#MicrosoftEvent: Neues Windows 10 Update & schöne Hardware

Am 26.10 hat Microsoft ein “kleines” Event in New York abgehalten und ganz viel über das nächste Windows 10 Update gezeigt, sowie ganz wenig zu alter Hardware und sehr sehr viel über neue Hardware 😀 . Da man das Event kurz vor dem Apple Event abgehalten hat, hat man dort in mehrerlei Hinsicht den Ball nach Cupertino geschossen. Aber alles der Reihe nach.

Windows 10 Creators Update

Fangen wir mal mit dem neuen Windows Update an. Dieses trägt den Namen “Creators Update” und dieser Name ist auch Programm. Alle Leser hier kennen sicherlich die HoloLens von Microsoft, ein AR-Headset, mit dem man in eine mixed reality eintreten kann. In diese Richtung geht auch das neue Creator Update, mit dem Unterschied, dass es hier eher um VR statt AR geht. Der Unterschied zwischen AR und VR ist dabei, dass man bei AR noch immer “in der realen Welt” ist, bei VR taucht man komplett in eine virtuelle Realität ein. Dazu gibt es von den Hardwarepartnern verschiedene Headsets, die um die 299€ kosten werden. Damit ist man deutlich günstiger als Occulus und HTC.

© Microsoft

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Doch nicht nur VR und die neue VR Oberfläche standen im Fokus des Updates, sondern auch das Kreieren von 3D Objekten. So soll es einfacher denn je sein ein 3D Modell mit einem Windows 10 Gerät zu erstellen. Es sollte das Gefühl rüberkommen, wie früher in Paint. Stift (oder Maus) nehmen und los gehts. Spaß haben ist hier Key. Diese Objekte sollen dann einfacher denn je in 3D gedruckt werden können. Und wer Objekte von der realen Welt in die virtuelle Welt bringen möchte, kann dies zum Beispiel mit Hilfe der Kamera seines Tablets einscannen und dann in 3D bearbeiten.

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Darüber hinaus bietet das Update nicht nur etwas für Creator, sondern auch für die Gamer unter euch. Livestreaming wird einfacher denn je mit einer Beam Integration. “Ich will jetzt mal schnell live streamen?” ist dann wirklich möglich. Einfach einen Knopf drücken und boom, live. Zu guter Letzt können Gamer nun endlich “user-generated tournaments” starten. Will man mit seinen Freunden einen eigenen Wettbewerb starten, geht das. Auch hier einfach die Regeln und das Spiel aussuchen, sowie die Zeit und zack, spielt ihr alle in einem Wettbewerb.

Was in dem neuen Update auch noch eine interessante Neuerung ist, ist, dass man nun einfacher mit seinen Freunden kommunizieren kann. So gibt es eine Möglichkeit mit diesen Favoritenkontakten über eine App zu kontaktieren und dabei verschiedene Apps zu nutzen. Ein nahtloser Wechsel zwischen zum Beispiel Skype und Mail ist damit gegeben. Wichtig sind nur die Personen, mit denen wir kommunizieren möchten. Welche App wir nutzen, liegt dabei komplett in der Hand der Nutzer. So sollte es schon vor Jahren sein. Top.

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Nun zur Hardware

Abseits der VR Brillen gab es natürlich auch Hardware direkt von Microsoft. Vorneweg: keine neuen Surface Pro. Keine Informationen zu Project Scorpio und ebenso nichts zu Lumia. Dafür gab es ein Update des Surface Book und ein Surface All in One PC, Surface Studio. Das Update zum Surface Book ist weniger interessant, da es optisch und in Funktionen nahezu identisch ist zu dem normalen Surface Book. Dieses soll auch nicht die bisherigen Book Geräte ersetzen, sondern sie erweitern. Wer also mehr Hardwarepower und längere Akkulaufzeit braucht, kann hier zuschlagen. Dafür ist das Gerät natürlich auch das teuerste der Surface Book Reihe.

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Interessanter ist das Surface Studio. Es ist ein All in One Riesensurface mit ultradünnem 28″ Display und einer gigantischen Auflösung. Diese beträgt nun 4500 x 3000 Pixel, was einer Pixeldichte von 192 ppi entspricht. Für ein Monitor ist das enorm. Genauso wie die anderen Surface Geräte, setzt man auch hier auf ein Display im 3:2 Seitenformat. Damit sollen Seiten besser aussehen und darstellbar sein. Der Farbraum des Gerätes kann wahlweise zwischen dem schlechteren sRGB und dem strahlenden DCI-P3 umgestellt werden. So können Designer sehen, wie deren Design auf den Bildschirmen aussehen könnten, die nicht so gut sind.

Die komplette Hardware des Gerätes befindet sich in der Basisstation des Surface Studio. Mann kann ihn ausstatten mit bis zu einem nicht näher definierten Intel Core i7, einer Geforce GTX 980M und 32GB DDR4-RAM. Als Festplatte hat man wahlweise ein Hybrid Drive mit 1TB und 2TB. Dabei ist die SSD des Hybrid Drives relativ groß.

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Doch das ist nicht alles. Das Surface Studio ist nicht ein gewöhnlicher All in One PC. Ganz einfach kann man das Display runterklappen und somit darauf herumschreiben. Dies klappt mit dem Surface Pen und dem neuen Surface Dial. Aber auch mit den Fingern kann man den Touchscreen bedienen, klar. Surface Dial funktioniert übrigens auch mit dem Surface Book, sowie Surface Pro 3 und auch 4.

 

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Ob und wann Surface Studio in Deutschland erscheint, ist noch unklar. Der Einstiegspreis in den USA liegt bei 2.999$US. Dies ist zwar nicht günstig, klar. Allerdings ist der Preis für professionelle Anwender mehr als angebracht. Ein solches Display gepaart mit PC und Wacom Tablet kostet gut und gerne mehr als 3.000$US. Für den normalen PC-Nutzer ist das sicherlich nichts, aber für den Profi sicherlich interessant.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen, dass das Event zwar nicht den großen Sprung nach Vorne eingeleitet hat. Das muss es aber auch nicht. Mit Surface Studio definiert man eine neue Produktkategorie und das Windows Update macht Windows noch besser und einfacher zu bedienen. Den großen Sprung werden wir wahrscheinlich nächstes Jahr sehen. Dieses Jahr gab es aber einen schönen kleinen Sprung, der gezeigt hat, wie sich Microsoft die nächsten Jahre entwickeln wird.

Quelle: Microsoft.com

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