Parrot Bebop Drone – WLAN Drohne im Test

Ein Hammer Teil. Wir hatten zwei Wochen lange die Parrot Bebop Drone im Test und haben die Drohne an ihre Grenzen und sogar ein bisschen darüber hinaus gebracht. Wie sich die Einsteiger Drohne mit WLAN im Test schlägt, erfahrt ihr hier.

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“Die Parrot Bebop Drone ist eine relativ günstige Einsteiger Drohne mit einem enorm hohen Spaßfaktor”

 

Verpackung und Zubehör

(Zum YouTube Video)

Die Parrot Bebop Drone kommt mit einem angemessenem Zubehör. In der relativ kleinen Schachtel findet man neben dem Rotorschutz für Indoorflüge, ein Ladegerät, zwei Akkus, acht Ersatzrotorblätter und jede Menge Ladeadapter, für fast jedes Land.

 

Design und Verarbeitung

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Insgesamt sieht die Bebop Drone deutlich leichter aus, als sie tatsächlich ist. Das etwas höhere Gewicht kommt der Drohne allerdings bei der Stabilität in der Luft zu gute. Die Drohne sieht schick und modern aus und ist eigentlich ziemlich gut verarbeitet. Lediglich das Schaumstoffteil um die Kamera hatte bei unserem Modell etwas sehr viel Spiel und saß auch nicht ganz fest. Vielleicht sind die Tester vor uns auch einmal zu oft gegen einen Baum geflogen. Ansonsten macht die Drohne einen sehr stabilen Eindruck. Vor allem die Arme, die zu den Rotoren führen, sind sehr kräftig und halten einiges aus.

 

Kamera

Neben dem Spaß liegt das Hauptaugenmerk der Bebop Drone eindeutig auf der Kamera. Mit vielen unterschiedlichen Features und Funktionen kann diese auch überzeugen. Bilder lösen mit bis zu 14 Megapixeln auf und Videos werden mit Full HD aufgenommen. Alle Aufnahmen werden auf dem integrierten 8 GB Flashspeicher abgelegt.

Bilder können in zwei unterschiedlichen Modi aufgenommen werden. Einmal ist die Aufnahme im komprimierten JPEG-Format möglich. So sehen die Bilder meiner Meinung nach auch am Besten aus. Durch die Weitwinkellinse ensteht eine nette Fisheye-Optik und es kann sehr viel Landschaft und Umgebung auf dem Bild eingefangen werden.

Zum Anderen ist es auch möglich, die Bilder im DNG-Format aufzunehmen. Dadurch entsteht eine noch extremere Fisheye-Optik und die Kamera kann auf die volle Auflösung von 14 Megapixeln zurückgreifen.

Außerdem ist es auch möglich Bilder im Zeitraffer aufzunehmen. Dazu stellt man einfach ein bestimmtes Intervall, zum Beispiel 10 Sekunden, in der App eine und die Drohne nimmt die Bilder dann automatisch auf. Allerdings ist diese Funktion nur beschränkt nützlich, da die Flugzeit bei circa 10 Minuten liegt. In dieser Zeit bewegen sich beispielsweise kaum. Dennoch ist der Zeitraffer Modus ganz nett, wenn man nicht die ganze Zeit auf den Auslösebutton drücken möchte um Fotos aufzunehmen.

Zusätzlich ist es auch möglich Fotos während der Videoaufnahme zu erstellen. Die Auflösung reduziert sich dann allerdings deutlich, denn die Drohne extrahiert dann lediglich einen Screenshot aus dem Full HD Video.

Die Kamera ist stabilisiert und so sind die Videoaufnahmen im perfekt grade. Großartige Wackler sind gar nicht erkennbar, lediglich wenn man die Drohne bewegt. Schwebt dir Drohne an einem Standard so sind perfekt, ruhige Videos möglich.

(Zum YouTube Video)

 

Steuerung

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Wir konnten die Parrot Bebop Drone bisher nur mit der Steuerung über ein Smartphone oder Tablet testen. Den Skycontroller, der zusätzlich erworben werden kann, habe wir nicht verwenden können. Nichtsdestotrotz lässt sich die Drohne auch damit innerhalb weniger Stunden perfekt steuern. Vor allem Anfang sollte man zunächst langsam machen und die maximale Höhe, die horizontale Geschwindigkeit und die maximale Neigung beschränken. Dann kann eigentlich auch nichts schiefgehen.

Für mich war der Joypad Steuerungsmodus am angenehmsten. Mit dem linken Stick konnte man dann steigen, sinken und die Drohne um die eigene Achse rotieren lassen. Auf der rechten Seite wurde die Drohne dann nach vorne, hinten, rechts oder links geneigt.

