Tuxedo Infinity Book: Macbook Konkurrent mit Linux im Test

Das Tuxedo Infinity Book ist ein sehr interessantes Notebook, welches auf den ersten Blick aussieht wie ein Macbook. War ich anfangs stark gehyped, so hat mich das Produkt nach einer längeren Testzeit leider doch ein wenig enttäuscht. Das hat nichts mit der Hardwareleistung oder dem Betriebssystem zu tun, sondern mit dem, was Apple so zusätzlich kann. Was genau das ist, erfahrt ihr in diesem Test.

Design und Haptik

Hier fängt es schon an. Sieht es von weitem sehr stark nach einem Macbook aus, so verfliegt das Gefühl recht schnell, wenn man näher dran ist. Doch was führt dazu, dass das Infinity nach Macbook aussieht?

Logo ist genauso wie beim Macbook "falsch herum" abgedruckt

Logo ist genauso wie beim Macbook “falsch herum” abgedruckt

Zunächst einmal ist es das Aluminiumgehäuse, welches sogar die gleiche Farbe wie das Apple Pendant hat. Dieses klassische Silber wird wohl jeder mit Apple verbinden. Allerdings fühlt sich dieses Aluminium ein wenig anders als das vom Macbook an. Es ist nicht so glatt und kühl, sondern eher rau und warm. Ich kann nicht sagen, woran das liegt, aber so ist es nun mal.

Dazu hat das Laptop noch die klassische 13 Zoll Größe. Legt man es neben ein Macbook Air und schaut von weitem hin, so sieht es wirklich aus, als hätte man Zwillingsgeräte. Doch nicht nur Größe und Optik von außen sind gleich, sondern auch nach dem Aufklappen werden Ähnlichkeiten sichtbar.

Die Tastatur sieht auch hier wirklich “wie vom anderen Gerät” aus. Mit der Hintergrundbeleuchtung wird der Effekt sogar noch verstärkt (wobei fast jedes Gerät diese hat). Allerdings gibt es da kleine aber feine Unterschiede. Die Tasten vom Macbook Air fühlen sich glatter an, sind dafür aber erstaunlicherweise nicht so rutschig. Die vom Tuxedo fühlen sich doch arg rutschig an. Auch die Hintergrundbeleuchtung hat eine etwas andere Farbe, aber das ist nicht so auffällig.

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Tux Taste als kleines, aber feines Detail

Was man dem Tuxedo zu gute Halten kann ist, dass es ein offenes Gerät ist. Es ist so aufgebaut, dass man relativ einfach an die inneren Komponenten kommt und es gut zu reparieren ist. Dafür muss man natürlich etwas mehr Dicke in Kauf nehmen und auch, dass man hier und da schärfere Kanten hat. Bleibt hier jedem selber überlassen was einem wichtiger ist.

Einfache Schrauben zum einfachen Öffnen

Einfache Schrauben zum einfachen Öffnen

Nun aber zu den größten Kritikpunkten, die bei einem um die 1000€ Gerät einfach inakzeptabel sind. Die Gummis um das Display färben auf die Unterseite ab. Lässt sich zwar mit einem feuchten Lappen entfernen, ist aber trotzdem störend da ständig rüberzugehen.

Aber nicht nur die Gummis färben ab, sondern auch das Logo. Keine Ahnung, was man da gemacht hat, aber sobald man auch nur leicht über das Logo wischt, hat man schwarze Finger. Selbst über der Tastatur bleibt ein schwarzer Abdruck vom Tuxedo Logo. Dazu sieht das Logo mittlerweile aus wie ein schweizer Käse. Durch das Abfärben fehlt die Farbe dort, wo sie eigentlich hingehört.

