Yuneec Breeze 4K – Die Selfie-Drohne im Test

Die letzten 4 Wochen habe ich die Yuneec Breeze 4K getestet. Die Breeze 4K ist eine kleine handliche Drohne, welche sich per Smartphone oder Tablet steuern lässt und innerhalb weniger Sekunden startbereit ist. Was die Yuneec Breeze 4K so alles auf dem Kasten hat, erfahrt hier im ausführlichen Testbericht.

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Unboxing & Verpackungsinhalt

Die Yuneec Breeze 4K kommt in einer relativ kompakten Schachtel, was nicht sehr viel Zubehör erwarten lässt. Dennoch ist einiges in der Schachtel erhalten:

Es gibt also direkt zum Kauf die eigentliche Drohne,  einen Akku, ein Ladegerät, ein Ladekabel, vier Propellerschützer und insgesamt acht Ersatzpropeller. Weitere Akkus können zusätzlich noch gekauft werden, wenn man mehr Flugzeit wünscht.

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Außerdem kommt Yuneec Breeze in einer schicken weißen Plastikbox, welche für den Transport der Drohne benutzt werden kann. Hier passt alles rein, die Propellerschützer, ein Zusatzakku, die Ersatzpropeller und natürlich die Drohne.Daran kann man schon sehen, wie kompakt sich die Drohne transportieren lässt. Die Plastikbox lässt sich einfach in den Rucksack stecken und mit gerade einmal 385 Gramm fällt sie auch kaum ins Gewicht. Sehr praktisch.

Die Flugmodi

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Die Steuerung der Yuneec Breeze 4K erfolgt ausschließlich über die Breeze Cam-App. Hier gibt es keine separat erhältliche Fernbedienung wie bei der Parrot Bebop (zum Testbericht), welche die Reichweite drastisch erhöht. Damit wären wohl aber auch die ganzen vorprogrammierten Flugmodi gar nicht möglich.

Die App Breeze Cam gibt es sowohl für iOS als auch für Android. Während die Android App einige Probleme bereitete, lief die iOS Version tadellos.

Breeze Cam
Breeze Cam
Preis: Kostenlos
‎Breeze Cam
‎Breeze Cam
Preis: Kostenlos

Beim Huawei P9 und auch beim Google Pixel erkannte die App die Drohne nicht, obwohl ich mit der Breeze über WLAN verbunden war. Beim Huawei Mate 9 klappt die Verbindung sehr gut und auch direkt im ersten Versuch.

Insgesamt stellt Yuneec der Selfiedrohne fünf verschiedene Flugmodi zur Verfügung.

Pilot-Modus

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Im Pilot-Modus kann man die Drohne ganz klassisch selber steuern und hat die volle Kontrolle über die Drohne. Hier kann man die Tastenbelegung komplett selbstständig wählen, invertieren und verstellen.

Selfie-Modus

Der Selfie-Modus unterstützt einen und ist deutlich einfacher zu kontrollieren als der Pilot-Modus. Man kann hier sehr einfach auf einer freien Fläche Entfernung, Flughöhe und Position einstellen. Das Ganze geht über Schieberegler.

Orbit-Modus

Im Orbit-Modus kann man die Breeze um einen Point-of-Interest kreisen lassen. Im einfachsten Falle ist man das selber. Hier können lediglich zwei Parameter gewählt werden, die Entfernung und in welche Richtung die Drohne kreisen soll.

Journey-Modus

Der Journey-Modus lässt einen der Breeze eine Route vorgeben. Hier können dann vorab Position, Höhe und Neigungswinkel der Kamera eingestellt werden. Nach dem Abfliegen der Route kehrt die Drohne zum Ausgangspunkt zurück.

Follow-Me-Modus

Im Follow-Me-Modus kann man die Drohne einem Objekt folgen lassen. Das geht auf zwei unterschiedliche Arten. Zum einen kann man optisch auf dem Display ein Objekt wählen, welchem die Breeze folgen soll. Das funktionierte bei mir im Test allerdings nicht wirklich.

Deutlich besser ist der Follow-Me-Modus mit GPS. Hier folgt die Breeze dem GPS-Singal des Smartphones. Die Drohne bleibt dabei auf einer festen Höhe und fliegt dem Signal mit etwas Abstand hinterher. In diesem Modus sollte man extrem auf Hindernisse achten, da diese von der Drohne nicht erkannt werden.

 

Flugverhalten

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Insgesamt fliegt die Yuneec Breeze sehr ruhig und kontrollierbar. Das liegt vor allem daran, dass die maximale Geschwindigkeit sehr begrenzt ist, was die Steuerung sehr viel einfach macht. Zusätzlich wird die Flugstabilität mithilfe von GPS verbessert. Je mehr GPS-Satelliten die Drohne zur Ortung hat, desto präziser ist die Steuerung und desto stabiler steht die Drohne in der Luft. So kann die Drohne auch relativ gut Wind ausgleichen.

