Jabra Move Kopfhörer im Test

Die Jabra Move sind alles was ich mir von einem Kofphörer verspreche. Nie wieder Kopfhörer mit Kabeln ist das Fazit nach ein paar Wochen mit einem Bluetooth Kopfhörer und nie wieder billige scheiß Kopfhörer.

Jabra Move

Aussehen

Ich habe mich die Jabra Move in Blau entschieden und bin sehr zufrieden mit meiner Wahl. Das Blau hat einen schönen Ton, ist aber gedeckt genug um es zu allem anziehen zu können. Das Metall und die innen liegenden Teile sind in schwarz gehalten und runden das Blau schön ab. Auf den Bügeln findet man einmal auf jeder Seite den Jabra-Schriftzug und auf den Ohrmuscheln findet man auf der Außenseite einen Kreisförmigen Schriftzug, der auf das Sounddesign und den Hauptsitz von Jabra hinweist. Ich mag dieses Aufdrücken der eigenen Marke ja nicht so, aber ich hab es schon wesentlich schlimmer erdulden müssen Insgesamt schmiegt sich die Werbung gut in das Design ein.

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Mir gefällt sehr gut, dass Jabra den Mist mit den CE Kennzeichen schön dezent auf der Innenseite des linken Bügels angebracht hat. Wenn man nicht darauf achtet, dann sieht man die Kennzeichnungen nicht. Außerdem gibt es für die verwirrten unter den Benutzern in den Ohrmuscheln den Aufdruck welche Seite es ist. Ganz simpel ist je ein serifenloses R und L innen zu sehen. SO muss das sein.

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Buttons und Anschlüsse

Ein Bluetooth-Kopfhörer braucht natürlich auch ein paar Buttons und Anschlüsse. An der linken Ohrmuschel ist unten der 3,5mm Klinkenanschluss und leicht nach hinten versetzt eine Lautstärkewippe und ein Play/Pause Button. Alle drei Buttons haben einen sehr guten Druckpunk. Die Reaktionszeit hängt von der Bluetooth-Stärke ab, ist aber bemerkbar. Gefühlt bin ich schneller mit den Kontrollen an meiner Smartwatch. Das mag aber auch Einbildung sein.

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Auf der rechten Seite ist mittig, unten ein MicroUSB Anschluss angebracht um die Kopfhörer laden zu können. Ich mag es sehr, dass sie sich hier an den Smartphone Standard gehalten haben. Ich kann mit dem Ladekabel, das ich ohnehin schon rumschleppe, auch im Notfall meine Kopfhörer laden. Zwei Stunden braucht das Move laut Jabra für einen vollständigen Ladezyklus. Wie auf der linken Seite, ist der nächste Button leicht nach hinten versetzt zu finden. Diesmal ist es ein Schiebeschalter, der als An/Ausschalter fungiert. Wenn man den Move anschaltet gibt er per Sprachkommando Auskunft darüber, dass er angeschaltet wurde, auch beim Verbinden gibt die Stimme mit einem lauten connected Auskünft über den aktualisierten Status. Ansonsten gibt ein kleines LED Auskünft über den Status.

Klang

Ich mag den Klang der Jabra Move sehr. Sie sind bassig, aber nicht zu sehr. Die Höhen und Mitten sind klar. Die Move schließen auch gut nach außen ab. So sehr, dass sie nicht auf einem Fahrrad getragen werden können. Ich mag es mit meinen Sennheiser MX die Google Maps Fahrradnavigation zu benutzen. Das würde ich mit den Jabra Move nicht mehr tun, trotz “fehlendem” Noise Canceling.

Ich muss allerdings sagen, dass die leiseste Einstellung mit meinem Smartphone fast zu laut ist. Wenn um mich rum alles leise und friedlich ist, dann würde ich gerne noch leiser stellen. Das liegt aber wahrscheinlich eher an meinem Z3 Compact, als an den Kopfhörern. Audionerds bitte ich hier nicht schreiend den Laptop wegzuwerfen. 😉

Die Jabra Move als Freisprechanlage

Die Move haben eine Freisprechanlage eingebaut. Diese funktioniert sofort, wenn man die Move mit dem Telefon gekoppelt hat. Man muss weder etwas einstellen noch groß rumfummeln. Die Sprachqualität ist auf beiden Seiten sehr gut. Ich telefoniere ja nicht oft, aber auf Nachfrage bei meinen Gesprächspartnern und Gesprächspartnerinnen, ob denn das Gespräch eine schlechtere Qualität hatte, kam prinzipiell ein verwundertes Nein. Ich denke das spricht für sich selbst. Wo es überhaupt nicht funktioniert hat war im Zug. Da wurden soviele Zuggeräusche übertragen, dass es nicht funktioniert hat.

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Tragekomfort

Wie man auf den Bilden erkennen kann sind die Move ganz klassische OnEar Kopfhörer. Sie liegen also mit der gesamten Fläche auf dem Ohr auf. Anders als OverEar, deren Polster das Ohr umschließen sollten und InEar, die man sich in das Ohr steckt. Da jeder Mensch einen anderen Kopf hat müssen die Kopfhörer an einigen Stellen ein wenig Flexibilität haben.