Und nein, damit bin ich noch nicht fertig. Der wirklich größte Designschwachpunkt ist das Trackpad. Anfangs war ich begeistert davon. Schön groß und genau. Was braucht man mehr? Zwar ist es nicht aus dem schönen Glas wie bei Apple, aber das fällt beim Benutzen nicht wirklich auf und ist weitaus besser, als bei anderen Herstellern. Doch, oh Wunder oh Wunder, auch die Farbe auf dem Trackpad geht ab. Das Silber hatte ich plötzlich an den Fingern. Damit nicht genug, man spürt das Fehlen leider beim Arbeiten. Dort wo die Farbe abblättert, ist es immer scharfkantig wenn man mit dem Finger drüberfährt. Nicht gut.

Dazu muss ich sagen, dass ich wirklich immer sorgfältig mit dem Gerät umgegangen bin. Es stand die meiste Zeit zu Hause und absichtlich abgekratzt habe ich nichts. Hoffentlich wird Tuxedo daran arbeiten, wenn sie das hier lesen. Denn dann ist man auch designtechnisch auf einer Ebene mit den großen Herstellern. Bei dem hohen Preis sollte das wohl zu erwarten sein.

Was ich nicht ausschließen kann ist, dass ich einfach ein Montagsgerät bekommen habe, aber das kann ich so nicht wirklich überprüfen. Es zählt nur das, was ich hier in der Hand hatte und das hat mich leider nicht überzeugt.

Hardware und Leistung

Dazu kann ich eigentlich nicht viel sagen, da das Gerät auf die unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten ausgelegt ist. Genauso wie bei Apple auch kann man sich hier im Bestellprozess alles aussuchen, was das Herz begehrt. Anders als bei Apple jedoch sind die Möglichkeiten noch vielfältiger.

Mehr RAM? Kein Problem! Mehr Speicher? Ebenso einfach. Anderes Funkmodul? Auch das geht! Das nenne ich mal vorbildlich.

Sogar die Grundkonfiguration hat es in sich. Als CPU kommt standardmäßig der i7 6500 U der Skylake Architektur daher. Absolut solider Prozessor, der sicherlich zukunftssicher ist. Dazu gibt es ein mattes! Full HD Display. Kann man super bei Sonnenschein ablesen. Das Betriebssystem ist elementary OS, aber auch Ubuntu ist auswählbar. Genauer werde ich später darauf eingehen.

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Nicht so gut ist, dass in der Grundkonfiguration nur eine 500GB Festplatte dabei ist. Da hätte ich mir mindestens eine SSD gewünscht. Gerade auch bei einem mobilen System ist das besser und schneller. Weiterer Wermutstropfen ist der 4GB RAM. Tuxedo, warum nur 4GB? 8GB sind nicht viel teurer und selbst Apple hat das in der Grundkonfiguration.

Meine Konfiguration? Ich habe die 8GB RAM und 250GB M.2 SSD zusätzlich zu der HDD. Wer ein bisschen sparen möchte, kann auch statt der normalen Festplatte eine 250GB SSD nehmen. Ist zwar etwas langsamer als eine PCIe M.2 SSD, aber das merkt man in der normalen Nutzung überhaupt nicht.

Was kann man bei diesen Spezifikationen zu der Leistung sagen? Das Ding rennt und rennt und rennt. Ich habe es selbst noch nicht geschafft das Book an die Leistungsgrenzen zu bringen. Ein Spiel oder ein 4K Videoschnitt werden den Laptop sicherlich zum Pusten bringen, aber seien wir mal ehrlich. Man will so ein Gerät um mobil damit vernünftig arbeiten zu können. Das bietet das Tuxedo Infinity auf jeden Fall. Dazu ist es auch möglich Videobearbeitung zu machen und selbst viele Spiele laufen. Natürlich dauert das Rendern länger und Battlefield 1 wird garantiert nicht auf Ultra laufen, aber dafür hat man ja eine Workstation zu Hause.

Display

Auch wenn ich das vorher schon angesprochen habe, möchte ich hier noch einmal das Display ansprechen. Von demda bin ich wirklich positiv von angetan. Zwar bietet man “nur” Full HD, aber da man von einem Laptop deutlich weiter sitzt als von einem Tablet, fällt das nicht auf. Leider  schafft man nicht ganz das, was Apple mit der Retina Auflösung (2560 x 1600 Pixel) bietet, aber im Vergleich zum Macbook Air ist das Display doch ein Fortschritt.

