Ein Tag mit dem Audi A3 e-tron

Wer mir auf Twitter folgt weiß vielleicht, dass ich als Firmenwagen einen Audi A3 Limousine fahre. Der musste diese Woche zum Autohaus, weil er nun drei Jahre alt ist und damit die erste Hauptuntersuchung beim TÜV fällig ist. Für den Tag bekam ich einen Ersatzwagen über die Audi Leasing. Ab und an bekommt man ja ganz nette Autos, weil kein anderes mehr da ist. Ich hatte beispielsweise darüber schon einen Audi A5 und einen Audi A4. Als ich den mir vertrauten A3 Schlüssel in die Hand gedrückt bekommen habe, war ich zunächst ein wenig enttäuscht. Beim Auto angekommen habe ich dann allerdings erkannt, dass ich für den Tag einen Audi A3 e-tron bekomme. Und da mich Elektromobilität extrem interessiert möchte ich in diesem Beitrag ein wenig von meinem Tag mit dem Audi A3 e-tron erzählen.

Über den Audi A3 e-tron hatte ich schon ein bisschen was gehört, ich wusste, dass das Auto existiert aber viel mehr auch nicht. Beim Marcel von AllroundPC hat man auf Twitter immer wieder das ein oder andere zu diesem Auto gelesen, er fährt so einen selber.

Meine erste Frage an die nette Dame vom Autohaus war: “Kann ich damit auch rein elektrisch fahren?”. Die Antwort: “Ja, klar. Aber der Akku ist nicht geladen.” Und tatsächlich. Beim Einsteigen ist die Tankanzeige der Batterie auf Reserve. Aber der A3 e-tron ist ja ein Hybrid, also kein Problem. Laden wir den Akku halt beim Fahren auf.

Was beim Einsteigen als erstes Auffällt: Bis auf die Instrumente ist da Auto 1:1 ein normaler A3. Gleiche Lüftung, Klimaanlage, Wahlhebel für das Automatikgetriebe und so weiter. Die Unterschiede werden erst beim genauen hinschauen sichtbar.

Neben dem normalen “Drive Select” Knopf befindet sich ein etwas anderer Knopf. Ein Auto mit einem EV Schriftzug. Das EV steht vermutlich für “Eletric Vehicle”. Über diesen Knopf lässt sich einstellen, wie der A3 e-tron fahren soll. Die unterschiedlichen Fahrmodi aus Elektro-, Verbrennermotor und Hybrid. Insgesamt sind es drei Fahrmodi.

Modus 1: EV (elektrisch fahren)

In der ersten Variante lässt sich das Auto rein elektrisch fahren. Ist die Batterie komplett geladen, sollen so 50 km möglich sein. Für die meisten Anwender könnte das fürs tägliche Pendeln reichen. Falls nicht, hat man ja noch einen vollen Tank und den Benzinmotor dabei.

Modus 2: Hybrid (Batterieladung nutzen)

Im zweiten Modus werden Elektromotor und Verbrenner gleichzeitig benutzt. Der Elektromotor unterstützt vor allem beim Anfahren und beim Schalten. Bis 10-15 km/h fährt der A3 e-tron dann meistens komplett elektrisch. Anschließend springt dann der Benzinmotor an und übernimmt.

Modus 3: Battery Hold (Batterieladung erhalten)

Im letzten Modus wird ausschließlich mit dem Verbrennungsmotor angetrieben. Der Elektromotor kommt dann nicht zum Einsatz. Diesen Modus habe ich genutzt um den Akku erstmal ein wenig auf zuladen. Es wird keine Akkuenergie verbraucht, aber durch das Bremsen und rekuperieren wird Energie für den Akku erzeugt und dieser geladen. Da der Akku auch nicht allzu groß ist, geht das sogar relativ schnell.

Kommen wir nochmal zu den Unterschieden zu einem ‘normalen’ A3 und den Instrumenten.

In den Fahrzeuginstrumenten sind zum Beispiel zwei Tankanzeigen zu finden. Rechts die des Benzintanks und Links die des Akkus. Ebenfalls vergeblich sucht man einen Drehzahlanzeiger. Es gibt lediglich eine Power anzeige die Werte zwischen 0-100 % Power anzeigt. Mehr als 100 % Power gibt es auch, das ist dann der Boost Modus und weniger als 0 % ist dann das Aufladen übers Rekuperieren.

Meine Meinung nach dem einen Tag

Zum Fahren macht der Audi A3 e-tron auf jeden Fall eine Menge Spaß. Die Beschleunigung ist dank des Elektromotors wirklich gut und auch das lautlose Dahingleiten im E-Modus machen einfach unglaublich viel Freude. Das muss man einfach mal erlebt haben, es lässt sich sehr schlecht beschreiben.

Die Punkte Anschaffungskosten und Ladepunkte muss ich hier erstmal zum größten Teil ignorieren, da ich diese nach dieser kurzen Zeit wirklich nicht bewerten kann. Es sei nur soviel gesagt: Der A3 e-tron kostet circa 12.000 € mehr als der günstigste A3 mit Verbrenner. Eine ganze Stange Geld.

Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und mich bestätigt, dass ich auch irgendwann mal ein Elektroauto haben möchte. Allerdings dann eher ein vollelektrisches und kein Hybrid. Hybrid ist für mich eher eine Übergangslösung und ein enormer Ressourcenverbrauch, da man Antriebe, zwei Kraftstofftanks etc. durch die Gegend bewegt.

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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