Amazon Echo Spot – Der Alexa-Wecker im Test

Seit ein paar Tagen ziert meinen Nachtisch ein wunderschöner weißer Echo Spot von Amazon. In kurzen Worten zusammengefasst ein kleiner Wecker mit Alexa Sprachassistent, Kamera und Touchscreen. Für was der Echo Spot im Alltag zu gebrauchen ist und ob er den Aufpreis zu einem Echo Dot oder normalen Echo Wert ist, erfahrt ihr im Testbericht.

Design des Echo Spot

In Weiß finde ich den Amazon Echo Spot eigentlich echt hübsch. In Kombination mit dem schwarzen Displayrand ergibt sich wieder das ‘Stormtrooper’ Design, welches mir so gut gefällt. Eher hässlich finde ich den extrem dicken Rand um das Display des Echo Spot. Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen und man hätte den Spot deutlich kompakter gestalten können. Auf der anderen Seite wäre ein großes randloses Display auch extrem schick gewesen.

Der Echo Spot ist deutlich größer als ich ihn erwartet hätte. In der Breite sind es ca. 10 cm und in der Höhe 9 cm. Damit entspricht die kugelige Alexa etwa der Größe einer Grapefruit. Mit Ausnahme, dass der Grapefruit der Deckel fehlt um Platz für ein Display zu bieten.

Display des Spots

Der Bildschirm des Echo Spot ist unübersehbar auf der Vorderseite angebracht. Mit einer Größe von 2,5 Zoll und einer Bildschirmdiagonale von 6,4 cm. Mit einer Auflösung von 480 x 480 Pixeln werden Inhalte wie Text, Bilder und Videos ausreichend scharf dargestellt.

Die Frage ist nur, ob es tatsächlich sinnvoll ist auf einem runden Display dieser Größe Videos wie ‘The Grand Tour’ oder ähnliches anzuschauen. Für die Anzeige von zusätzlichen Informationen zu einem Skill, einem Newsfeed oder ganz einfach der Uhrzeit ist eignet sich das System aber wunderbar.

Die Helligkeit und die Farbdarstellung ist gut. Optimal wäre es natürlich, wenn Amazon hier auf einen AMOLED Screen setzen würde um beispielsweise in der Nacht die Uhrzeit anzuzeigen.

Amazon löst das durch die automatische Regelung der Hintergrundbeleuchtung des Displays und einem sogenannten Nachtmodus. In diesem wird die Helligkeit auf ein absolutes Minimum herunter geregelt und es werden nur noch Informationen zu Uhrzeit und Wetter angezeigt. Somit hindert stört Echo Spot auch nicht den Schlaf.

Klang & Mikrofone

Den Sound des Echo Spots würde ich persönlich irgendwo zwischen dem Echo Dot und dem normalen Echo der zweiten Generation einordnen. Zum aktiven Musik hören über mehrere Stunden würde ihn eher nicht verwenden. Eventuell für die Arbeit ein wenig Spotify oder Radio im Hintergrund. Dafür und zum Wecken allerdings mehr als ausreichend.

Erzeugt wird der Klang durch einen 36mm großen Hochtonlautsprecher. Ein Subwoofer wurde aufgrund der kompakten Größe nicht verbaut bzw. hatte keinen Platz, was man gerade bei der Wiedergabe von Musik hört.

Ein Großteil der Interaktion mit dem Echo Spot läuft mit der eigenen Stimme und Sprachbefehlen ab. Um diese entsprechend zu empfangen und verstehen zu können, verfügt die kleine Kugel über insgesamt vier Mikrofone.

Wie bei den anderen Alexa-Geräten von Amazon läuft die Spracherkennung meist tadellos, auch wenn man sich etliche Meter vom Echo Dot entfernt aufhält.

Zusätzliche Funktionen des Echo Spot

Im Grunde kann der Amazon Echo Spot all das, was auch seine Brüder ohne Display können oder auch nicht können. Es können Timer gestellt werden, man kann Spotify wiedergeben und es können zusätzliche Skills aktiviert werden. Dabei funktionieren alle Skills, die auch unter einem Echo Plus oder Echo Dot laufen. Diese müssen nicht speziell an das Display angepasst werden. Ohne Anpassung des Skills sieht das dann folgendermaßen aus:

Allerdings können Entwickler von Alexa-Skills den Bildschirm auch für weitere Informationen nutzen. Beispiele hierfür sind der Spotify und der Chefkoch Skill. Auf dem Bildschirm können zusätzliche Informationen oder auch Bedienelemente dargestellt werden.

Eine weitere Funktion, welche auf Geräten ohne Display nicht verfügbar ist, ist die Möglichkeit von Videoanrufen. So kann man mit einem Echo Spot via ‘Drop In’ oder Anruf entweder andere Geräte im eigenen Haushalt oder Freunde und Bekannte anrufen. Genutzt werden dafür die verbauten Mikrofone und die Videokamera.

Allerdings sollte man hier tatsächlich beachten, dass hier sowohl die Videoqualität und auch die Größe des Bildschirms beschränken. Um eventuell kurz mal im Kinderzimmer nachzusehen ob alles in Ordnung ist oder die Mama mal kurz anzurufen, sollte es aber ausreichen.

Zusätzlich kann der Spot auch noch über den Bildschirm via Touch bedient werden. Das ist vor allem für die ganzen Einstellungen und Konfigurationen wichtig. Das funktioniert gar nicht mit Hilfe der Spracheingabe. So können unterschiedliche analoge und digitale Designs für die Uhr gewählt werden, Medien- und Wecklautstärke und so weiter gewählt werden.

Das funktioniert aber alles sehr gut und unproblematisch. Wirklich gestört hat mich der Touchscreen nur, als ich bei der Einrichtung mein Amazon Konto mit Passwort und das Wlan Passwort über das winzige Display eintragen musste. Das war vielleicht ein Gefummel. Hier verstehe ich nicht, warum man nicht den gleichen Prozess wie bei einem stinknormalen Echo gewählt hat. Die Einrichtung über die Alexa App.

Fazit zum Amazon Echo Spot

Der Echo Spot ist meiner Meinung nach eine prima Ergänzung zum bestehenden Echo Sortiment. Gerade für den Schreibtisch oder auch den Nachtisch ist das Gerät eine prima Ergänzung. Vor allem weil es einen auch aktiv und ungefragt über den Newsfeed mit Informationen versorgt. Das gefällt mir ziemlich gut. Auch das Anzeigen der Uhrzeit ist gerade auf dem Nachttisch sehr sinnvoll.

Eher unnötig ist meiner Meinung nach die Funktionalität auf dem 2,5 Zoll Gerät Filme und Serien anzuschauen, aber jeder wie er mag. Auch sollte man sich dessen bewusst sein, dass der Spot nicht nur über Mikrofone, sondern auch über Kameras verfügt. Diese befindet sich dann direkt am Bett oder am heimischen Schreibtisch. Das gefällt bestimmt nicht jeden.

Wie ihr euch bereits denken könnt, gefällt mir der Echo Spot ziemlich gut. Hauptsächlich benutze ich ihn um mich morgens mit Spotify bequem wecken zu lassen und um das Licht in meinem Schlafzimmer darüber zu steuern. Den Eindruck trübt für mich vor allem ein Punkt und das ist der Preis.

Mit ca. 130 € ist der Echo Spot nicht gerade ein Schnäppchen. Hier sollte man meiner Meinung nach auf eine Angebotswoche von Amazon warten oder vielleicht auf eine der Alexa Varianten ohne Display zurückgreifen.

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.