Gigaset Elements Thermostate im Test

Das Thema Smart Home finde ich spannend. Egal ob Staubsaugerroboter, Sprachassistenten oder Glühbirnen. Es macht das Leben einfach leichter. Ebenfalls in diese Kategorie gehören smarte Heizungsthermostate. Hier habe ich mir die von Gigaset angeschaut.

Für den Test der Gigaset Thermostate habe ich eine Gigaset Basisstation und drei Gigaset Thermostate erhalten. Die Basisstation funkt mit dem DECT-Standard. Ein großer Pluspunkt in Sachen Sicherheit und Stabilität. DECT nutzt andere Frequenzen als WiFi und überlagert sich dadurch nicht damit.

Auf der anderen Seite schränkt Gigaset damit die Kompatibilität mit anderen Herstellern ein. Im Smart Home Bereich ist einer der verbreitetsten Standards ZigBee oder auch einfach WiFi. Wenn wir aber das Unternehmen Gigaset mal anschauen und wo es her kommt, ist die Wahl auf DECT zu setzen nachvollziehbar.

Einrichtung der Thermostate

Die Einrichtung der Thermostate und der Basisstation ist ziemlich simpel. Durch die Gigaset Elements App auf iPhone oder Android Smartphone wird man zielgenau durch den Prozess gelotst.

Die Basisstation benötigt Strom und einen LAN-Anschluss. Nach der erfolgreichen Einrichtung der Station geht es dann an die Thermostate. Diese werden mit einer Großzahl an Adaptern ausgeliefert, damit sie an jede Art von Heizkörper passen. Das hat bei mir auch ohne Probleme geklappt.

Anschließend müssen sie in der App hinzugefügt werden, einem Raum zugewiesen und eingestellt werden. Meist gibt es auch direkt das aktuellste Firmware Update für die Thermostate.

Nun kann auf Raumebene ein Zeitplan für die Temperatur der Thermostate erstellt werden. Oder man benutzt andere Sensoren für die Steuerung unterschiedlicher voreingestellter Szenen. Da mir diese Sensoren nicht zur Verfügung stehen, benutzte ich rein die Steuerung über den Zeitplan.

Jetzt aber zu dem, was mir bei der Benutzung der Gigaset Thermostate im Alltag aufgefallen ist:

Gigaset Thermostat – Was mir gefällt

Akkulaufzeit

Gigaset optimiert die Akkulaufzeit der Thermostate stark. So werden Updates von der Basisstation nur alle 15 Minuten an die Thermostate geschickt. So halten die Batterien der Gigaset Thermostate noch immer, während ich bei einem Konkurrenz Produkt bereits vor einigen Monaten die Batterien tauschen musste. Grade in Sachen Langlebigkeit ist das ein wichtiger Punkt.

Zuverlässigkeit

Die smarten Heizungsregler tun genau das, was man von ihnen erwartet. Und das zu jeder Zeit. Es wird rechtzeitig gewarnt, wenn der Batterie leer geht, ein Firmware-Update ansteht oder sonst etwas nicht stimmt. Alles einfach über die App oder das Cloud-Web Interface.

Preis

Ebenfalls wichtig ist bei einem solchen Produkt ist immer der Preis. Da man sich in ein Ökosystem mit vielen Komponenten einkauft, sollte dieser konkurrenzfähig sein. Sonst wird es nach 10 Thermostaten, 12 Sensoren und einer Basisstation ganz schön teuer. Und hat man erstmal einige Thermostate wechselt man erstmal nicht so schnell zur Konkurrenz und schmeißt die Investition über Bord.

Zum Glück liegen die Thermostat preislich recht gut im unteren Teil des Marktes. Ein Starterpaket mit Basisstation und drei smarten Heizkörpersteuerelementen kostet 150 €. Ein einzelnes Thermostat zur Erweiterung liegt bei knapp unter 50 €. Einige Konkurrenzprodukte liegen hier bei 70-80 €. Da liegt man bei Gigaset ganz ordentlich.

Gigaset Thermostat – Was mir nicht gefällt

Kompliziertes erstellen von Regeln

Das erstellen von Zeitplänen und Regeln in der App ist etwas kompliziert. Man muss jede einzelne Änderung eintragen. Zum Beispiel: 9 Uhr => Thermostat auf 21 Grad, 10 Uhr => Thermostat auf 19 Grad, 18 Uhr => Thermostat auf 21 Grad und so weiter…

Dabei muss man jedes mal die Zeit einstellen und auch die Temperatur zwischen 5 Grad und 30 Grad. Das ist extrem unübersichtlich und verwirrend. Bei Konkurrenzlösungen geht das einfacher. Hier werden Temperaturen für Zeiten in denen man daheim ist, für die Nacht und tagsüber wenn niemand zu Hause ist definiert. Anschließend werden für jede Zone in einer Übersicht einfach Balken hin und her geschoben. Deutlich übersichtlicher.

Allerdings ist das auch nur einmal nervig. Sobald die Regeln einmal richtig aufgestellt sind, laufen diese im Hintergrund ordnungsgemäß durch.

Keine Google Home Integration

Was mich extrem ärgert, dass Gigaset keine Google Home Unterstützung für die Thermostate anbietet. Es gibt eine Anwendung für Google Home, allerdings nur für die Sicherheitssysteme. Mit dem Alexa Skill können zum Beispiel auch die Thermostate gesteuert werden. Leider hat sich hier in dem halben Jahr in dem ich die Thermostate jetzt im Einsatz habe nicht verändert. Mal schauen ob noch etwas passiert.

Fazit zu den Gigaset Thermostaten

Wer sich die Gigaset Thermostate zulegt, trifft keine schlechte Wahl. Das ganze Ökosystem ist gut in einander verknüpft und kann mit allem möglichen erweitert werden. Klimasensoren, Fester- und Türsensoren, smarte Steckdosen und mehr sind verfügbar. Auch können Phillips Hue Birnen integriert und über die Gigaset elements App und die Sensoren gesteuert werden. Das habe ich allerdings nicht probiert.

Außerdem tun die Gigaset elements Thermostate genau das was man von ihnen erwartet, mit langer Laufzeit und zu einem fairen Preis. Was will man mehr?

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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