Windows Hello – Das Ende der Passwörter?

Eine Technik in Windows 10 hat mein besonderes Interesse geweckt, Windows Hello. Mag vermutlich daran liegen, dass es sehr stark beworben wird. Mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich es persönlich sehr nervig finde mir für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu merken. Wie oft bin ich da schon durcheinandergekommen 😉 Und für alle Dienste das gleiche Passwort ist auch keine Lösung und mehr als gefährlich. Da kommt Windows Hello gerade recht. OK, fast…

Zur Einstimmung möchte ich euch erst einmal die Werbung zu Windows 10 zeigen. Auffällig ist, dass Windows Hello zentrales Element ist, auch wenn es nicht direkt genannt wird. Film ab!

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Klingt doch super oder? Klingt ja, funktioniert, naja… Zwar konnte ich diese Funktionen bis jetzt mangels Hardware noch nicht auf Herz und Nieren prüfen. Jedoch hatte ich bereits die Gelegenheiten, diese Schnittstelle zu prüfen. Dabei muss man allerdings auch beachten, dass Windows Hello nur die Software ist. Die Hardware ist dort wieder ein anderes paar Schuhe. Unterstützt werden eine Vielzahl an biometrischen Daten, wie der Fingerabdruck, die Iris, die Gesichtsform oder auch die Handvenen.

Handvenenscanner von Fujitsu

Alle der Formen, die ich selbst ausprobiert, beziehungsweise live gesehen habe, funktionierten auch. Das heißt, sie funktionieren, aber nicht so, wie sich viele das vorgestellt haben. Bei dem Gesichtsscanner, einer Art “Mini-Kinect” oder auch dem Handvenenscanner, einem Infrarotscanner, gab es besonders das Problem, dass alles in einem perfekten Abstand und Winkel zueinander sein muss. Wenn ich mir jetzt vorstelle, wie jemand in der Bahn erst mal den Monitor richtig arretieren muss, damit er sich anmelden muss… Gleiches gilt natürlich für den Handvenenscanner. Da ist es manchmal schneller, das Passwort einzugeben.

Im Gegensatz dazu funktioniert der Fingerabdruckscanner ohne Probleme. Klar, die Technik dahinter ist auch schon paar Jährchen älter. Allerdings gibt es dort das Problem, dass es nicht besonders sicher ist. Für den einfachen Nutzer sicherlich ausreichend. Unternehmen werden dort allerdings eher auf andere Techniken setzen. Alleine deshalb, weil in der Regel ein abgeschnitter Finger reicht, um an wichtige Daten zu kommen. Die anderen Techniken sind da schon schwieriger zu knacken, aber auch schwieriger zu beherrschen.

Das größte Problem ist allerdings, dass die Hardware noch nicht verfügbar ist, oder aber sehr teuer. Gut, so ein Fingerabdruckscanner ist schon für 10€ zu haben. Aber den wird wohl niemand ernsthaft an seinen Laptop hängen, wenn er damit unterwegs arbeiten möchte. Viel eher ist das was für die Leute, die zuhause keine Passwörter eingeben möchten. Eingebaut in Geräte ist so etwas jedoch noch recht selten. Spontan fallen mir nur Lenovo und Fujitsu ein, die so etwas einbauen.

Vergessen darf man dabei nicht, dass die Technik insgesamt noch recht jung ist und Windows 10 uns selbst erst seit 3 Wochen richtig beglücken darf. In ein paar Jahren, wenn die Hardware ein bisschen ausgereifter und auch billiger geworden ist, kann Windows Hello tatsächlich zu dem werden, was die Werbung verspricht. Und dann brauchen wir wirklich nie wieder Passwörter.

Was sagt ihr? Habt ihr Windows Hello schon mal ausprobiert oder werdet ihr es nutzen, wenn es ausgereift ist? Oder geht es wirklich an euch vorbei und ihr werdet auch in Zukunft immer das Passwort manuell eingeben wollen? Schreibt es gerne in die Kommentare.

1 Antwort

  1. YoloStyler sagt:

    Also ich habe mir Windows 10 bis jetzt noch nicht heruntergeladen, weil ich mit Windows 8.1 ziemlich zufrieden bin und da Windows 10 auch noch nicht ganz ausgereift ist werde ich erst mal bei windows 8.1 bleiben bis Windows wirklich all das kann was Windows verspricht.

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