Was besonders hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass das Display matt ist. Wer von euch auf der Suche nach einem guten Laptop mit mattem Bildschirm war, wird schnell merken, dass das gar nicht so einfach ist. Klar, das matte Display ist nicht so brilliant wie ein glänzendes. Dafür allerdings ist es, für mich zumindest, viel angenehmer damit zu arbeiten und die Augen ermüden nicht so schnell. Natürlich spiegelt sich auch darin die Sonne, aber man kann damit noch arbeiten. Das Macbook wird ja zum Spiegel.

Akku

Genauso wie bei Smartphone und Tablet, ist bei einem Laptop auch wichtig, dass der Akku lange hält. Denn wer unterwegs arbeiten möchte, möchte dieses tun ohne Angst zu bekommen, dass die nächste Steckdose unter Umständen nicht in “Griffbereitschaft” ist. Das kann das Tuxedo Infinity auf alle Fälle.

Laut der Herstellerwebseite soll der 45 Wh große Akku bis zu 15 Stunden halten. Wie so oft ist das “bis zu” wichtig, denn das kriegt man nur, wenn das Display auf kaum sichtbarer Helligkeit ist, die Tastaturbeleuchtung fehlt und auch sonst keine Verbindungen zur Außenwelt, WLAN/Bluetooth, hergestellt sind. Das so niemand arbeiten möchte, ist klar.

Im Realbetrieb, mittlere Helligkeit, WLAN an und Tastaturbeleuchtung zugeschaltet, hält das Teil jedoch locker einen ganzen Arbeitstag durch. Kommt natürlich darauf an, welche Programme man laufen hat. Ein Word-Programm verbraucht natürlich weniger Energie als eine Videobearbeitung. Also, wer nur Word, Excel, Powerpoint und Webbrowser nutzt, braucht sich wie bei den meisten Laptops keine Panik machen. Hält.

Software

Das ist ein interessanter Teil dieses Gerätes und wer es bis hierhin geschafft hat, dem sein gesagt, dass ich jetzt auch zu dem mitunter wichtigsten Teil dieses Gerätes komme :P. Denn es wird, anders als viele andere Laptops, standardmäßig mit einem Linuxsystem ausgeliefert. Konkret handelt es sich um das Ubuntu Derivat “elementary OS”.

Wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich nach einer Woche elementary OS deinstalliert habe und auf das klassische Ubuntu umgestiegen bin. Liegt daran, dass elementary OS einerseits auf der etwas älteren Ubuntu Stable aus 2014 aufsetzt. (Die neuste Version davon, mit Ubuntu 16.04 ist erst Anfang September erschienen und da ich das Gerät im Langzeittest habe, zähle ich das jetzt mal nicht wirklich 😉 ). Ist nicht wirklich schlimm. Es fehlen halt nur einige neuere Spielereien, aber in Sachen Sicherheit sollte sich nichts großartig tun.

Für mich wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass elementary OS “zu einfach” ist und mir dadurch Sachen fehlen, die ich gerne haben möchte. So ist es nicht vorgesehen, dass man Programme minimieren kann. Man kann das zwar ändern, ist aber nicht im Sinne der Entwickler. Außerdem kann man Programme nicht auf dem Desktop ablegen (Pfui Desktop 😀 ). Der klassische Linuxnutzer mag den Desktop auf keinen Fall, aber ich komme aus dem Windows Lager und wollte so wenig Umstellung wie möglich.

Ubuntu Startbildschirm

Ubuntu Startbildschirm

Was für einen Nachteil ist, ist für viele PC Neulinge tatsächlich ein Vorteil. Denn man kann mit dem System nicht viel verkehrt machen. Genau für die Leute scheint dieses System auch entwickelt zu sein, denn es erinnert optisch und von der Bedienung stark dem OS von Apple. Das meine ich nicht schlecht, denn das macOS ist wirklich einfach zu bedienen und man kommt schnell rein.

