[IFA 2015] So viele Smartwatches? Doch welche ist nun die beste?

Auf der IFA wurden so einiges an Smartwatches vorgestellt. Wir hatten die Möglichkeit die verschiedensten Modelle auszuprobieren, die es allerspätestens in einigen Wochen auf dem Markt geben wird. Doch welche Stärken und Schwächen haben die Uhren? 

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Android Wear Smartwatches

Mit dem Android Wear Betriebssystem werden inzwischen so viele Smartwtaches betrieben, dass hier mit Sicherheit für jeden etwas dabei ist, der kein Problem damit hat seine Uhr jeden Abend zu laden. Sie haben fast alle die selben Hardware Specs (ausgenommen Display) weswegen es eigentlich Hauptsächlich eine Frage des Designs ist für welche Uhr man sich entscheidet. Nur die alte Moto 360 hat einen älteren Prozessor, alle anderen greifen auf den Snapdragon 400 zurück, besitzen 4GB internen Speicher 512 MB RAM, aber das wichtigste: Sie laufen allesamt flüssig. Seit kurzer Zeit funktionieren übrigens alle zusammen mit iOS (zum Artikel).

Huawei Watch

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Die schicke Huawei Watch mit Android Wear

Größte Displayauflösung mit 400×400 Pixeln und damit die schärfste Android Wear Smartwatch. Die Uhr besteht in allen Varianten aus Edelstahl, was einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Allerdings hat diese Hochwertigkeit auch ihren Preis, die Silberne Variante fängt bei 399€ an, die goldene und schwarze kosten zumindest 449€.

Moto 360 (2015)

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Die Moto 360 – individuell wie ein Uhr sein sollte

Hier gefällt mir das Design wohl am besten. Das liegt vor allem daran, dass es schlicht gehalten ist und man die Materialien und Bänder frei mit dem Moto Maker gestalten kann. Sie ist außerdem in zwei Größen erhältlich. Ich hab auf der Messe keine zwei gleichen Moto 360s (2. Generation) gesehen, das ist doch mal was! In der neuen Version gibt jetzt endlich auch einen Allways-On Modus. Das einzige was man bemängeln könnte (vielleicht bin ich da aber auch ein bisschen zu meckrig) ist das Display, dass bei Huawei doch etwas farbiger und schärfer wirkt, und dessen Plattfuß was aber nicht so richtig störend ist. Dafür besitzt man eben einen Helligkeitssensor der die Helligkeit des Displays reguliert. 

Asus ZenWatch 2

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Die ASUS ZenWatch 2 in unterschiedlichen Versionen.

Die zweite eckige Smartwatch von Asus. Manchen unserer Mitredakteure gefällt sie gut. Naja über Geschmack lässt sich eben streiten. Toll finde ich vor allem, dass es keinen preislichen Unterschied zwischen den beiden Größen gibt. Nur wer wertigere Bänder haben will zahlt eben mehr.

Des weiteren gibt es noch die LG G Watch, LG G Watch R, LG Watch Urbane, Samsung Gear Live, Asus ZenWatch, Moto 360 und immer noch die einzige Android Wear Smartwatch mit GPS, die Sony Smartwatch 3.

Apple Watch

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Die wohl bekannteste Smartwatch: die Apple Watch

Okey auch über die Apple Watch verlier ich ein paar Worte. Wer kein iPhone besitzt kann diesen Absatz überspringen, denn so wie wir Apple kennen wird Android niemals unterstützt werden. Die Apple Watch besitzt eine drehbare Krone, die einem beim Scrollen hilft. Mir gefällt das Design allerdings gar nicht, sieht nicht wie eine Uhr aus sondern wie ein auf teuer gemachtes Tech-Gadget. Übrigens, fast alle anderen Uhren zeigen die Uhrzeit dauerhaft an. Bei Apple muss man jedesmal die Handgelenkdrehbewegung machen, damit das Display angeht. Im liegen funktioniert das schonmal schlecht. Aber ich will hier ja niemandem meine Meinung aufzwängen 😉 Trotz alldem rennen so viele Leute hier auf der IFA mit der Apple Watch rum weswegen ich sie hier auch nicht tot schweigen wollte.

Pebble Time

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Die Pebble Time Steel in Gold mit Metallarmband

Ein komplett anderes Konzept. Kein Touchscreen, bis zu 10 Tage Akkulaufzeit und absolut Wasser- und Staubdicht. Wer eine Uhr haben will, die er anziehen und dann vergessen kann findet wohl bei Pebble die richtige Uhr für sich. Mit der Pebble Time Steel wurde sogar eine relativ hübsche Uhr präsentiert. Die Watch funktioniert mit Android und iPhones ohne Probleme. Allerdings fängt der Preis für die Pebble Time erst bei 260€ an und die normale Time sieht leider noch etwas nach Spielzeugautomat aus.