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Die Signalreichweite ist je nach Umgebung sehr unterschiedliche. Am Besten ist das Signal natürlich auf einem offenen Feld ohne Hindernisse. Yuneec gibt eine Reichweite von bis zu 100 m. Das habe ich nie erreicht. Meistens war nach 60 m bereits Schluss und die Drohne verlor die Verbindung zum Smartphone. Als das zum ersten Mal geschah, war ich kurz in Panik, da ich nicht wusste was passiert und wie die Drohne reagiert. Aber, und hier ein dickes Lob an Yuneec, die Breeze macht genau das was sie soll. Sie wartet ein paar Sekunden an der Stelle, an welcher sie das Signal verloren hat und kehrt anschließend zum Startpunkt zurück und schwebt dann in einem Meter Höhe über dem Boden.

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Übrigens funktioniert die Yuneec Breeze 4K auch Indoor. Hier verwendet die Breeze 4K den optischen Bildsensor an der Unterseite um sich im Raum zu orientieren. Innerhalb eines Gebäudes ohne GPS steht allerdings nur der Pilot-Modus zur Verfügung. Für alle anderen Modi wird GPS benötigt.

 

Bild- und Videoqualität

Fangen wir mit der Fotoqualität der Yuneec Breeze 4K an. Diese ist eher durchschnittlich. Zwar ist die Auflösung mit 13 Megapixeln  nicht schlecht, aber die Bilder sind nicht sehr detailliert. Vor allem schlechtes Licht macht der Kamera extrem schnell zu schaffen. Die Farben sind in Ordnung und schön kräftig.

Aber beurteilt das am Besten selbst:

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Die Videofunktion gefällt mir persönlich deutlich besser. Die Breeze kann hier Bilder mit bis zu 4K aufnehmen, deshalb übrigens auch der Name Breeze 4K. Allerdings verfügt der 4K-Modus der Kamera über keine Bildstabilisierung, was man dem Video auch schnell anmerkt. Gerade wenn man die Drohne viel bewegt und es etwas windet, ist ein Bildstabilisator unabdingbar.

Möchte man ein stabilisiertes Bild, muss man die Auflösung auf Full HD (1080p) herunter stellen. Allerdings bemerkt man sofort, dass das Video deutlich ruhiger wird. Aber man merkt auch, dass die Details weniger werden und das ganze Bild eher verschwommen wirkt. Auch leidet die Farbgebung meiner Meinung nach etwas. Diese ist im 4K-Modus deutlich besser.

Nichtsdestotrotz ist die Kamera für eine Drohne dieser Preisklasse beachtlich. Vergleicht man die Bildqualität zum Beispiel mit der Parrot Bebop 2 liegt die Yuneec Breeze 4K meilenweit voraus. Man sollte aber nicht außer acht lassen, dass mittlerweile auch die DJI Phantom 3 Drohnen in diesem Preissegment angekommen sind. Klar sind sie zu einem anderen Zweck konzipiert. Bei einem möglichen Kauf sollte man das trotzdem im Hintergrund behalten.

 

Fazit

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Die Yuneec Breeze 4K ist nach der Parrot Bebop und der Parrot Bebop 2 erst die dritte Drohne die ich ausführlich testen konnte. Alle drei Drohnen bewegen sich preislich um die 500 Euro und ich kann für mich sicher sagen, dass mir die Breeze mit Abstand am Besten gefallen hat.

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Klar gibt es kleinere Probleme, vor allem in der App. Teile der App (im Infobereich) sind noch auf Chinesisch und die Verbindung mit manchen Smartphones hat Probleme bereitet. Insgesamt aber ist die Breeze 4K qualitativ sehr hochwertig, robust, einfach zu steuern, kompakt und innerhalb weniger Sekunden startbereit. Vor allem die letzten beiden Punkte machen die Breeze 4K zum idealen Begleiter beim Wandern und im Urlaub.

 

Was haltet ihr von der Yuneec Breeze 4K? 

Yuneec Breeze 4K

ca. 499 €
7.7

Kamera

8.5/10

Akkulaufzeit

6.0/10

Design

7.0/10

Steuerung

8.0/10

Flugverhalten

9.0/10

Pros

  • Gute Kamera
  • Einfache Steuerung
  • Viele automatische Flugmodi
  • Transportbox
  • Viel Zubehör

Cons

  • Relativ kurze Akkulaufzeit
  • App mit Bugs

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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3 Antworten

  1. John B sagt:

    Starker Bericht und coole Drohne. Sehe es genauso. Im Vergleich zur Parrot liegt die Breeze klar vorne und DJI ist mir insgesamt zu groß und unhandlich.
    Freue mich über mehr Drohnen Berichte.

  2. QuickscopZzZ sagt:

    Kannte Yuneec bisher noch gar nicht aber finde toll Mal über den Tellerrand zu schauen. Weiter so.

  1. 6. Dezember 2016

    […] Yuneec Breeze 4K – Die Selfie-Drohne im Test […]

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