Aus einem Test mit Leuten, die bisher wenig mit Linux zu tun haben, kann ich nur sagen, dass elementary OS wirklich einfach zu bedienen ist. Nach ein paar Minuten hatten nahezu alle raus, wie das System funktioniert. Zwar kann man auch hier noch klassisch mit der Konsole arbeiten, aber das braucht man oftmals nicht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass es mittlerweile Linuxsysteme gibt, wie eben die Ubuntu Derivate, die von der Bedienung her in Sachen Nutzerfreundlichkeit den großen in nichts nachstehen. Alle Treiber werden sofort erkannt. Von Netzwerkdrucker, über USB 3.0 Festplatte zu MP3 Player und USB Soundcards. Alles wird ohne Mucks akzeptiert. Das war vor 5 Jahren noch nicht so.

Wer mit elementary OS nicht zufrieden ist, der kann sich natürlich auch jedes weitere Linuxsystem installieren. Wobei es auf dem Tuxedo Infinity am einfachsten mit Ubuntu, Linux Mint, elementary OS und OpenSuse funktioniert. Denn für diese Systeme bietet Tuxedo ein einfaches Skript an, welches das System optimal einrichtet und alles nötige nachinstalliert. Mit anderen Linuces klappt das auch, aber da muss man dann unter umständen selber Hand anlegen.

Aber auch an die Leute, die Linux aus irgendwelchen Gründen nicht mögen oder aufgrund irgendwelcher Programme dann doch ein Windows brauchen, hat Tuxedo mitgedacht. So gibt es die Möglichkeit sich ein Windows direkt auf das Gerät als Dualboot oder als einziges System installieren zu lassen. Kostet allerdings extra, dafür hat man aber ein normales Retail Windows (keine OEM Ware) und bekommt auch keine Bloatware gratis.

Wer schon eine bestehende Windows Lizenz hat, kann natürlich auch diese nutzen. Zwar erkennt ein modernes Windows die Komponenten alle von selber, doch selbst hier legt Tuxedo alle Treiber bei. Man geht einfach auf die Webseite und installiert diese. Fertig, man hat Windows installiert.

Dabei will ich noch einen Schritt weitergehen, denn es sollte sogar möglich sein OSX auf dem Gerät zu installieren und sich einen “Hackintosh” zu bauen. Der Skylake Prozessor könnte etwas problematisch sein, aber auch da gibt es Lösungen. Hier empfehle ich nur Google zu benutzen. Wichtig: Bitte benutzt hier unbedingt eine legale Kopie von OSX und nicht irgendwas irgendwo aus dem Internet geladen. Sollte doch etwas nicht klappen, so ist es ganz bestimmt nicht meine Schuld 😀 . Deshalb nutzt Google, Foren und Co.

Die Anschlüsse

Ja, das Infinity Book ist für seine Größe ein wahres Anschlusswunder. Während andere Hersteller immer mehr davon entfernen, sind es beim Infinity mehr als genug. So bekommt man 2 große USB Ports; einen 3.0 und einen 2.0 Super Speed. Dazu gibt es noch den USB Typ C mit USB 3.1 Anschluss, sowie HDMI für den Anschluss an ein externes Display und einen vollwertigen SD-Kartenanschluss. Wer Musik mit Kopfhörern nutzen möchte, kann dies natürlich tun, denn einen 3,5mm Klinkenanschluss gibt es auch noch 😀

Vor 3 Jahren hätte man noch gesagt, dass das nicht wirklich viel sei, aber heutzutage reichen diese Anschlüsse vollkommen. Zumal man mit Bluetooth und WLAN die meisten Geräte heutzutage sowieso anschließen kann. Am wichtigsten sind dabei natürlich die normalen USB Typ A Stecker, damit man auch wirklich all seine Geräte ohne Probleme damit nutzen kann.

