Skagen Falster 2 – Die schönste Wear OS-Smartwatch im Test

Seit der IFA letzten Jahres warte ich darauf eine der neuen Smartwatches der Fossil Group testen zu können. Der erste Eindruck war damals sehr gut und auch die neuen Features waren lange ersehnt. Endlich habe ich nun eine davon zum Testen bekommen und glücklicherweise war es auch noch die schönste aller vorgestellten Wear OS-Uhren. Die Skagen Falster 2.

Skagen Falster 2 – Zahlen, Daten und Fakten

  • Gehäuse: 40mm aus Edelstahl
  • Armband: 20mm
  • Display: 1,2 Zoll AMOLED 320 x 320 Pixeln
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon Wear 2100
  • Speicher: 512 MB RAM und 4 GB interner Speicher
  • Akku: 300 mAh => 1-2 Tage
  • Sonstiges: GPS, NFC, Herzfrequenzsensor, Bluetooth 4.1, Lautsprecher
  • Software: Wear OS by Google

Skagen Falster 2 – Was ich nicht mag

Punkt 1: Die Akkulaufzeit

Mein größtes Problem mit der Falster 2 ist die kurze Akkulaufzeit. Da die Uhr für eine Smartwatch relativ klein und schlank ist, passt auch kein allzu großer Akku in das Gehäuse. Mit 300 mAh Akku ist der Akku nicht besonders groß. Das spiegelt sich auch in der Akkulaufzeit wider. Angegeben ist diese mit 1-2 Tagen, ich würde sie aber auf maximal einen Tag ansetzen.

Nutzt man Features wie das “Always On Display” kann sogar der Tag schon knapp werden. Ansonsten ist ein guter Tag möglich aber dann ist auch wirklich Schluss. Nachts muss die Uhr auf jeden Fall an die Steckdose. Dank Schnelladefunktion ist die Uhr aber auch extrem schnell wieder voll, dazu aber später mehr.

Punkt 2: Die Performance

Fast alle negativen Punkte liegen nicht bei Fossil oder Skagen. Leider. Sie sind ein Problem fast aller Smartwatches aus dem Wear OS-Universum. Diese sind seid Jahren bekannt und Google bekommt das irgendwie nicht in den Griff. Liegt aber auch ein wenig an der Standard-Hardware für Wear OS Uhren. Ein in die Jahre gekommener Qualcomm Snapdragon 2100 Prozessor und nur 512 MB RAM.

Eines dieser Probleme ist nämlich die Performance. So wirklich reproduzieren kann ich es nicht, aber ab und an ist die Uhr sehr langsam. Ein andermal wieder läuft alles fluffig und flüssig.

Wenn die Uhr mal wieder etwas lahmt, sind Eingaben verzögert, beim Scrollen hängt es und Apps haben lange Ladezeiten. Man hat das Gefühl die Uhr lädt im Hintergrund noch etwas nach. Allzu häufig ist das zum Glück nicht, aber man merkt einfach, dass Wear OS absolut nicht optimiert auf die Hardware ist. Bei einer Apple Watch oder eine Galaxy Watch ist das ganz Anders.

Skagen Falster 2 – Was ich mag

Punkt 1: Das Design

Kommen wir nun endlich zu den positiven Punkten der Skagen Falster 2. Und hier komme ich richtig ins schwärmen. Mir gefällt die Optik einfach unglaublich gut.

Das schöne schlichte Gehäuse aus Edelstahl wirkt schlank und aufgeräumt. Keine unnötigen Zierelemente oder ähnliches. Die Uhr gehört auf jeden Fall zu den kompaktesten Smartwatches auf dem Markt. Dazu ein schickes Lederarmband, fertig.

Im Gegensatz zum Vorgänger hat die Falster 2 nun zwei Knöpfe mehr. Ober- und Unterhalb der Krone kam ein weiterer dazu. Damit lassen sich nun Schnellstarts von Apps programmieren. Auf jeden Fall ein praktische Ergänzung.

Für den Test habe ich die Variante mit hellem Edelstahlgehäuse und braunem Lederarmband erhalten. Es gibt aber noch ein schwarzes Gehäuse und zahlreiche Kombinationen mit Leder, Silikon und Metallarmbändern.

Punkt 2: Die Features

Die Falster 2 ist mit neuen Features vollgestopft. Somit sind die Smartwatches endlich wieder ‘State of the Art’. NFC ist in der Uhr verbaut. Damit kann kontaktlos im Supermarkt oder im Restaurant via Google Pay bezahlt werden.

Ebenfalls nun mit an Board ist GPS zum Tracken von Aktivitäten wie Laufen und Rad fahren. Früher wurde dazu immer noch das Smartphone benötigt. Die Uhr hat dann das GPS-Signal des Smartphones abgegriffen. Die Falster 2 kann das nun eigenständig ohne Verbindung zum Smartphone.

Ebenfalls ein neues Feature in der aktuellen Generation der von Fossil gebauten Smartwatches ist der Herzfrequenzsensor. Praktisch um beim Sport, im Alltag oder auch beim Schlafen zu messen. Durch den Herzfrequenzsensor lässt sich viel präziser die Intensität und der Energieverbrauch eines Trainings bestimmen.

Punkt 3: Schnellladefunktion

Vorhin habe ich die dürftige Akkulaufzeit der Skagen Falster 2 kritisiert. Durch die Schnellladefunktion wir das nun fast wieder kompensiert. Nach einer Stunde am Ladegeräte ist die Uhr schon wieder fast voll. Über 90 Prozent Akkuladung werden in dieser Zeit erreicht.

Gerade wenn man von der Arbeit heimkommt und nochmal fortgehen möchte ist das praktisch. Man legt die Uhr aufs Ladegerät, macht sich in der Zeit fertig, duscht und zieht sich an. Bis dahin ist die Uhr auch schon wieder soweit geladen, dass sie den Abend problemlos überstehen sollte.

Punkt 4: Die Watchfaces von Skagen

Ebenfalls ein richtiger Hingucker sind die von Skagen entwickelten Watchfaces für die Falster 2. Diese sind, der Leitlinie der Dänen entsprechend, aufgeräumt und minimalistisch. Vor allem das analoge und digitale Standardwatchface haben es mir sehr angetan.

Hier ein paar Bilder dazu:

Punkt 5: Das Design

Um es abschließend nochmal zu erwähnen und, weil der Bericht auch so heißt: Die Skagen Falster 2 ist momentan die schickste und eleganteste Smartwatch mit Wear OS am Markt.

Mein Fazit zur Skagen Falster 2

Für mich überwiegen eindeutig die positiven Argumente zur Falster 2. Wenn man sich des Akkuproblemes bewusst ist und einen das nicht stört, ist die Falster 2 die perfekte Lifestyle-Smartwatch. Sie sieht gut aus, bringt eigentlich alle notwendigen Features und Funktionen mit sich und ist mittlerweile auch gar nicht mehr so teuer.

Bei Amazon ist die Uhr in der Lederausführung bereits ab 175 € zu haben.

Wer sich aufgrund des Akkus nicht dazu durchringen kann, der sollte vielleicht noch ein wenig warten. Mehrere Gerüchte behaupteten, dass eine neue Generation an Smartwatches von Fossil bereits vor der Tür steht. Vielleicht ist da ja auch ein ebenso schicker und etwas verbesserter Nachfolger für die Skagen Falster 2 dabei.

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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