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Die Move geben an drei Stellen nach. Die Bügel lassen sich weiter auseinander ziehen, federn also ein wenig. Die Bügel lassen sich ausziehen und verlängern.

Verstellen

Außerdem sind die Ohrmuscheln in der horizontalen drehbar. Die gepolsterten Ohrmuscheln geben auch noch ein wenig nach, beide zusammen lassen sich circa einen halben Zentimeter Eindrücken und geben so nochmal ein wenig Spielraum.

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Insgesamt passen mir die Jabra Move sehr gut. Anders als bei den Ultrasone Go hatte ich auch nie das drückende Gefühl an der oberen Ohrenkante. Vom Tragekomfort kann ich die Move also durchaus empfehlen.

Eine Sache nervt ein klein wenig. Wenn ich den Kopf zu weit nach vorne beuge, dann hab ich immer das Gefühl die Move würden leicht nach vorne rutschen. Mir sind sie ein paar mal bei wirklichen sportlichen Bewegungen auch runtergefallen. Für den Sport sind sie also nicht geeignet.

Akkulaufzeit

Jabra gibt für die Move 8 Stunden Akkulaufzeit an. Ich bin jeden Tag zwei Stunden zur Arbeit unterwegs und hatte da nie Probleme. Nach ein paar Tagen, wenn ich mal dran denke, dann hab ich sie geladen. Die Hersteller-Angaben klingen für mich hinreichend plausibel. Ich denke die Meisten gehen auch nicht acht Stunden am Stück raus und Abends kann man sie ja einfach aufladen. Das tue ich eh schon mit meiner Smartwatch und meinem Smartphone. Im Notfall haben die Move auf noch einen 3,5 Klinkenanschluss. Selbst wenn der Akku leer ist, kann man also mit einem Kabel immernoch Musik hören. Ich hab tatsächlich eh immer so ein Kabel dabei. Ich brauche das auf der Arbeit oder in der Uni relativ häufig und vor Ort ist nie eines. Die Standby Zeit soll 12 Tage betragen.

Bluetooth

Mindestens eine Stunde am Tag sitze ich mit Kopfhörern auf dem Kopf in Bussen und Bahnen und ich muss sagen so praktisch Bluetooth auch in Sachen Bewegungsfreiheit ist, so unpraktisch ist die ganze Geschichte wenn es ums Thema Akku geht. Mein Z3 Compact geht früher in die Knie als mit einem kabellosen Kopfhörer. Wenn ihr also ein Telefon mit schlechtem Akku habt, dann solltet ihr eventuell ein Kabel benutzen.

Die Verbindung ist aber gut. Ich hab keine nennenswerten Verbindungsabbrüche gehabt. Mit Play Music hatte ich im Zusammenhang gelegentlich Probleme, aber das liegt an der App. Mit jeder anderen App (Walkman, Amazon Music, Spotify oder Pocket Casts) war die Verbindung 1a.

Lieferumfang

Im Lieferumfang ist neben dem Move ein recht billig wirkendes 3,5 Klinkenkabel, ein MicroUSB Kabel und sonst nichts. Eine kleine Tasche wäre noch cool gewesen, aber für den Preis und die Qualität der Kopfhörer finde ich es vollkommen ok, dass keine Tasche dabei ist.

Jabra Move mit Kabel

Technische Spezifikationen

Bluetooth 4.0
Verbindungen 8 Verbundene Geräte möglich, 2 davon gleichzeitig
Standby Zeit 12 Tage
Akku Zeit 8 Stunden
Abmessung H 172 x W 146,1 x D 59 mm
Gewicht 150g
Größe Lautsprecher 40mm dynamic speaker
Lautsprecher Sensitivität 94dBSPL with 60mV at 1kHz
Impedanz 29 Ohm ±15%
Max Input Power 80mW
Frequenz Range 20Hz to 20kHz
Typ OnEar

Weitere Informationen zu den technischen Details gibt es bei Jabra.

Fazit

Von mir gibt es hier eine klare Kaufempfehlung. Ich bin super zufrieden und hab nichts zu meckern. Die Move passen gut, klingen sehr gut, die Bluetooth-Verbindung ist gut. Was will man mehr von Kopfhörern?

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr BT-Kopfhörer oder plant ihr welche zu kaufen? Lasst uns doch mal an euren Erfahrungen und Gedanken teilhaben.

Jabra Move

150
8.8

Klang

9.0/10

Tragekomfort

8.5/10

Portabilität

9.5/10

Freisprecher

8.0/10

Pros

  • Akkulaufzeit
  • Keine Kabel
  • Tragekomfort

Cons

  • Sitzen nicht immer 100% fest
  • Als Headset in lauten Umgebungen schwierig

Jens Kessler

Ich bin ein Technikenthusiast und ein Liebhaber von schönen Dingen. Als angehender Lehrer interessieren mich nicht nur die pure Technik, die nackten Zahlen und das schärfere Display, sondern auch die gesellschaftlichen Implikationen. Wie verändert Technik unser Leben und das Leben der zukünftigen Generationen? Welche Einsatzmöglichkeiten bieten sich in der Bildung? Wie wird Technik gesellschaftlich aufgenommen?

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