(Zum YouTube Video)

Im Video seht ihr außerdem noch alle verfügbaren Einstellungen die das Flugverhalten der Bebop Drone betreffen. Zum Beispiel auch die Wahl der Steuerung, die maximale Höhe, die Foto- und Bildfunktion und einiges mehr.

 

Flug

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In der Luft liegt die Parrot Bebop Drone sehr ruhig. Bis auf ein paar Zentimeter hin und her bewegt sich die Drohne kaum. Stabilisiert wird die Drohne über GPS, so kann sie ihre Position halten. Über eine Höhe von 70 Metern habe ich mich nie hinausgetraut, da ich Angst hatte, dass der WLAN-Empfang abreist und die Drohne abstürzt. Aber auch in dieser Höhe klappte die Steuerung immer noch problemlos. Angeblich soll die Drohne mehr als doppelt so hoch fliegen können, 150 Meter laut Herstellerangaben.

Die Bildübertragung von der Kamera auf das Smartphone ist eher suboptimal. Zwar wäre es cool die Drohne aus der FPV zu steuern, dies ist allerdings nicht möglich, da die Bilder nur sehr bruchstückhaft übertragen werden. Manchmal friert das Bild sogar ganze 30 Sekunden ein. Steuern kann man die Drohne dann trotzdem noch. Außerdem schreibt das Gesetz auch vor, dass die Drohne nur mit Blickkontakt geflogen werden darf. Zur Einstellung der Kamera reicht die Bildübertragung aber aus.

Einige nicht ungefährliche Fehlfunktionen sind mir während dem Flug auch aufgefallen. Ab und zu sinkt die Drohne um einige Meter ab und steigt danach raketenartig nach oben, ohne dass ich einen Knopf berührt habe. Dies ist mir zum Glück nur im freien passiert, in einem geschlossenen Raum hätte das bestimmt fatale Folgen gehabt.

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Bei einem Flug ist die Drohne sogar wie ein Stein vom Himmel gefallen. Normalerweise landet man automatisiert. Nach Betätigung des des Landebutton sinkt die Drohne von selbst, bis sie den Boden berührt. Beim Absturz sank die Drohne auch zunächst planmäßig aus 30 Metern Höhe. Als sie 10 Meter über dem Boden waren gingen auf einmal alle Rotoren aus und die Drohne plumpste wie ein Stein zu Boden. Dabei brach ein Fuß der Drohne ab. Bis heute kann ich nicht erklären warum das passiert ist. Der Akku von Handy und Drohne war noch fast vollständig geladen und auch die WLAN Verbindung war nicht abgerissen.

Ansonsten fliegt die Drohne wirklich gut und es sind sehr präzise Manöver mit hohem Tempo möglich. Die Drohne beherrscht zusätzlich auch noch einige Kunststücke. Front- und Backflips und Rollen nach Links und Rechts kann die Drohne ohne Probleme ausführen.

Schade ist nur die recht kurze Akkulaufzeit. Der Hersteller gibt diese mit ungefähr 11 Minuten an, was auch erstaunlich genau stimmt. Zwar variiert die Laufzeit je nachdem wie viele Manöver geflogen werden, aber viel mehr als  10-11 Minuten bekam ich im Test nie zustande. Zum Glück ist ein zweiter Akku bereits im Set enthalten, so dass man nach einer kurzen Zwischenlandung direkt weiter fliegen kann. Aufgeladen war ein Akku nach circa einer Stunde.

 

Fazit

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Das Fazit für die Parrot Bebop Drone fällt trotz der kleinen Macken überwiegend positiv. Für einen Preis von 499 € erhält man eine wirklich gute Drohne. Trotz meiner verschwindend geringen Erfahrung mit Drohnen, würde ich die Bebop Drone dennoch eher als Spielzeug bezeichnen, obwohl die Drohne mit dem separat erhältlichen Skycontroller deutlich professioneller sein soll. Nichts desto trotz ist die Bebop Drone eine solide Einsteiger Drohne, mit einer durchschnittlichen Kamera, die auch auf langfristige Sicht seinem Besitzer oder seiner Besitzerin viel Spaß bereiten kann.

Parrot Bebop Drone

499,00 €
6.9

Kamera

6.0/10

Akkulaufzeit

5.0/10

Design

7.0/10

Steuerung

8.0/10

Flugverhalten

8.5/10

Pros

  • Ruhige Fluglage
  • Einfache Steuerung
  • Schickes Design
  • Hohe Reichweite
  • Sehr Robust

Cons

  • Geringe Akkulaufzeit
  • Häufiges Fehlverhalten

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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1 Antwort

  1. 27. November 2016

    […] die Breeze Cam-App. Hier gibt es keine separat erhältliche Fernbedienung wie bei der Parrot Bebop (zum Testbericht), welche die Reichweite drastisch erhöht. Damit wären wohl aber auch die ganzen vorprogrammierten […]

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