Ultrasone Go im Test

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Kopfhörer und ich sind so eine Geschichte. Ich mach sie immer kaputt und eigentlich will ich richtig geile Kopfhörer, aber sie dürfen nicht zu groß sein und auch nicht zu klein, sie müssen richtig sitzen und dürfen nicht zu höhenlastig sein. Ihr kennt das bestimmt. Ich war also extrem gespannt auf die Ultrasone Go.

Portabilität

Bei Kopfhörern die man mitnehmen will ist immer die Frage wohin damit, wenn man dann angekommen ist. Die Ultrasone Go lassen sich sehr klein zusammenfalten und haben eine kleine Tasche dabei, in die man sie dann verstauen kann. Das Falten geht gut von der Hand und hackelt nicht. Die Tasche, oder besser die Tüte aus Synthetikstoff, könnte etwas größer sein, das Verstauen hat manchmal etwas gedauert. Auch ist die Tüte eher als Schutz gegen Dreck und Staub zu sehen und nicht als Schutz für die Kopfhörer. Sie besteht im Prinzip „nur“ aus einem etwas feinerem Trikotstoff.

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Das Kabel lässt sich abnehmen und somit ersetzen. Für Menschen wie mich, die dauernd Kabelbrüche verursachen eine sehr gute Sache. Im mitgelieferten Kabel ist eine Freisprecheinrichtung, die nur so mäßig gut funktioniert und eine Fernbedienung für die Lautstärke drin.

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Insgesamt sind die Ultrasone Go also sehr praktisch.

Tragekomfort

Das wichtigste für mich ist Tragekomfort. Kopfhörer können noch so gut klingen, wenn sie sich nicht gut tragen lassen, dann setze ich sie nicht auf. Für den Komfort spielen die Größe der Ohrmuscheln, die Größe sowie der Druckpunkt der Bügel und die Fütterung der Ohrmuschel die wichtigsten Rollen.

Die Ultrasone Go sitzen sehr fest und man kann mit ihnen auch joggen gehen ohne dass sie verrutschen. Das wirkt sich auf Dauer auf meinem Kopf aber zu Problemen aus. An der oberen Spitze meiner Ohren ist der Druckpunkt zu hoch und es beginnt irgendwann zu schmerzen. Ich kenne das sonst nur von den wirklichen großen Studiokopfhörern in Radiostudios. Ich konnte das leider weder durch die Verlängerung der Bügel, noch konnte es durch die Flexibilität der Ohrmuscheln in der Horizontalen ausgeglichen werden.

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Die Kopfhörer schmiegen sich ansonsten nämlich sehr gut an den Kopf an. Der Bezug der Ohrmuschel trägt sich sehr gut und ist hinreichend dick.

Klang

Tja, jetzt kommt der schwierige Teil:. Wie erkläre ich euch den Klang? 😉

Hier erstmal die technischen Daten:

  • Prinzip: dynamisch, geschlossen
  • S-Logic Basic Technologie
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz
  • Driver/Durchmesser: PET – 40 mm
  • Magnet: NdFeB
  • Kennschalldruck (SPL) 96 dB
  • Gewicht (ohne Kabel): 133 g
  • 5 Jahre Garantie

Ich finde die Ultrasone Go klingen sehr gut. Sie sind nicht so bassig wie zum Beispiel Beats, aber haben auch keinen linearen Klang. Sprache ist sehr deutlich zu verstehen und ich hatte sowohl bei Klassik, als auch bei Techno keine Probleme. Was sehr nervt sind die Geräuschübertragungen des Kabels. Wenn das Kabel an meiner Jacke schabt, dann hört man das sehr deutlich auf den Lautsprechern. Das ist, wenn man sich draußen bewegt, vor allem beim Sport sehr ätzend. Dafür wird man nach außen ausreichend abgegrenzt, dass man sonst wenig Störgeräusche hat. Das verbessert natürlich das Klangerlebnis immens.

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Fazit

Der Klang ist gut, der Tragekomfort eigentlich auch, leider schmerzen sie bei mir einfach nach einer Weile. Ich glaube aber, dass liegt an meinem Kopf. Ich kann die Kopfhörer also zumindest mit der Einschränkung, dass ihr nicht meinen Kopf habt, empfehlen. 😉

Wie sieht das bei euch aus? Welche Kopfhörer benutzt ihr so und warum?

Ultrasone Go

7.6

Klang

8.5/10

Tragekomfort

6.0/10

Portabilität

9.2/10

Freisprecher

6.5/10

Pros

  • Wechselbares Kabel
  • Klang
  • Portabilität

Cons

  • Tragekomfort
  • Kabel leitet Störgeräusche auf Ohrmuschel weiter.

Jens Kessler

Ich bin ein Technikenthusiast und ein Liebhaber von schönen Dingen. Als angehender Lehrer interessieren mich nicht nur die pure Technik, die nackten Zahlen und das schärfere Display, sondern auch die gesellschaftlichen Implikationen. Wie verändert Technik unser Leben und das Leben der zukünftigen Generationen? Welche Einsatzmöglichkeiten bieten sich in der Bildung? Wie wird Technik gesellschaftlich aufgenommen?

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1 Antwort

  1. 18. Januar 2016

    […] passen mir die Jabra Move sehr gut. Anders als bei den Ultrasone Go hatte ich auch nie das drückende Gefühl an der oberen Ohrenkante. Vom Tragekomfort kann ich die […]

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