Fazit

So, das Infinity Book sieht nur auf den ersten Blick so aus wie ein Macbook Air. Dabei ist die Zielgruppe meiner Meinung nach eine andere. Primär richtet sich dieses Notebook nämlich an Menschen, die sich abheben möchten. Aus welchen Gründen auch immer man Linux nutzen möchte, so wird es hier einem vereinfacht. Und seien wir mal ehrlich. Wie viele der großen Hersteller bieten ein Linux Laptop an? Ich kenne dort persönlich nur Dell. In diese Nische passt dieses Book sehr gut.

Ein bisschen getrübt wurde mein Gesamtbild durch die Tatsache, dass es noch leichte Mängel im Gehäusedesign gibt, die bei um die 1000€ einfach nicht dahin gehören. Wer will schon mit einem Laptop rumlaufen, bei dem die Farbe des Logos abgeht? Sind zwar nur Kleinigkeiten, aber die fallen ganz schön ins Gewicht.

Wer allerdings wirklich Linux nutzen möchte ohne großes Gebastele und dabei auch noch ein gut aussehendes Gerät haben möchte, wird vermutlich darüber hinwegsehen und sich das Infinity so oder so kaufen. Ich persönlich würde mir nur wünschen, dass die großen Hersteller auch mal mehr Auswahl anbieten und nicht nur Windows Laptops verkaufen. Insofern ist Tuxedo hier ein Vorreiter und zeigt, wohin die Reise noch gehen könnte.

Wer übrigens an diesem Notebook interessiert ist, findet es auf tuxedocomputers.com 😀

Nachtrag:

Kurz bevor ich diesen Test veröffentlichen wollte, habe ich mit Tuxedo noch einmal bezüglich der “technischen Mängel” an meinem Testgerät gesprochen. Wie es ausschaut, soll es sich dabei tatsächlich um ein Einzelfall handeln. Nachprüfen kann ich das natürlich nicht, deshalb glaube ich dem jetzt einfach mal so und nehme hin, dass mein Testgerät wohl ein Montagsgerät ist. Falls noch jemand solche Probleme mit seinem Produkt haben sollte, kann er sich natürlich bei Tuxedo melden. Die helfen einem gerne 😀

Tuxedo Infinity Book

8.6

Akku

9.0/10

Display

9.5/10

Verarbeitung

7.0/10

Software

8.5/10

Perfomance

9.0/10

Pros

  • Akkulaufzeit
  • viele Anschlüsse vorhanden
  • Display matt und scharf
  • Linux vorinstalliert für einige wünschenswert
  • stark personalisierbar und gut reparierbar

Cons

  • Farbe von Touchpad und Logo haben sich nach kurzer Zeit gelöst
  • Linux vorinstalliert macht es für einige

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11 Antworten

  1. Robert sagt:

    Ich habe seit Februar ein Infinity Book und kann bestätigen, dass bei mir auch das Logo und die Gummierung abfärben, das Logo inzwischen nicht mehr. Das Trackpad ist bei mir aber bisher gut und heil geblieben.
    Mein Akku hält allerdings längst nicht so, dass ich damit einen Tag lang arbeiten könnte. Und auch das Aufladen des Akkus dauert viele, viele Stunden. Ich würde schätzen, mehr als doppelt so lang wie bei meinem alten Macbook Air.
    Ansonsten bin ich mit dem Gerät recht zufrieden. Es tut was es soll und ist mit Kubuntu und 500 GB SSD wahnsinnig schnell. Es sieht gut aus und alles funktioniert auch noch gut nach 10 Monaten täglicher Starkbenutzung.
    Warum sich die Firma für elementary als Standard entschieden hat kann ich mir nicht erklären. Das kann man ja gerne anbieten, aber als Standard sollte man doch einfach Ubuntu nehmen.

