitzt, die man natürlich promoten möchte, jedoch auch von Google dazu “gezwungen” wird, die Google Apps zu installieren, sind einige Apps einfach doppelt vorhanden. So gibt es sowohl von Sony als auch von Google eine App zum Musik hören oder Videos anschauen. Diese Apps lassen sich auch nur schwer deinstallieren.

Viele weitere Apps, die vorinstalliert waren und bei denen es sich hauptsächlich um Unsinn bzw. Werbung handelte, ließen sich zum Glück leicht entfernen. Zusätzlich installiert Sony noch weitere mehr oder weniger sinnvolle Apps wie What’s new oder Lifelog.

Deren Sinn erschließt sich mir nicht immer. Zumindest Lifelog trackt nach Aktivierung euer Nutzungsverhalten. So wird beispielsweise gemessen, wie häufig ihr bestimmte Apps verwendet und auch die die Schritte werden aufgezeichnet. Die App will diese Daten im Anschluss analysieren, doch häufig kommt daraus nur ein Vergleich zustande, wie häufig man eine App im Vergleich zu anderen Nutzern verwendet. Im Grunde genommen ist die App nur ein Schrittzähler. Außerhalb des Tests hätte ich Lifelog sicher nicht verwendet. Die App Movie Creator erstellt in Verbindung mit der sehr unübersichtlichen Fotos-App kleine Filme aus Fotos, die während eines Events erstellt worden sind und ahmt so das Geschichten Feature von Google Fotos nach.

Neben einem eigenen Punkt für Audioeinstellungen und Klang-Optimierung sind auch noch die verschiedenen Energiesparmodi hervorzuheben. Sony bietet hier mehrere Modi an, um verschiedene Funktionen schrittweise auszuschalten. Dies geht bis zum Stamina Modus, quasi der Ultra Energiesparmodus, bei dem das Smartphone nur noch auf Sparflamme läuft und nur noch einige wenige Funktionen eingeschaltet sind. Hier muss sich der Nutzer definitiv erstmal einarbeiten, denn auf den ersten Blick sind nicht alle Funktionen genau ersichtlich.

Sony Xperia Z5 7

Zum Schluss zum Fingerabdrucksensor: Jenen Sensor besitzen ja mittlerweile zu gut wie alle Smartphones der Oberklasse. Der Fingerabdrucksensor des Sony Xperia Z5 ist in den Standby Button auf der Seite integriert und kann so sehr natürlich erreicht werden. Daher kann man den Sensor auch verwenden, wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt. Um das Smartphone zu entsperren, muss der Standby Button einmal gedrückt werden, um den Bildschirm anzuschalten. Danach kann der Finger auf dem Button liegen bleiben, der Fingerabdruck wird erkannt und das Gerät entsperrt. Dies funktioniert sehr schnell und leicht. Leider etwas zu leicht, denn – jetzt kommts – das Sony Flaggschiff konnte in meinem Fall auch von anderen Personen entsperrt werden, obwohl deren Fingerabdrücke nicht eingespeichert waren! Obwohl ich meine Fingerabdrücke auch ein zweites mal ganz neu einspeicherte, konnte der Sensor von unterschiedlichen Personen nach mehreren Versuchen überlistet werden. Das geht absolut gar nicht! Eine kurze Internetrecherche ergab, dass ich wohl der einzige mit dem Problem bin, doch hier sollte Sony auf jeden Fall nachbessern! Falls jemand weiß, was ich falsch gemacht haben könnte, ab in die Kommentare damit.

Abgesehen von den vorinstallierten Sony Apps, die ich etwas unübersichtlich finde, und dem Problem mit dem Fingerabdrucksensor finde ich die Oberfläche und Software von Sony sehr gelungen. Ich möchte fast sagen, dass sie mir nach Stock Android von allen Herstellern am besten gefällt.

 

Fazit

Sony Xperia Z5 2

Auch wenn es in dem Testbericht vielleicht nicht so rüber kommt, hat mir das Xperia Z5 sehr gut gefallen. Es ist definitiv ein Smartphone, das seinen Preis wert ist, denn man erhält nach dem Kauf ein absolutes Premium Gerät. Es sieht klasse aus, die Akkulaufzeit ist angemessen und auch an der Leistung gibt es absolut nichts auszusetzen. Drei Punkte sollten potentiellen Käufern jedoch bewusst sein: Das Buttondesign an der rechten Seite ist nicht sonderlich praktisch, die Sony Apps sind doppelt vorhanden und unübersichtlich und der Fingerabdrucksensor hat – zumindest bei mir – nicht richtig funktioniert. An die ersten zwei Punkte gewöhnt man sich relativ schnell, zumindest die Sony Apps können leicht umschifft und deaktiviert werden, sodass sie nicht mehr nerven. Beim Fingerabdrucksensor liegt es an Sony, diesen zu verbessern.

Das Sony Xperia Z5 gibt es für knapp 600 € bei Amazon in den Farben Schwarz, Silber, Gold und Grün zu kaufen. Ich empfehle das Smartphone allen, die eine Alternative für gängige Flaggschiff Smartphones wie z.b. dem Samsung Galaxy S6 (edge) suchen und bereit sind, etwas mehr Geld auszugeben.

 

Was haltet ihr vom Xperia Z5? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Sony Xperia Z5

8.4

Design

9.0/10

Display

10.0/10

Hardware

8.0/10

Software

8.0/10

Akku

7.0/10

Pros

  • Design
  • Wasserfest
  • Display
  • Kamera
  • Fingerabdrucksensor

Cons

  • Buttondesign
  • Vorinstallierte Apps
  • Fingerabdrucksensor

Leon

Schon seit längerer Zeit verfolge ich Nachrichten rund um die Welt der Smartphones. Jedoch interessiere ich mich auch für alle anderen technischen Neuheiten. Ich spiele gerne Tennis, liebe Serien und studiere Wirtschaftsinformatik.

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2 Antworten

  1. 12. April 2016

    […] ist nur, dass es sich nicht von der Masse abhebt. Doch wenn ich so recht überlege tun es das ein Sony Xperia Z5 oder Samsung Galaxy S7 (ohne edge) auch […]

  2. 30. April 2016

    […] Sony Xperia Z5 (zum Testbericht) […]

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