LG G5 – das Smartphone mit Weitwinkelkamera im Test

Wir hatten das G5 von LG für einige Wochen in der Hosentasche und haben es intensiv getestet. Was dabei herauskam erfahrt ihr hier im Test.

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Es ist zwar schon eine Zeit lang her, das wir das G5 zum testen hatten, dennoch vermisse ich das Smartphone seither. LG legt bei dem Smartphone vor allem Wert auf die zwei Kameras und die tauschbaren Module, die LG Friends. Zu diesen gehört aber auch die LG 360 Cam, Bilder der Kamera findet ihr hier. Nun aber zum diesjährigen Flaggschiff aus dem Hause LG.

Design und Verarbeitung

Das Design des LG G5 finde ich zwar sehr cool, aber es hat nicht so sehr diesen “WOW-Effekt” wie es das S7 oder ein iPhone hat. Es wirkt alles sehr viel verspielter, durch die Formen und Abrundung. Ein individuelles Design ist aber keinesfalls schlecht. Auf der Vorderseite ist das Glas am oberen Displayrand abgerundet. Eine tiefere Funktion hat das zwar nicht, man streicht hier ja auch bei der gewöhnlichen Benutzung eigentlich nicht drüber, sieht aber recht schick aus.

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Super find ich auch den USB Typ C Anschluss der ja bei Flaggschiff Smartphones inzwischen Standard ist. Der Fingerabdrucksensor funktioniert schnell und zuverlässig und dank Android 6 kann man ihn auch für Apps wie PayPal oder beispielsweise die Bankingapp Number 26 nutzen. Das besondere hier ist, das es kein Powerbutton gibt, dieser ist vollständig im Fingerabdrucksensor integriert. Ähnlich wie der Homebutton beim iPhone ist der Sensor also auch ein Knopf. Ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig aber nach kurzer Zeit hat man sich auch daran gewöhnt. Wenn man die Vorgänger anschaut, die allen den Powerbutton auf der Rückseite haben, ist dieser Schritt auch nur logisch gewesen.

Software und Perfomance

Das Design der Software hat mir recht gut gefallen. Ich bin zwar ein großer Stock-Android Fan, allerdings hat man auch bei dem G5 das Gefühl das es eine durchgängige Designsprache gibt. Von der Bedienung ist zum Stock-Android kein Unterschied zu merken. Auch sonst läuft die Software wirklich flüssig und man merkt keine Ruckler.

Akku

IMG_9518 Der Akku, des LG G5 ist okey. Er vollbringt keine glanztaten aber ist auch nicht wirklich schlecht. Bei 3,5 Stunden Screen-On Time musste ich dann abends so gegen 20 Uhr wieder aufladen. Allerdings kam dann mitten im Test Pokemon Go raus. Dann ging es mit der Akkulaufzeit natürlich bergab und eine Powerbank wurde auch bei diesem Gerät benötigt.

Kamera

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Wow. In die Kamera hab ich mich eigentlich verliebt. Die normale Kamera macht sehr gute Bilder, doch die Weitwinkelkamera macht einfach unglaublich Spaß. Hier werden dann zwar, vor allem bei schlechtem Licht, nicht die allerbesten Bilder gemacht, doch ich finde der Spaß den man mit der Kamera hat, der überwiegt einfach. Wenn man ein Gruppenfoto macht und zu einem ganz am Rand sagt: “grins mal” und dieser nur ungläubig schaut, weil er nicht damit rechnet auf dem Bild zu sein. Ist mir des öfteren passiert. Aber schaut euch doch einfach mal ein bisschen meine Bilder durch, die ich gemacht hab:

[Link zu den Bildern]

Leider finde ich die Kamera Software nicht so toll. Es gibt einen Profimodus um genauere Einstellungen (Blende Belichtungszeit und Co) vorzunehmen, wenn man diesen allerdings aktiviert hat kann man nicht mehr Filmen. Das hätte man besser lösen können.

LG Friends

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Das unnötigste Feature, wie ich finde. Es zwar grundsätzlich eine sehr schöne Idee, Teile des Smartphones einfach austauschen zu können, bzw. einfach kurz ein anderes Modul zu benutzen, umgesetzt wurde das hier aber eher so “meh”, wie ich gern sage. Wenn man ein Modul wechselt drückt man unten auf einen Knopf und das eingebaute Modul wird samt Akku ausgeworfen. Das Telefon schaltet sich dadurch ab. Jetzt kann man den Akku vom Modul lösen, an ein anderes anschließen und dieses dann einsetzen. Gebootet ist das G5 in wenigen Augenblicken.

Ich hatte das Kameramodul, zur besseren Bedienung und kleinem Zusatzakku und das B&O Soundmodul im Test. Das Kameramodul sieht ziemlich doof aus. Ein dicker Klotz hängt hinten am Smartphone, ist aber vom Handling gar nicht so schlecht. Die Kamera kann man schon besser bedienen. Gezoomt wird durch ein kleines Rad an der Ecke. Den zusätzlichen Akku kann man aber total vergessen. Ich hab eigentlich keine Auswirkungen auf meine Tagesakkulaufzeit gemerkt und damit ist für mich der Effekt hinfällig. Hinzukommt das die Integrität des Akkus schlecht ist. Wenn ein Knopf des Moduls gedrückt wird, wird das Handy geladen. Ansonsten nicht. Man hätte das doch so machen können, das sie automatisch miteinander kommunizieren um möglichst eine lange Akkulaufzeit zu bekommen? Für immer noch mindestens 50€ (gefunden auf eBay, neu) würde ich die Finger davon lassen.

Ebenfalls würde ich die Finger vom B&O Soundmodul lassen. Mein Rat: kauft für 150€ lieber richtig schöne Kopfhörer. Davon habt ihr mehr. Das Handy wird ein Stück größer ihr habt eine neue 3,5mm Klinkenbuchse dadurch soll ein deutlich besserer Klang kommen. Vielleicht ist das ja auch nur was für wirkliche Liebhaber, aber mit sämtlichen AUX-Anschlüssen und Kopfhörern waren die Unterschiede nur minimal.

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Doch alles in allem finde ich das G5 wirklich ein sehr gelungenes Smartphone. Für inzwischen schon unter 400€ bekommt ihr ein super Gerät mit einer Kamera, die ich jetzt immer vermisse.

 

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