    • Thomas sagt:

      Moin Robert, seitens Tuxedo wurde mir gesagt, dass man die Verarbeitungsprobleme erkannt hat und daran arbeitet. Was genau die machen werden, wollte man mir nicht sagen. “Please stay tuned”. Bin ich mal echt gespannt 😀

      Zum Laden muss ich sagen, dass ich dort nicht das Originalladegerät genommen habe, da es mir viel zu klein dimensioniert vorkam. Da der Anschluss ein vielbenutzter ist, hatte ich dort noch etwas rumfliegen. Man muss nur aufpassen, dass man dem Notebook nicht zu viel Saft gibt. Aber auch da gibt es Laderegler und Co. Trotzdem würde ich es auch hier nicht wirklich darauf ankommen lassen. Vielleicht sollte Tuxedo von Haus aus einfach ein stärkeres Ladegerät mitliefern. Mit meiner Lösung hat das Laden nie mehr als 2 Stunden gedauert. Aber der Akku hielt bei mir immer einen ganzen Tag. Während andere laden mussten, hatte ich immer Saft. Kommt natürlich auch darauf an, was man macht.

      Interessant ist auch, dass mittlerweile auf der Webseite Ubuntu Cinnamon als Standard angegeben wird. Man merkt auch, dass sich da die Auswahl ständig wechselt. Vor 1 Jahr waren noch Open Suse, Linux Mint und Fedora mit dabei. Jetzt fehlen diese ja gänzlich. Vielleicht hat Tuxedo ja festgestellt, dass diese doch nicht so gut auf deren Geräten liefen. Linux Mint war soweit ich weiß auch mal Standard, ist aber aufgrund von der Intel Skylake Plattform und mangelnder Unterstützung dieser geflogen. Mal schauen, was bei Tuxedo demnächst zum Standard erhoben wird ;). Ein gutes hat dieses Hin und Her aber. Man merkt, dass Tuxedo lernt und schnell reagiert.

      Trotz all der Geschichten wünsche ich dir noch viel Spaß mit dem Infinity 😀

      • Robert sagt:

        Ich sehe grade, dass man die 13-Zoll-Version downgegraded hat auf einen i5-Prozessor und dass man einen i7-Prozessor dort nur noch bekommt wenn man eine englische Tastatur nimmt…??? Sehr merkwürdig. Ob das ein Fehler auf deren Seite ist?
        Und die angebotenen Linux-Distributionen machen in meinen Augen gar keinen Sinn. Einfach nur Ubuntu wäre doch ausreichend. Jeder, der die anderen Distributionen kennt, kann diese auch selbst installieren. Sonst kennt man sie auch nicht. Alle anderen Distributionen muss man am Ende auch pflegen, wenn man sie als Bundle anbietet und dafür sorgen, dass sie zumindest im Auslieferungszustand einwandfrei funktionieren. Ubuntu Cinnamon hat nicht mal ne eigene Homepage und ist wohl auch gar keine eigene Distribution. Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten ist das beides eine Katastrophe.
        Also mein Tipp: Nur ein pures Ubuntu anbieten und zurück zum i7 mit deutscher Tastatur.

        • Thomas sagt:

          Ich habe diesbezüglich noch einmal mit Tuxedo gesprochen. Es ist richtig, dass es den Intel Core i7 im Moment nicht mit deutscher Tastatur gibt. Das liegt daran, dass die Nachfrage danach so groß ist, dass sie im Moment nicht verfügbar sind. Vielleicht hätten die das mal auf die Webseite schreiben können, aber immerhin wissen wir jetzt, dass es das auch weiterhin geben wird.

          Zum Thema Ubuntu Cinnamon. Es ist das Ubuntu Basissystem, wobei Tuxedo selber den Cinnamon Desktop nachinstalliert. Man möchte immer die größte Auswahl bieten. Wer die offiziellen Desktops haben möchte, kann das beim Bestellprozess auswählen.