Intel Basis Peak

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Der Fitnesstracker von Intel – die Basis Peak

Schön ist sie nicht, aber umso faszinierender! Man muss die Uhr vielleicht auch eher als Fitnesstracker anstatt als Smartwatch sehen. Benachrichtigungen befinden sich aktuell in der Beta lassen sich aber aktivieren. Natürlich ist ein Schrittzähler und andere Fitnessoptionen auch eingebaut. Bedient wird die Uhr per Touchscreen. Details bekommt ihr dann wenn wir unser Exemplar zum testen erhalten. Die Uhr wird knapp über 200€ kosten.

Samsung Gear S2

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Die Samsung Gear S2 Smartwatch in der sportlich modernen Ausführung

Die Gear S2, die ebenfalls auf der IFA präsentiert wurde, bietet auch ein äußerst interessantes Konzept. Hier wird die Uhr größenteils mit dem drehbaren Ring bedient. Ähnlich wie bei der Krone der Apple Watch wird so durch die Menüs gesteuert. Die Uhr funktioniert erstmal mit allen Android Geräten, support für iOS wird höchstwahrscheinlich folgen. Schade ist, dass die Entwicklermöglichkeiten beschränkter sind wie bei Android Wear. So ist es nicht möglich, eine App aus dem PlayStore durch Aktualisierung der App Gear S2 fähig zu machen. Hierzu wird eine Partnerschaft mit Samsung nötig. Facebook und Co. wird also höchstwahrscheinlich auf die Weise unterstützt die kleinen Apps gehen leer aus. Andernfalls gibt es ja noch die normalen Uhr Apps die aus einem eigenen Samsung Store bezogen werden können.

Mir, als eingefleischter Android Fan, sagt die Moto 360 (2015) sehr zu, da mir hier die Anpassbarkeit gefällt. Allerdings könnte ich mich auch mit der Pebble anfreunden, diese ist mir allerdings für das eher kindliche Design zu teuer.

Für welche Smartwatch habt Ihr euch entschieden oder welche hört sich interessant an? Oder findet ihr intelligente Uhre grundsätzlich sinnlos?

 

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2 Antworten

  1. Tobias Ziegler sagt:

    Schöner Artikel, gibt einen guten Überblick? Bei der Aufzählung sollte die Sony SW3 (steel) nicht vergessen werden, unterstützt immerhin GPS.

    Für mich persönlich war die Samsung Gear S2 aus technischer Sicht die einzige interessante Smartwatch für Android auf der IFA. Die anderen Uhren (mit Android Wear) sind zwar gelungene Weiterentwicklungen, aber eben nur hauptsächlich was Design, Verarbeitung und Aussehen betrifft, verständlicherweise um die Uhren auch als Mode Gadgets zu etablieren. Trotzdem und vor allem wenn man sich die Technik anschaut sind die Preise, abgesehen von der Zenwatch 2, aber insbesondere bei der Huawei Watch meiner Meinung nach zu hoch gesetzt.

    Die Gear S2 hat ein logisches und gut die Gegebenheiten einer Uhr ausnutzendes Bedienkonzept. Kann mir gut vorstellen dass eine drehbare Lünette bald auch in andere Smartwatches implementiert wird. Schhade nur dass es durch Tizen nicht so einfach mit den Apps bei der Uhr ist.

    Die nicht vorhandenen neuen Features bei den Android Wear liegen natürlich auch an Android Wear bzw. Google. Da sollte ein Weg gefunden werden um den Herstellern, die auf Android Wear setzen, mehr kreativen Freiraum und Platz für Innovationen zu geben. Gerade weil die Entwicklung der Smartwatches noch am Anfang steht und nicht abzusehen ist, welche Rolle smarte Uhren einmal in unser vernetzten Umwelt spielen werden und wie diese aussehen, sollte zu Beginn viel ausprobiert und experimentiert werden um zu sehen was möglich ist und gute Lösungen, was Bedienung, Interaktion und Funktionen bzw. gute Kompromisse was die eher klassische Dinge wie Design, Akku usw. betrifft, zu finden.
    Ich hoffe da tut sich noch was bei Android Wear und wir werden ein paar neue Ideen sehen, das sollte bei diesem frühen Entwicklungsstadium doch noch möglich sein.

    • andjojo sagt:

      Da bin ich ganz deiner Meinung! Android Wear fehlt es einfach noch an Features obwohl ich denke, dass diese durch Entwickler durchaus nachgereicht werden könnten. Allerdings ist das öffentlich Interesse an Smartwatches immer noch nicht so hoch wie die Firmen es gerne hätten und somit konzentrieren sich Entwickler doch lieber auf ihre Smartphones.
      Zu Android Wear noch: Ich persönlich finde gut, das Google ein Riegel vorschiebt und die Firmen nicht mit den Oberflächen spielen lässt wie mit Android, allerdings ja du hast recht, features wie die Schnelleinstellungen in der Taskbar wurden auch nur durch Samsung TouchWiz Oberfläche bekannt.
      Ich selbst war wirklich guter Dinge was die Gear S2 angeh doch wie du schon sagtest wird das mit den Apps schwierig.
      Naja auswahl gibt es wenigstens inzwischen genug! 😀 Danke für die Rückmeldung;)

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