Livescribe 3 Smartpen im Test

Vor einigen Tagen hatten wir den Livescribe 3 Smartpen da und haben ihn einige Zeit im Alltag getestet. Mit dem intelligenten Stift lassen sich Aufschriebe ganz einfach auf das Smartphone oder Tablet übertragen. Wir haben den Stift in Kombination mit der neuen Android App getestet.

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Lange Zeit war der Livescribe 3 Smartpen nur mit iOS Geräten kompatibel. Vor ein paar Wochen veröffentlichte Livescribe 3 dann eine Android Anwendung und seit dem funktioniert der Bluetooth Stift auch mit Android Geräten. Einen Vergleich zwischen der Funktionalität mit den beiden Plattformen hatten wir nicht, wir haben den Stift nur mit Android Geräten testen können.

 

Theorie

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Um den Livescribe 3 Smartpen unter Android richtig nutzen zu können benötigt man zwei Apps, die auf dem Smartphone bzw. Tablet installiert sind. Zum Verbinden mit dem Smartphone und zur Einrichtung des Stiftes wird die Livescribe Link App gebraucht, für das Anlegen und Speicher der Notizen wird die Livescribe+ App verwendet.

Livescribe Link
Livescribe Link
Entwickler: Livescribe Inc
Preis: Kostenlos
Livescribe+
Livescribe+
Entwickler: Livescribe Inc
Preis: Kostenlos

Die eigentliche Einrichtung erfolgt dann mit dem Anschalten des Stiftes. Dazu muss das Gummiband gedreht werden. Daraufhin leuchtet die Led im Stift auf und das Anschalten wird mit einem akustischen Signal bestätigt. Grade in stillen Vorlesungssälen ist das akustische Signal sehr störend. Vor allem da ich den Stift immer ausgemacht habe, wenn ich ihn für 10 Minuten nicht gebraucht habe. Bei jedem Ein- und Ausschalten war der Stift dann zu hören.

Nichtsdestotrotz machen wir mal weiter mit dem Prozess der Einrichtung. Ist der Smartpen eingeschaltet, muss am Smartphone die Livescribe Link App geöffnet werden und das Bluetooth des Smartphones aktiviert werden. Anschließend sollte der Stift in der App auftauchen und kann konfiguriert werden. Zur Verbindung aber später noch mehr.

Hat man es geschafft den Stift zu verbinden kann eigentlich auch schon losgelegt werden. Dazu muss man nun in die Livescribe+ App wechseln, Record drücken und anfangen zu schreiben. Alle Bewegungen werden dann vom Papier auf das Smartphone übertragen.

 

Praxis

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In der Theorie hört sich das alles ganz einfach an, aber in der Praxis war dies dann leider nicht ganz so. Die Verbindung zwischen Smartphone und Smartpen brach leider häufig ab oder konnte teilweise erst nach mehreren Neustarts beider Geräte richtig hergestellt werden. Teilweise hat dies sogar über 10 Minuten gedauert. Glücklicherweise hat der Stift eine Art Memory Funktion, er merkt sich also alles was aufgenommen wurde und überträgt das geschriebene auch zu einem späteren Zeitpunkt an die App.

Das Geschriebene wird dann automatisch in einem Notizbuch in der Livescribe+ App gesammelt. Ziemlich beeindruckend war das automatische Erkennen der jeweiligen Position und sogar Seite, auf der gemalt, geschrieben oder gezeichnet wurde. Die Bestimmung der Position erfolgt über das spezielle Muster des Livescribe Papiers. Anhand der winzigen Punkte und Linien darauf kann der Stift sich orientieren und die Daten korrekt an das Smartphone und die App übermitteln. Allerdings wurde während des Testzeitraums komischerweise ein zweites Notizbuch angelegt, in welches alle weiteren Informationen übertragen wurden. Ob das ein Bug ist oder ob ich selbst ein neues erstellt habe, aus versehen natürlich, kann ich nicht sagen. Allerdings ließen sich die beiden virtuellen Blöcke leider nicht mehr zusammenlegen.

Im Test hielt der Stift locker drei Tage an der Uni, mit circa 14 geschriebenen Seiten, ohne aufgeladen zu werden. Vor dem Test wurde der Stift via Micro USB Kabel einmal vollständig aufgeladen. Außerdem ziemlich praktisch war der Toch Aufsatz, am anderen Ende des Stifts. Damit konnte man das Tablet bedienen, ohne den Stift aus der Hand zu legen.

 

Fazit

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Der Livescribe 3 Smartpen ist ein ziemlich interessantes Gadget, welches vor allem Studenten und Schülern viel Zeit ersparen kann und Ordnung in das Skripte Chaos bringen kann. Der Stift liegt gut in der Hand und sieht schick aus, auch wenn er durch das viele Plastik und die Größe etwas an ein Kindergartenspielzeug erinnert. Dennoch steckt einiges unter der Haube. In der Praxis erfasste der Livescribe 3 Smartpen alles Geschrieben gut und auf den Millimeter genau. Lediglich mit der Bluetooth Verbindung haperte es häufig, was das Gesamtbild doch ein wenig trübt. Auch sind die Blocks zum Mitschreiben recht teuer. Der Preis liegt auf Amazon.de bei ungefähr 10 € pro Block, was meiner Meinung grade für die Zielgruppe Schüler und Studenten ein ordentlicher Batzen Geld ist. Allerdings ist auch der Stift selber nicht ganz billig, dieser ist aktuell ab 150 € bei Amazon.de zu haben. Für Gadget Fans ist er dennoch zu empfehlen, da der Stift eine beeindruckendes Stück Technologie ist und jede Menge Aufmerksamkeit erregt.

 

Livescribe 3 Smartpen

ab 150 €
7.3

Verarbeitung

7.5/10

Funktionalität

7.0/10

Mehrwert

7.0/10

Preis/Leistung

6.0/10

Akkulaufzeit

9.0/10

Pros

  • Handschrift Übertragung funktioniert sehr gut
  • Automatische Erkennung von Seite und Position
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Gute Akkulaufzeit

Cons

  • Verbindungsprobleme
  • Teurer Spaß (Stift und Blöcke)

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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