          • Robert sagt:

            Danke fürs Nachfragen!
            Ich hatte damals große Probleme, weil ich Kubuntu bestellt hatte und auch davon ausging, dass der Desktop selbstverständlich einwandfrei funktionieren wird. Zumindest bei der Auslieferung. Hat er aber nicht. Es gab schwerwiegende Grafikprobleme, die mit KDE und/oder XFCE zusammen hingen. Die Firma Tuxedo hat mir dann geraten auf Ubuntu umzusteigen oder mir einen Mainline-Kernel einzuspielen. Beide Lösungen gefielen mir nicht, denn ich hatte dort einen Rechner bestellt weil mir ein Kubuntu-System angeboten wurde. Und nur deshalb, nur weil es ein vorinstalliertes Kubuntu gab, habe ich mich für den Kauf entschieden. Und dann funktionierte es nicht. Und dann sagte mir die Firma, dass es nicht ihr Problem sei. Die Software hätte halt Bugs. Das war schon ein schwerer Schlag. Nach einigen Monaten hatten sie dann tatsächlich einen Patch veröffentlicht. Aber vorher mein Gerät austauschen oder zurücknehmen oder reparieren wollten sie nicht. Und sie haben weiterhin damals die ganze Zeit das Gerät mit Kubuntu oder Xubuntu angeboten, obwohl denen klar war, dass diese Betriebssysteme schwerwiegende Grafikprobleme mit der Hardware produzieren. Wie gesagt, inzwischen bin ich zufrieden. Aber das war ein harter Kampf damals mit einem sehr hartnackigen Support.

          • Thomas sagt:

            Ui, da bin ich jetzt aber ein bisschen enttäuscht. Bei Tuxedo hatte ich anfangs das Gefühl, dass man selbst nicht mit “dem großen Ansturm” gerechnet hat. Dadurch lief das immer ein bisschen chaotisch, sodass man auf Fragen teilweise Wochen warten musste. Jedoch ist die Antwort von Tuxedo mal sehr kundenunfreundlich. Ein bisschen mehr Hilfe wäre schon angebracht gewesen. Mittlerweile jedoch scheint sich die Situation drastisch verbessert zu haben. Hoffentlich bleibt es so 😀

          • Marcus sagt:

            Naja, kundenfreundlich finde ich deren downgrade icht unbedingt. Geben hier 9% Rabatt an. Runden dann aber großzügig um 81 Cent auf 819 Euro auf. Und wenn man den i7 haben will zahlt man 9 Euro mehr als vorher.
            Sind zwar alles keine Riesensummen, aber trotzdem unschön.

            Was ich aber sehr schade finde: Die Tux-Taste wird nicht mehr angeboten
            Trotzdem ein interessantes Gerät und ein sehr schöner Bericht

          • Marcus sagt:

            Meinte natürlich 91 Cent, die aufgerundet werden

          • Thomas sagt:

            Ok. Das mit den Preisen ist natürlich ärgerlich, aber nichts, was auch nicht andere Hersteller auch schon machen (Apple, Lenovo,…). Trotzdem begrüße ich das persönlich nicht.

            Es gibt keine Tux-Taste mehr? Das war doch genau der Punkt, der das i-Tüpfelchen auf den Geräten war. Hat irgendwie ein bisschen Charme gehabt 😉

          • Marcus sagt:

            Machen andere auch, ja. Könnte aber ein weing transparenter dargestellt werden. Wollen ja anders sein, als die anderen.

            Versteh mich nicht falsch. Die Preise sind soweit ok. Wer nicht soviel ausgeben will, hat jetzt mit dem i5 eine Alternative. Aber wenn sie mit 9% werben, sollten es auch 9% sein. Und so, wie es gemacht worden ist (neue Preise, gleichzeitiger downgrade. teurer mit i7), ist es einfach eine schlecht versteckte Preiserhöhung. Nicht die feine engliche Art.

            Und das mit der fehlenden Tux-Taste schmerzt mich auch am meisten. War damit ein schönes rundes Paket.

          • Thomas sagt:

            Ja, sehe ich genauso. Mal schauen, wie es mit der nächsten Generation Tuxedo Infinity aussehen wird. Hoffentlich wird es besser.

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